Kings bereits unter Zugzwang, Drama in Anaheim

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Titelverteidiger Los Angeles steht in der ersten Runde der NHL-Playoffs bereits vor dem Aus.

Nach einer 1:2-Niederlage bei den St. Louis Blues in der Nacht auf Freitag liegen die Kings in der Best-of-seven-Serie mit 0:2 zurück.

In einer kuriosen Partie bleibt Detroit in Anaheim mit 5:4 nach Overtime siegreich und gleicht zum 1:1 aus.

Erfolgreich starten die Washington Capitals in die Playoffs, während die Montreal Canadiens überraschend den Ottawa Senators unterliegen.

MONTREAL CANADIENS (29-14-5) - OTTAWA SENATORS (25-17-6)

Montreal Canadiens - Ottawa Senators 2:4 (0:1, 2:0, 0:3) - Serie 0:1

Tore: 0:1 Karlsson (18.), 1:1 Bourque (34.), 2:1 Gallagher (35./PP), 2:2 Silfverberg (44.), 2:3 Methot (46.), 2:4 Latendresse (54.)

Unglaubliche 48 Saves, darunter einige spektakuläre, schafft Goalie Craig Anderson zum Playoff-Auftakt der Senators in Montreal und führt sein Team damit zur überraschenden 1:0-Führung.

Allein im zweiten Drittel geben die Hausherren 27 Schüsse ab - wie die insgesamt 50 neuer Klub-Rekord in den Playoffs.

Die Gastgeber können zwar einen 0:1-Rückstand in ein 2:1 verwandeln, beißen sich danach aber am Penalty-Killing der Senators die Zähne aus. Im Mitteldrittel lässt Montreal gar eine zweiminütige Zwei-Mann-Überzahl aus.

"Wir haben ein gutes Spiel abgeliefert und ein besseres Resultat verdient", so Heim-Coach Michel Therrien nach dem Spiel. "Die Geschichte des Spiels war Anderson. Er war herausragend."

Die Canadiens werden in Spiel 2 auf Center Lars Eller verzichten müssen, der von Ottawas Eric Gryba getroffen wird und sich eine Gehirnerschütterung sowie Brüche im Gesicht zuzieht.


WASHINGTON CAPITALS (27-18-3) - N.Y. RANGERS (26-18-4)

Washington Capitals - New York Rangers 3:1 (0:1, 3:0, 0:0) - Serie 1:0

Tore: 0:1 Hagelin (17.), 1:1 Ovechkin (27./PP), 2:1 Johansson (35.), 3:1 Chimera (36.)

Nach einem nervösen Beginn und drei erfolglos verstrichenen Power-Plays erlöst Alex Ovechkin die Capitals im Mitteldrittel mit dem 31. Playoff-Tor seiner Karriere, einem etwas glücklichen.

Wenig später treffen Marcus Johansson und Jason Chimera innerhalb von 46 Sekunden, die Capitals können trotz eines 0:1-Rückstands über einen Sieg in Spiel 1 jubeln.

Braden Holtby hat mit 35 Saves wohl den größten Anteil am Erfolg.

Die Rangers sehen die Ursache ihrer Niederlage in den für sie ungewöhnlich vielen Strafen: Sechs Power-Plays für den Gegner stellt den Höchstwert dieser Season ein.

"Sie haben genügend Talent da draußen, wir müssen uns einfach von der Box fernhalten", spricht Kapitän Ryan Callahan die Undiszipliniertheit seines Teams an.

Capitals und Rangers treffen bereits zum dritten Jahr in Folge in den Playoffs aufeinander. 2012 setzten sich die Rangers in der zweiten Runde in sieben Spielen durch.


ST. LOUIS BLUES (29-17-2) - LOS ANGELES KINGS (27-16-5)

St. Louis Blues - L.A. Kings 2:1 (0:1, 0:0, 2:0) - Serie 2:0

Tore: 0:1 Brown (10./PP), 1:1 Berglund (44.), 2:1 Jackman (60.)

Im Vorjahr noch einer der Titel-Garanten, könnte Jonathan Quick heuer zum tragischen Playoff-Helden für den (noch) regierenden Champ L.A. Kings werden.

Nach seinem Fehler in der Overtime im ersten Spiel, lässt der Goalie 50,4 Sekunden vor Ende der zweiten Partie einen überraschenden Schuss von Barret Jackman passieren.

"Ich muss den abwehren, ich muss den abwehren", weiß Quick, Gewinner der "Conn Smythe Trophy" 2012. "Zwei Spiele in Folge. Ich muss besser sein."

Sein Gegenüber Brian Elliott überzeugt mit 28 Saves. Die Blues bauen ihre Siegesserie vor heimischem Publikum auf acht aus - jedes Mal kassierten sie nur einen Gegentreffer.


ANAHEIM DUCKS (30-12-6) - DETROIT RED WINGS (24-16-8)

Anaheim Ducks - Detroit Red Wings 4:5 OT (0:2, 1:1, 3:1, 0:1) - Serie 1:1

Tore: 0:1 Abdelkader (1.), 0:2 Brunner (5.), 0:3 Franzen (22./PP), 1:3 Koivu (31./PP), 1:4 Franzen (41./PP), 2:4 Getzlaf (48.), 3:4 Palmieri (53.), 4:4 Ryan (58.), 4:5 Nyquist (62./PP)

Die Red Wings geben in Spiel 2 in Anaheim eine 3:0- bzw. 4:1-Führung aus der Hand, schaffen durch ein Power-Play-Tor von Gustav Nyquist in der Overtime aber doch noch den Ausgleich zum 1:1.

Anaheims Sheldon Souray wird mit einer in der 60. Minute ausgefassten Strafe zum Sündenbock. Gemeinsam mit den Referees, denn die Entscheidung kann durchaus als "harter Pfiff" bezeichnet werden.

"Wir haben gewusst, dass wir in der Overtime wieder härter spielen mussten. Wir wussten, dass die Playoffs auf dem Spiel standen", resümiert Matchwinner Nyquist, der zwei Sekunden vor Ablauf des Power-Plays trifft.

Die Red Wings verlieren Rookie Danny DeKeyser mit einem gebrochenen Daumen.

 

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