Tampas "Spielverderber" leisten Buffalo Schützenhilfe

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Schützenhilfe aus Florida für Thomas Vanek und seine Sabres.

Denn Washington, Buffalos direkter Konkurrent um das achte und letzte Playoff-Ticket in der Eastern Conference der NHL, hat am Montagabend in Tampa Bay einen schweren Rückschlag erlitten.

Die Capitals gingen nämlich als 2:4-Verlierer vom Eis – und das quasi in letzter Minute.

63 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit schoss Superstar Steven Stamkos die Lightning mit 3:2 in Führung, zwei Sekunden vor Schluss rundete der beste Goalgetter der Liga mit Saisontreffer Nummer 58 seinen gelungenen Abend mit einem Empty-Net-Goal ab.

„Viel zu lustlos“

Naturgemäß ein Schock für das Team aus der Hauptstadt, das in Minute 33 durch Alexander Semin in Führung gegangen war und sich nach einem Doppelschlag von Teddy Purcell und Victor Hedman (beide 38.) durch den 2:2-Ausgleich von Jason Chimera (57.) vermeintlich in die Overtime gekämpft hatte.

Dafür hätte es zumindest einen Zähler gegeben, und in der Situation Washingtons zählt jeder einzelne Punkt. Nach dieser Niederlage halten die Capitals bei zwei Punkten Vorsprung auf die Sabres, haben jedoch nur noch zwei Matches vor sich, während Vanek und Co. noch drei Mal antreten.

Auch der Gewinn der Southeast Division ist bei weiterhin drei Zählern Rückstand auf Florida inzwischen in weite Ferne gerückt.

Entsprechend fassungslos präsentierten sich die Cracks der Capitals nach Spielende. „Vornehm ausgedrückt ist das enttäuschend“, ärgerte sich Troy Brouwer. Karl Alzner monierte: „Wir waren viel zu lustlos.“

„Wir spielen nur noch die Spielverderber“

Für die beiden verbliebenen Partien, das direkte Duell mit Florida und den schweren Gang in den Madison Square Garden zu den New York Rangers, sei es jedoch trotz des Rückschlags nicht schwierig, sich neu zu motivieren.

„Wir kämpfen um unser Playoff-Leben, also wird es nicht schwer, sich wieder aufzurichten. Es zählt sehr viel, zu diesem Zeitpunkt der Saison noch um etwas zu spielen. Man kann jeden Spieler fragen, was der schlimmste Tag überhaupt ist: Am ersten Tag der Playoffs vor dem Fernseher zu sitzen“, gab Chimera Durchhalteparolen aus.

Sicherlich auf der Couch gemütlich machen müssen es sich die Akteure Tampa Bays. Umso mehr genossen sie es, den Capitals ein Bein zu stellen.

„Es ist nett, einen Divisions-Rivalen in einer für sie sehr wichtigen Partie zu besiegen. In unserer Situation spielst du nur noch den Spielverderber“, grinste Stamkos.

Zehntes Quick-Shutout bei wichtigem Kings-Sieg

Eine Rolle, die Edmonton im zweiten Montagsspiel nicht einnehmen konnte. Los Angeles besiegte die Oilers mit 2:0 und fuhr damit zwei ganz wichtige Zähler im heißen Playoff-Kampf der Western Conference ein.

Aktuell führen die Kings (93 Punkte) sogar die Pacific Division an, haben aber weiterhin Phoenix (91), San Jose (90) und Dallas (89), die allesamt eine Partie weniger bestritten haben, im Nacken.

Held des Abends ist Goalie Jonathan Quick, dem 19 Saves zu seinem bereits zehnten Saison-Shutout reichen. Die beiden erlösenden Tore fallen erst im Schlussdrittel durch Slava Voynov (41.) und Dwight King (58.).

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