"Sid"-Comeback beflügelt Pens

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Crosby-Comeback beflügelt die Penguins

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„Ich fühlte mich ganz gut, aber es haftet noch etwas Rost an“, resümierte Sidney Crosby nach seinem sehnlichst erwarteten Comeback gegen die New York Rangers.

16:00 Minuten Eiszeit, ein Assist und plus drei in der Plus-/Minus-Wertung – die Performance des 24-Jährigen war eine beachtliche. So glorreich wie die vier Scorerpunkte bei seiner ersten Rückkehr nach knapp elfmonatiger Zwangspause am 21. November (5:0 vs. NY Islanders) fiel jene nicht aus.

Dan Bylsma, Head Coach der Pittsburgh Penguins, verdeutlichte jedoch die wichtigste Erkenntnis des 5:2-Erfolges im Madison Square Garden: „Er stand regelmäßig auf dem Eis und ebenso im Powerplay, das funktionierte wirklich gut. Es war ein toller Start.“

Im Schatten Crosbys konnten Österreichs NHL-Exporte anschreiben, allerdings mit unterschiedlichen Auswirkungen.

Michael Grabner traf bei der 2:3-Pleite der New York Islanders gegen die Philadelphia Flyers. Carolinas Andreas Nödl trat beim 2:0 über die St. Louis Blues als Assistgeber in Erscheinung.

Unterschiedliche Teamkollegen

Im Vorfeld der Crosby-„Renaissance“ wurde spekuliert, ob die Integration des weltbesten Eishockey-Cracks nicht ein Problem darstellt, waren die Penguins doch bereits neun Spiele ungeschlagen. Über solche Aussagen schüttelte Mastermind Bylsma nur den Kopf, er hatte schon einen konkreten Plan.

Der Kapitän lief nicht wie üblich in der ersten Linie auf, er musste sich vorerst mit einem Platz in der dritten Formation begnügen. Während des Spiels bekam der Center immer wieder neue Kollegen zur Seite gestellt.

„Ich fand mit Fortlauf hinein, mein Timing wurde besser. In der Phase, wo jeder Punkt wichtig und die Intensität höher denn je ist, war ich froh, die Vorlage beizusteuern“, zeigte sich Crosby zufrieden.

„Wir spielen solides Hockey“

Die Penguins prolongierten bei Spitzenreiter der Eastern Conference ihren Feldzug durch die Liga, der Grundstein wurde im Mittel-Drittel gelegt. Zuvor trafen Matt Cooke (PIT) und Carl Hagelin (NYR), ehe ein Doppelschlag durch Evgeni Malkin und erneut Cooke die Gäste auf die Siegerstraße brachte.

Marian Gaborik verkürzte noch vor dem Seitenwechsel, doch Chris Kunitz, nach Vorlage Crosbys, und Pascal Dupuis machten alles klar. „Wir spielen solides Hockey. Um die Rangers noch abzufangen, sind nur Punkte wichtig“, betonte Goalie Marc-Andre Fleury nach dem Spiel. Auf die Frage, ob Pittsburgh das aktuell beste Team sei, wollte der 27-Jährige nicht antworten.

Grabners Treffer ist gegen Flyers zu wenig

Während die Hausherren durch die Ausfälle von Henrik Lundqvist (Grippe), Ryan Callahans (Fuß) und Michael Del Zotto (Hüfte) ersatzgeschwächt antraten, konnten die Penguins nahezu aus dem Vollen schöpfen.

Rang eins fest im Visier

Erst zum fünften Mal in dieser Spielzeit standen Aushängeschild Crosby, Abwehr-Chef Kris Letang und Topscorer Malkin gemeinsam zur Verfügung. „Wir konnten verschiedene Formationen einsetzen, das macht es für den Konkurrenten deutlich schwieriger. Wenn diese Jungs ins Rollen kommen, wäre das positiv für uns.“ Dementsprechend selbstbewusst blickt Bylsma den kommenden Wochen entgegen.

„Wir wollen den ersten Platz in der Division. Das ist unser Ziel. Wir konnten nun zehn Siege einfahren und befinden uns fast auf Augenhöhe mit den Rangers. Wir wollen sie einholen.“ Vier Zähler beträgt der Rückstand des ersten Verfolgers auf die Spitze.

Für die zwei Punkte dahinter rangierenden Flyers gab es in der Nacht auf Freitag ebenfalls Grund zum Jubeln. Bei den NY Islanders siegten die Mannen aus Philadelphia mit 3:2. Zum Leidwesen Grabners.

Grabner trifft und verliert

Zu spät erwachten die Gastgeber aus dem Tiefschlaf. Nach Treffern durch Zac Rinaldo, Claude Giroux und Scott Hartnell mussten die „Isles“ im Schluss-Drittel einen 0:3-Rückstand aufholen. 6:30 Minuten vor der Sirene schöpfte man mit dem 16. Saisontor des Villachers Hoffnung. Nur 35 Sekunden danach legte John Tavares nach, die weiteren Bemühungen blieben unbelohnt.

„Uns fehlte im zweiten Abschnitt etwas Leidenschaft und Energie. Ich weiß nicht, warum. Es ist sehr frustrierend. Wir können den Druck nicht über 60 Minuten aufrechterhalten. Oftmals sind wir für 15 Minuten nicht voll bei der Sache, das kann man sich in der Liga nicht leisten“, gab P.A. Parenteau zu bedenken.

Beim 2:0-Triumph der Carolina Hurricanes über die St. Louis Blues wird Cam Ward zum Matchwinner. Der 28-jährige Schlussmann entschärft unglaubliche 40 Schüsse. Chad LaRose, der nach Assist Nödls das 1:0 erzielte, weiß: „Er ist die Wirbelsäule des Teams“.

Für die Boston Bruins setzte es mit der 2:6-Klatsche bei den Florida Panthers die vierte Niederlage in Serie. Die Toronto Maple Leafs behielten bei den Tampa Bay Lightning die Oberhand.

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