"Will den Stanley Cup gewinnen"

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Vanek und Grabner hoffen auf Playoff-Rückkehr

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Mit genau 100 Tagen Verspätung startet am Samstag die nordamerikanische Eishockey-Liga NHL in ihre wegen des "Lockout" verkürzte Saison.

Die zwei österreichischen Stürmer Thomas Vanek (Buffalo Sabres) und Michael Grabner (New York Islanders) haben mit ihren Clubs dasselbe Etappen-Ziel: Das Play-off, das sie im vergangenen Jahr verpasst haben. Bei Andreas Nödl ist offen, ob er am Wochenende in der NHL in die Saison startet.

Nödl auf der Waiver-Liste

Die Carolina Hurricanes haben den 25-jährigen Wiener auf die Transferliste (waiver list) gesetzt. Nödl konnte bis Donnerstagmittag Ortszeit (18.00 MEZ) von einem anderen NHL-Club engagiert werden. Falls nicht, muss er ins Farmteam Charlotte Checkers (American Hockey League).

In der AHL spielt auch Thomas Pöck, der mit einem Zweiwegvertrag bei den Lake Erie Monsters engagiert ist. Der Kärntner Verteidiger hoffte vergeblich auf eine Einladung ins Trainingscamp des NHL-Clubs Colorado Avalanche, könnte aber im Laufe der Saison nach Denver beordert werden.

Die Liga startet unter ungewöhnlichen Voraussetzungen. Gespielt wird nur innerhalb der Conference, die Teams der Eastern Conference ersparen sich damit Reisen an die Westküste und umgekehrt. Ohne ein einziges Testspiel und mit nur einer Woche Vorbereitung geht es in ein dichtes Programm mit jeweils 48 Spielen im 99 Tage dauernden Grunddurchgang.

"Will den Stanley Cup holen"

Eine längere Schwächephase kann schnell einen Platz im Play-off (ab 30. April) kosten. "Die kurze Saison wird zu einer echten Kraftprobe. Man darf sich keine Ausrutscher leisten, muss mental immer auf der Höhe sein. Am wichtigsten wird aber sein, welches Team es schafft, gesund zu bleiben", meinte Vanek auf seiner Homepage.

Die Sabres haben vor der Saison 2011/12 kräftig investiert, das Play-off dennoch verpasst. Das soll heuer nicht passieren.

"Die Ziele für diese Saison sind die gleichen wie immer, ich möchte den Stanley Cup holen. Aber man muss auch so realistisch sein zu sagen, dass man zuerst einmal die Play-offs schaffen muss. Man hat ja letztes Jahr gesehen, was da alles passieren kann", sprach Vanek die Los Angeles Kings an, die als Nummer acht gerade noch ins Play-off gerutscht waren, dann aber den Stanley Cup gewannen.

"Für die Fans wird es, glaube ich, auf jeden Fall eine unglaubliche Saison. Nur Spiele gegen die eigene Conference, da zählt jeder Punkt", erklärte Vanek.

Vanek muss auf Roy verzichten

Buffalo hat sich im Sommer entschieden, trotz der Enttäuschung auf große Transfers zu verzichten. Vanek muss sich allerdings auf einen neuen Center einstellen.

Sein langjähriger Sturmpartner Derek Roy wurde nach Dallas abgegeben. Im Gegenzug kam Steve Ott, der mit dem ebenfalls verpflichteten Hünen John Scott für mehr Präsenz und Härte sorgen wird. Vanek und Jason Pominville werden daher Cody Hodgson flankieren. Der 23-Jährige war im Februar aus Vancouver geholt worden, hat im Frühjahr die Erwartungen aber nicht erfüllen können.

Nun hofft Buffalo, dass Hodgson als Center der ersten Linie den Durchbruch schafft. Vanek hat in der vergangenen Saison schon mit Hodgson zusammengespielt. "Ich bin froh, dass ich wieder mit ihm spiele", sagte der Steirer.

Fan-Ansturm in Buffalo

Vanek, der am Tag des Saisonstarts (19. Jänner) seinen 29. Geburtstag feiert, ist jedenfalls froh, dass endlich wieder gespielt wird.

"Ich kann es nicht mehr erwarten, dass es endlich richtig los geht", erklärte er. So geht es offenbar auch den Fans in Buffalo.

Am ersten Tag des Ticketverkaufs für Abo-Besitzer verbuchten die Sabres mit 31.213 verkauften Tickets einen Rekord. Zum ersten Training mit einem internen Match füllten über 10.000 Fans das FN Center.

Grabner will an Rookie-Jahr anschließen

Auch Grabner muss sich auf einen neuen Partner einstellen. Frans Nielsen ist unverändert sein Center, anstelle des in die erste Linie aufgerückten Kyle Okposo wird nun Brad Boyes in der zweiten Linie stürmen.

Grabner hofft in seiner dritten vollen NHL-Saison, dass er an sein Rookie-Jahr mit 34 Toren anschließen kann. In der vergangenen Saison erzielte der 25-jährige Kärntner 20 Treffer.

"Ich will dorthin zurück, wie ich im ersten Jahr gespielt habe", sagte Grabner, der so wie Vanek und Nödl während des Arbeitsstreits in der österreichischen Liga spielte.

Islanders nur Außenseiter

"Es war gut, eine andere Art des Trainings und daher nicht langweilig. Einige Spiele zu haben war gut. Ich hoffe, es hilft mir", erklärte der Villacher, der nun den Islanders helfen will, erstmals seit 2007 wieder das Play-off zu erreichen.

Allerdings gelten die Islanders in der starken Atlantic Division als Außenseiter. Dort spielen mit den Pittsburgh Penguins und den aufgerüsteten New York Rangers zwei Topfavoriten, dazu kommen die stets hoch eingeschätzten Philadelphia Flyers und Vorjahresfinalist New Jersey Devils.

Pittsburgh kann erstmals wieder auf einen fitten Sidney Crosby setzen. Der kanadische Superstar hatte in den vergangenen zwei Saisonen wegen Nachwirkungen einer Gehirnerschütterung nur wenig spielen können, wird nun aber wieder mit Scorerkönig Evgeni Malkin eine herausragende Offensive anführen.

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