Bilderbuch-Comeback von Raffl

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Raffl feiert Bilderbuch-Comeback

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Er kam, sah und siegte.

Seit 20. Jänner hatte Michael Raffl aufgrund einer Lungenentzündung pausieren müssen. Nun feierte er nach sieben Spielen beim 2:1 der Philadelphia Flyers gegen die Buffalo Sabres ein Bilderbuch-Comeback.

Sieben Minuten vor Schluss umkurvte der Villacher von hinten das Tor und überraschte Sabres-Goalie Michal Neuvirth mit einem Schuss ins kurze Eck. Dem Schlussmann rutschte der Puck unter den Schonern durch. Raffl schoss seine Flyers damit zu einem wichtigen 2:1-Sieg beim Letzten der NHL.

„Michael Del Zott hat den Spielzug am Leben erhalten und über Ryan White kam ich direkt hinter dem Tor an den Puck. Ich glaube, der Tormann wusste nicht so recht, was los war und deswegen habe ich einfach versucht, ihn reinzuhauen und das hat funktioniert“, kommentierte der 26-Jährige seinen spielentscheidenden Treffer.

Raffl in der dritten Linie

Davor hatte Matt Read (4.) die Flyers bereits früh in Führung gebracht, doch Nikita Zadarov (34.) war am kältesten Tag in Buffalo seit Jänner 1994 zwischenzeitlich der Ausgleich gelungen.

Nach seiner fast einmonatigen Pause kehrte Raffl als Teil der dritten Linie zurück ins Line-Up. Als Center durfte er gemeinsam mit Ryan White und R.J. Umberger ran. "Das erste Drittel war hart", gab Österreichs NHL-Legionär nach dem Ende seiner Verletzungspause zu. „Meine Mitspieler haben mich aber sehr unterstützt, das hat geholfen.“

Insgesamt absolvierte Raffl 11:35 Minuten auf dem Eis. Drei Schüsse brachte er auf das gegnerische Tor. Von den 56 Saisonspielen der Flyers hat er aufgrund von Verletzungsproblemen nur 41 bestritten. In diesen erzielte er bis dato 13 Tore und bereitete drei weitere vor.

Flyers im Playoff-Rennen

Die erste Linie, in der der Kärntner in dieser Saison bereits zum Einsatz kam, wurde weiterhin von Claude Giroux, Brayden Schenn und Jake Voracek gebildet. „Einen der Flügel mit Raffl statt Schenn zu besetzen würde das Problem, das ich sehe, nicht lösen. Ich will, dass es die erste Linie auch so auf die Reihe kriegt“, hatte Flyers-Coach Graig Berube vor dem Spiel noch gesagt. Seinen österreichischen Rückkehrer bezeichnete er dennoch als „wichtigen Spieler“.

Mit dem Sieg in Buffalo fuhren die Flyers im neunten Spiel in Folge zumindest einen Punkt ein. Auf einen Wildcard-Playoff-Platz, den momentan die Boston Bruins einnehmen, fehlen ihnen fünf Zähler.

Raffl und Co. sind also dicht dran. „Das haben wir schon die letzten Monaten immer geglaubt. Wir müssen dran bleiben und nach einem Sieg weitere einfahren. Dann werden wir sehen, was passiert.“

Blues gewinnen

Unterdessen setzten sich die St. Louis Blues mit einem 2:1-Shootout-Sieg bei den Florida Panthers an die 2. Stelle der NHL Western Conference.

Schwartz (32.) schoss die Blues in Führung, Bjugstad (59.) gelang der Ausgleich. Blues-Goalie Brian Elliott parierte 40 Schüsse auf sein Tor.

Anaheim rutschte mit einer 3:5-Niederlage gegen Washington in der Tabelle hinter die Blues zurück.

Capitals-Superstar Alex Ovechkin schnürte einen Doppelpack und übernahm mit 36 Treffern die Führung in der NHL-Schützenliste.

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