Canadiens verderben Jets die NHL-Rückkehr

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„Go Jets Go“ - die Fans im MTS Centre zu Winnipeg sorgten mit ihren Sprechchören für Gänsehaut-Stimmung. Es war der Saison-Auftakt der Jets – das erste Spiel seit über 15 Jahren.

„Es ist ein grandioser Tag für diese Stadt, die ganze Nation Kanada und die National Hockey League. Wir sind begeistert wieder hier zu sein“, zeigte sich Liga-Commissioner Gary Bettman hocherfreut.

Für 180 Millionen Dollar übersiedelten die Atlanta Thrashers in die Provinz Manitoba. Die Euphorie war auch dank der Umbenennung in Winnipeg Jets, unter diesem traditionsreichen Namen lief die Franchise bereits von 1972 bis zum vorläufigen Ende 1996 auf, grenzenlos.

Den ersten Dämpfer mussten die Anhänger jedoch bereits in Spiel eins der NHL-Rückkehr verkraften, es setzte ein 1:5-Debakel gegen die Montreal Canadiens.

Price glänzt mit starker Percentage

Vor ausverkaufter Kulisse, welche den Jets wegen des unglaublichen Ansturms auf die Season-Tickets für die kommenden drei Jahre garantiert ist,  kassierte Goalie Ondrej Pavelec schon nach etwas mehr als drei Minuten den ersten Gegentreffer. Michael Cammalleri sorgte für die kalte Dusche.

Die Hausherren fanden zu Beginn nicht zu ihrem Spiel und gaben erst nach 14:33 Minuten den ersten Warnschuss ab. Allerdings behielt Gäste-Schlussmann Carey Price, der mit 30 Saves und 96,8 Prozent gehalten Versuchen glänzte, gegen Nik Antropov die Kontrolle.

Nach 35 Minuten erhöhte Canadiens-Center Tomas Plekanec auf 2:0, mit dem Ergebnis ging es in den Schluss-Abschnitt. Dort konnte zunächst Antropov für ein Jets-Erfolgserlebnis sorgen.

„Wir waren zu schlampig“

„Aus persönlicher Sicht war es großartig, aber es bedeutet eigentlich nichts. Das ist ein Mannschafts-Sport und wir wollten zwei Punkte, deshalb ist es eine Enttäuschung“, gibt der 31-jährige Premieren-Torschütze zu verstehen. Mehr wurde den Anhängern nicht geboten.

Während Price die Stürmer der Jets entnervte, agierten die Vorderleute eiskalt im Abschluss. Yannick Weber, Travis Moen und Max Pacioretty sorgten für klare Verhältnisse. Head Coach Jacques Martin bilanzierte zufrieden: „Wir wollten einen guten Start hinlegen, um die Fans aus dem Spiel zu nehmen. Zudem spielte Carey stark. Eine gute Torhüter-Leistung ist sehr wichtig.“

Die Rückkehrer haderten indes mit der Chancenauswertung, denn nach schwachem Beginn fand man einige Gelegenheiten vor. „Wir waren zu schlampig. Wir haben 40 Minuten gebraucht, um in Fahrt zu kommen. Du musst mental bereit sein, das waren wir nicht“, begründete Kapitän Andrew Ladd.

Nugent-Hopkins darf gleich im ersten NHL-Spiel jubeln

Edmonton sorgt für Überraschung

Trotz der deutlichen Niederlage überwogen die positiven Gefühl, wie Ladd erklärte: „Die Atmosphäre war großartig. Nach der Schluss-Sirene standen die Fans und haben uns unterstützt. Das war wirklich beeindruckend, daran werde ich mich immer erinnern.“ Auf Wiedergutmachung müssen die Jets vier Tage warten, in der Nacht auf Donnerstag gastiert man bei den Chicago Blackhawks.

Für eine Überraschung sorgten die Edmonton Oilers. Der Letzte des Vorjahres konnte sich gegen die Pittsburgh Penguins mit 2:1 nach Shootout durchsetzen.  First-Overall-Pick Ryan Nugent-Hopkins und Devan Dubnyk, der gegenüber Oldie Nikolai Khabibulin (38 Jahre) den Vorzug erhielt, wussten dabei zu überzeugen.

Letzterer musste zwar bereits nach 3:13 einen Schuss von Kris Letang im Powerplay passieren lassen, hielt jedoch fortan den Kasten sauber. Dank 33 Saves wurde er gar zum „Star des Abends“ gewählt.

Premieren-Treffer beim NHL-Debüt

„Er war großartig, sah solide aus und lieferte eine anständige Leistung. Ich denke, er hat den Puck gut gefangen. Starkes erstes Spiel“, lobt Oilers-Betreuer Tom Renney den 25-Jährigen. Den Erfolg möglich machte Nugent-Hopkins, seines Zeichens die Nummer eins des Drafts 2011.

Beim NHL-Debüt verbuchte der 18-jährige Center nach 55:05 Minuten gleich den ersten Treffer. Eine Co-Produktion der Jungstars - Tayler Hall, First-Overall-Pick des Vorjahres, lieferte den Pass – rettete die Oilers in die Overtime. „Ich war wirklich aufgeregt. Es fühlt sich toll an, aber mit dem Sieg bin ich noch glücklicher“, konnte der Kanadier sein Glück kaum in Worte fassen.

Nach torloser Verlängerung brachte das Penaltyschießen die Entscheidung. Während James Neal für die Penguins, die ohne ihre Superstars Evgeni Malkin (Unterkörper-Verletzung) sowie Sidney Crosby (Gehirnerschütterung), traf, sorgten Jordan Eberle und Ales Hemsky für den siegreichen Auftakt Edmontons.

Auch Pittsburgh darf zufrieden sein, nach drei Spielen stehen fünf von sechs möglichen Punkten zu Buche.

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