Penner schießt Kings in das Stanley-Cup-Finale

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Die Los Angeles Kings stehen im Endspiel um den Stanley Cup. Erstmals seit der Ära Wayne Gretzky.

„The Great One“ führte die Franchise aus dem Bundesstaat Kalifornien 1993 zum Titel der Western Conference, diesmal wurde Dustin Penner zum umjubelten Helden.

Der 29-jährige Left Wing bescherte den „Königlichen“ nach 17:42 Minuten Overtime den 4:3-Triumph in Spiel fünf bei den Phoenix Coyotes.

„Aufregend! Erst wenige Jungs in unserem Team hatten diese Möglichkeit. Genau dafür spielt man“, konnte Kapitän Dustin Brown sein Glück kaum fassen.

Los Angeles gelang damit ein Kunststück, welches zuvor einzig den Calgary Flames 2004 glückte. Sie schalteten die Top-3-Seeds Vancouver, St. Louis und Phoenix aus.

„Sie haben Blut und Wasser geschwitzt“

Sowohl 2003/04 als auch in der Gegenwart wurde Darryl Sutter zum Favoritenschreck. „Ich bin stolz. Es ist das Größte für mich. Sie haben Blut und Wasser geschwitzt, alles für diesen Erfolg getan. Dafür werden sie nun belohnt“, freute sich der 53-jährige Chef-Betreuer.

Von der Bank aus beobachtete er zudem den achten Auswärtserfolg der Playoffs, damit konnte man alle Postseason-Auftritte in der Fremde für sich entscheiden - Rekord! Bis dorthin war es eine wahre Schlacht.

Nach Treffern von Taylor Pyatt (5./PP), Marc-Antoine Pouliot (27.) sowie Keith Yandle (37.) für Phoenix  bzw. Anze Kopitar (12.), Drew Doughty (32.) und Mike Richards (38.) auf Seiten der Gäste ging es mit einem ausgeglichenen Spielstand in das Schluss-Drittel.

Selbiges blieb trotz einer 5-zu-3-Überzahl der Coyotes ebenfalls torlos, die Verlängerung musste eine Entscheidung bringen. Dort hatten zunächst die Hausherren im Powerplay die Möglichkeit ein Spiel sechs zu erzwingen – erfolglos.

„Großartig für das Eishockey

Dennoch betonte Captain Shane Doan unmissverständlich: „Es fühlt sich keineswegs besser an, in Runde drei als in der ersten auszuscheiden. Zum jetzigen Zeitpunkt können wir uns nicht freuen, womöglich in der Zukunft.“ Die Zukunft der Kings könnte glorreich aussehen.

Das häufig unterschätze Team um Topscorer Dustin Brown greift nach dem ersten Stanley Cup in der Klub-Historie. „Wir befinden uns in einer Situation, wo jeder Spieler ausnahmslos die beste Leistung abruft. Wir hatten verschiedene Heroes in all diesen Begegnungen. Das ist eine Art Schneeball-Effekt. Jeder kann bei uns den Unterschied ausmachen“, so der mit 16 Punkten beste Angreifer.

An dem Abend war es eben Penner. Er verdeutlicht die Bedeutung für den Standort Los Angeles: „Es ist großartig für die Stadt, großartig für das Eishockey in Süd-Kalifornien. Wir haben fanatische Fans, nun werden es wohl noch mehr.“

Ab dem 30. Mai kämpfen die „Könige“ um die NHL-Krone. Vorerst beginnt das große Warten auf den nächsten Kontrahenten: Wer komplettiert das Stanley-Cup-Finale - die New York Rangers oder New Jersey Devils (Serie: 2:2)?

Bis dorthin dürfen sich die Nachfolger Gretzkys durchaus etwas feiern lassen. 

Bei Phoenix überwiegt der Frust

Letztlich erlöste Penner die spielbestimmenden Kings, die 51 Versuche auf das Gehäuse von Torhüter Mike Smith abfeuerten. Defender Drew Doughty rang nach den passenden Worten: „Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Wir sind unfassbar glücklich. Wir stehen im Stanley Cup Finale, davon hat jeder Spieler geträumt.“

In Phoenix herrschte unterdessen Katerstimmung, obwohl die Franchise mit ihrer Performance mehr als zufrieden sein darf. Die Conference-Endspiel-Premiere sollte die Cracks nach einigen Tagen milde stimmen, das strich auch Head Coach Dave Tippett hervor.

„Wir sollten zurückblicken und uns in Anbetracht dessen, was geleistet wurde, gut fühlen. Im Roster stehen einige Talente, für die war es eine unglaubliche Erfahrung. Die Frustration wird schon bald der Euphorie auf die kommende Saison weichen.“

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