Flyers crashen die Bruins-Party

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Philadelphia überrascht beim Stanley-Cup-Champ

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Die NHL-Saison startete mit einem Paukenschlag. Stanley-Cup-Champion Boston kassierte zum Start eine 1:2-Pleite gegen die Philadelphia Flyers.

Wenig besser erging es Vorjahres-Finalist Vancouver. Die Pittsburgh Penguins zwangen die Canucks mit 4:3 nach Shootout in die Knie.

Im TD Garden zu Boston zelebrierte man 40 Minuten vor Spielbeginn nochmals den großen Triumph. Jeder siegreiche Crack erhielt Standing Ovations, zudem wurde der Championship-Banner auf das Hallen-Dach gezogen. Gänsehaut-Atmosphäre pur.

Doch die Flyers, bei denen Andreas Nödl nach Leistenbeschwerden in der Pre-Season 11:16 Minuten Eiszeit erhielt, sollten zum Party-Crasher avancieren, dabei gelang den Hausherren ein Auftakt nach Maß.

Jagr assistiert bei NHL-Rückkehr

Bereits nach 9:42 Minuten brandete Jubel auf. Brad Marchand ließ Goalie-Neuzugang Ilya Bryzgalov nach Pass von Jungstar Tyler Seguin im Powerplay mit einem Blue-Line-Schuss keine Chance. Fortan bestimmten die Gäste das Geschehen, dies wirkte sich auf dem Scoreboard aus.

Claude Giroux gelang 50 Sekunden vor der Pausen-Sirene auch in Überzahl der Ausgleich. Das Zuspiel dazu leistete Legende Jaromir Jagr, der sich mit 39 Jahren noch einmal in der NHL beweisen möchte.

Dem nicht genug, gelang Jakub Voracek bei drei Sekunden auf der Uhr die Führung. Der Tscheche soll mithelfen, die Lücke, welche Mike Richards (Los Angeles) und Jeff Carter (Columbus) hinterließen, zu schließen. Dies glückte zumindest in diesem Spiel.

„Ein Schlag ins Gesicht“

„Das erste Drittel gehörte größtenteils uns, doch diese beiden Tore haben geschmerzt. Danach haben wir keinen Weg gefunden, das Spiel zu drehen“, kannte Patrice Bergeron den Knackpunkt. Weshalb die Bruins nicht mehr zurückkamen, lag vor allem an vier ungenützten Überzahl-Möglichkeiten.

Das Problem des Vorjahres fand eine Fortsetzung. „Natürlich wünschte ich mir einen Sieg, aber einige Dinge spiegelten unser Spiel wieder. Wir hatten gute Chancen, starke Aktionen, aber konnten diese nicht verwerten“, gab Bruins-Coach Claude Julien zu verstehen.

Malkin bezwingt Canucks-Goalie Luongo und sorgt für erfolgreichen Auftakt

Für die Gäste aus Philadelphia stellte besonders die Zeremonie im Vorfeld einen Motivations-Schub dar. „Gleich das erste Spiel der Saison hier zu bestreiten und anzusehen, wie der Banner aufgehängt wird, ist ein Schlag ins Gesicht. Jeder Spieler wollte diesen Erfolg“, erklärte Right Wing Giroux nach dem Spiel.

Pens ringen Canucks nieder

Eine verpatzte Heim-Premiere setzte es auch für Vancouver. Nach der Enttäuschung des verlorenen Stanley-Cup-Endspiels wollten die  Canucks ihre Anhänger entschädigen, doch Pittsburgh hatte etwas dagegen.

Die Penguins zogen durch Powerplay-Treffer von James Neal und Matt Cooke mit 2:0 davon. Maxim Lapierre konnte jedoch noch im ersten Abschnitt verkürzen. Nach drei Minuten des Mittel-Drittels schockte Cooke die Hausherren mit einem Shorthander. Für den 33-Jährigen war es Spiel eins nach der am 20. März verhängten Saison-Sperre.

„Ich hatte unglaubliche Unterstützung von meiner Familie, den Team-Kollegen sowie der gesamten Organisation. Es war eine harte Zeit für mich“, dankte der Doppelpack-Schütze seinen Vertrauten.

Toronto feiert einzigen Heimsieg

Der Anschluss-Treffer durch Keith Ballard nach 38 Minuten beflügelte die Canucks. Wie im Vorjahr kam die Offensiv-Maschinerie ins Rollen, Daniel Sedin brachte die Hausherren in die Overtime. Dort rettete Pens-Goalie Marc Andre-Fleury vor dem „Sudden-Death“. Mit zwei parierten Penalties wurde der 26-Jährige letztlich zum Matchwinner. Sein Gegenüber Roberto Luongo musste die Versuche von Kris Letang und Evgeni Malkin, der nach Kreuzbandriss sein Pflichtspiel-Comeback feierte, passieren lassen.

„Er hatte großartige Aktionen und zeigte, welche Klasse er hat. Auch seine Saves im Shootout waren extrem stark“, lobte Head Coach Dan Bylsma den Schlussmann. Nicht dabei beim 4:3-Triumph war Sidney Crosby. Nach der Gehirnerschütterung im Januar steht der Superstar im Training, aber noch ohne Körper-Kontakt.

Während Vancouver und Boston vor heimischer Kulisse patzten, boten die Toronto Maple Leafs ihren Fans einen erfolgreichen Start. Die Montreal Canadiens wurden mit 2:0 besiegt, die Treffer erzielten Neuzugang Matthew Lombardi und Kapitän Dion Phaneuf.

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