Vanek droht das Playoff-Aus

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Den New York Rangers fehlt nur mehr ein Sieg

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Die Montreal Canadiesn stehen vor dem Playoff-Aus.

Das Team von Thomas Vanek unterliegt den New York Rangers mit 2:3 nach Verlängerung und liegt in der „best-of-seven“-Serie bereits mit 1:3 in Rückstand.

Der Österreicher erhielt 13:14 Minuten Eiszeit und kam auf zwei Torschüsse, die er beide erst in der Verlängerung abgab.

LAOLA1 fasst die Partie für dich zusammen:

MONTREAL CANADIENS - NEW YORK RANGERS 1:3

SPIEL 4: New York Rangers vs. Montreal Canadiens 3:2 n.V.

Die New York Rangers sind nur mehr einen Sieg vor dem Einzug ins Stanley-Cup-Finale entfernt.

Zu verdanken haben sie das Martin St. Louis, der nach sechs Minuten der Verlängerung für die Erlösung sorgte, indem er Dustin Tokarski aus kurzer Distanz auf der Fanghand-Seite bezwang.

"Genau so versucht er den Puck hundert Mal pro Training zu versenken", so sein Coach Alain Vigneault. "Er will den Puck genau dort haben, es war ein toller Schuss."

Galchenyuk trifft Latte

Zuvor hatten die Canadiens einige gute Möglichkeiten, die Partie für sich zu entscheiden, doch Henrik Lundqvist, der insgesamt 28 Saves verzeichnete, leistete sich keine Fehler.

Im Gegenteil, 3:15 Minuten vor Ende der regulären Spielzeit konnte er einen scharfen Schlenzer aus dem Slot von Alex Galchenyuk an die Latte ablenken und in der Verlängerung behielt er bei einen durch Vanek abgefälschten Schuss die Übersicht.

"Beim Lattenschuss hatte ich ein wenig Glück", gab der Schwede zu. "Ich hab den Puck noch leicht berührt, wusste aber nicht, ob es reichen würde."

Es war Lundqvists 41. Sieg in den Playoffs, wodurch er mit Rangers-Legende Mike Richter gleichzog.

Rangers nehmen zu viele Strafen

Vanek begann in einer Linie mit Rene Bourque und Lars Eller, Coach Michel Therrien stellte jedoch noch währende des ersten Drittels um und tauschte die Center der dritten und vierten Angriffsreihe, sodass der Österreicher wieder mit Daniel Briere in einer Formation stand.

Die Rangers zeigten von Anfang an mehr Initiative übertrieben es aber ab und an mit dem Stockeinsatz, weswegen erst J.T. Miller und gleich darauf Benoit Pouliot für zwei Minuten auf die Strafbank mussten.

Die Canadiens kamen jedoch nicht einmal ins Angriffsdrittel, im Gegenteil, Carl Haegelin wurde auf die Reise geschickt und verwerte allein vor Tokarski zum vielumjubelten 1:0.

Auch danach gaben die Gastgeber den Ton an, Lundqvist musste nur einmal eingreifen, dafür aber richtig. Der Goalie stoppte Brian Giontas Nachschuss aus kürzester Distanz mit dem Schoner.

Tokarski zeigt seine Klasse

Im Mitteldrittel verpasste es St. Louis, auf 2:0 zu erhöhen. Tokarski konnte drei Möglichkeiten des Stürmers innert kürzester Zeit zunichte machen.

Das sollte sich rächen, Francis Boullion schloss einen schnellen Angriff mit einem harten Schuss unter die Latte ab, diesmal war Lundqvist ohne Chance.

Montreal gestaltete das Spiel nun offener, die Rangers kamen aber öfter zum Abschluss als die Gäste. So war es in der 37. Minute erneut St. Louis, der alleine vor Tokarski auftauchte, doch der Goalie konnte mit der Fanghand abwehren.

56 Sekunden vor der zweiten Unterbrechung war es dann aber soweit, Derrick Brassard war auf und davon und ließ Tokarski mit einem harten Schlagschuss ins kurze Eck keine Abwehrmöglichkeit.

Canadiens beenden Powerplay-Durststrecke

Therrien schien jedoch in der Kabine die richtigen Worte gefunden zu haben, die Canadiens drehten jedenfalls in den letzten 20 Minuten auf und kamen durch P.K. Subban zum verdienten Ausgleich.

Der Verteidiger traf per Direktabnahme im Powerplay, womit die Serie von 27 Unterzahl-Spielen ohne Gegentor der Rangers endete. Die Canadiens ihrerseits hatten zuvor 14 Überzahl-Möglichkeiten in Folge ausgelassen.

In weiterer Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem beide Mannschaften die Entscheidung suchten, Galchenyuks Lattenpendler war jedoch sicherlich die größte Möglichkeit.

Montreal mit dem Rücken zur Wand

In der Overtime schwächten sich die Rangers bereits nach 30 Sekunden erneut selbst, Pouliot musste wegen eines dummen Offensiv-Fouls raus. Es war nicht die einzige vermeidbare Strafe der recht undisziplinierten Rangers. Sechs der insgesamt acht Strafen begingen die New Yorker im Angriffsdrittel.

"Das war alleine unsere Schuld", suchte Vigneault die Schuld nicht bei den Schiedsrichtern. "Das waren alles Penaltys, das darf uns nicht passieren."

Doch ein aufopferndes Penalty Killing mit einigen geblockten Schüssen und ein überragender Lundqvist verhinderten den zweiten Overtime-Sieg der Canadiens in Folge. Und so erhielt St. Louis noch einmal die Möglichkeit, seinen privaten Kampf mit Tokarski auszufechten und diesmal blieb der Routinier Sieger.

Für Montreal wird es nun ganz schwer, müssen sie doch drei Spiele in Folge gewinnen, um ins Finale um den Stanley Cup einzuziehen. Erst zweimal in ihrer Geschichte – 2004 gegen Boston und 2010 gegen Washington, konnten die Canadiens einen 1:3-Rückstand wettmachen.

"Die Serie ist noch nicht vorbei", gab sich Montreals Kapitän Gionta kämpferisch. "Wir geben nicht auf. Es ist eine bittere Niederlage aber wir sind noch dabei."

Bereits in der Nacht auf Mittwoch folgt Spiel 5 der Serie.

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