Lightning behalten ihr Gesicht

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Tampa Bay Lightning binden ihren Superstar

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Die Spekulationen haben ein Ende. Steven Stamkos hält Tampa Bay weiterhin die Treue.

Der 21-Jährige verlängert seinen Kontrakt mit den Lightning um weitere fünf Jahre und soll dafür 37,5 Millionen Dollar kassieren.

„Ich habe mir darüber nie Gedanken gemacht, obwohl es länger dauerte. Eine andere Franchise war zu keinem Zeitpunkt ein Thema“, entgegnet der Kanadier allen Wechsel-Gerüchten.

Damit hat General Manager Steve Yzerman die wichtigste Personalie geklärt.

Noch nicht den Zenit erreicht

Stamkos, seines Zeichens First-Overall-Pick des NHL-Drafts 2008, erfüllte schon in der zweiten Saison 2009/10 die Erwartungen. Damals verbuchte er 95 Scorerpunkte und war mit 51 Toren neben Sidney Crosby gefährlichster Angreifer.

Auch vergangene Spielzeit wusste der Center zu überzeugen und übertraf erneut die 90er-Marke. In 82 Begegnungen des Grunddurchgangs brachte er es auf 91 Zähler. Bis zum Playoff-Ausscheiden im Conference-Endspiel gegen den späteren Stanley-Cup-Champion Boston steuerte er weitere 13 bei.

Trotz dieser hervorragenden Vorstellungen scheint der Zenit noch lange nicht erreicht, davon ist auch GM Yzerman überzeugt.

Keine Panik bei den Lightning

„Er spielt seit drei Jahren in der Liga und hat die besten noch vor sich. Er musste sich in den Playoffs mit vielen Verletzungen herumschlagen. Seine Entwicklung ist noch nicht beendet, er wird sich weiter verbessern“, freut sich die einstige Detroit-Legende über den Vertrags-Abschluss.

Ein Wettbieten um den begehrtesten Restricted Free Agent wurde erfolgreich verhindert. „Darauf waren wir vorbereitet. Wir hatten das Recht jede Offerte zu matchen, wir gerieten nicht in Panik.“

Warum sich die Verhandlungen dennoch so in die Länge zogen, begründet Yzerman wie folgt: „Beide Seiten mussten Kompromisse eingehen, das dauert einfach seine Zeit.

 Playoffs verzögerten den Abschluss

Auch das späte Saisonende verzögerte den Vollzug. „Nach den langen Playoffs mit der Teilnahme am Conference-Final hat sich alles nach hinten verschoben, daher entwickelten sich Spekulationen über meinen Verbleib. Dennoch war klar, es wird eine weitere Zusammenarbeit geben.“

Stamkos bleibt das Gesicht der Franchise

Die Gerüchteküche brodelte in den vergangenen Wochen gewaltig, ein Wechsel schien zuletzt in den Medien nicht ausgeschlossen. Stamkos nahm es mit Humor, wie er im Rahmen einer Pressekonferenz erklärte.

„Ein Foto von mir im Jersey der Toronto Maple Leafs kursierte, manche Fans dachten es wäre echt. Mein Kopf wurde einfach auf den Körper von Phil Kessel gesetzt, darüber musste ich lachen.“

Gesicht der Franchise bleibt erhalten

Nach der Unterzeichnung des neuen Kontrakts findet sich der Jungstar in den aktuellen Top-Ten der NHL-Gehaltsliste wieder. Im Aufgebot der Lightning rangiert er hinter Kapitän Vincent Lecavalier auf Rang zwei.

„Ich bin glücklich ein Teil des Teams zu bleiben. Wir haben einen starken Kern, der in einigen Jahre um den Stanley Cup mitspielen kann. Das ist eine Message“, glaubt Stamkos an das Potenzial.

Die Lightning binden somit einen Key-Player und das "Gesicht der Franchise" langfristig, Yzerman zeigt sich zufrieden: „Wir haben über viele Laufzeiten nachgedacht. Fünf Jahre sind lange, da kann einiges passieren.“

Devils präsentieren neuen Coach

Eine entscheidende Position konnte auch New Jersey bekleiden, nämlich die des Chef-Betreuers. In der Saison 2011/12 wird Peter DeBoer hinter der Bande stehen. Der 43-Jährige coachte zuletzt drei Jahre die Florida Panthers, allerdings mit überschaubarem Erfolg.

Unter seiner Regentschaft bleiben die Cracks aus dem „Sunshine State“ ohne Playoff-Teilnahme, im Vorjahr landete man gar auf dem letzten Platz der Eastern Conference. Wenig besser erging es den Devils, auch sie verpassten zuletzt deutlich die Postseason.

Dies soll sich künftig wieder ändern. „Wir wollen zurück in die Playoffs. Das ist eine Organisation mit großer Tradition und Erfolgen, ich bin aufgeregt ob dieser Möglichkeit“, freut sich der Kanadier auf seine neue Herausforderung.

„Ein außergewöhnlicher Trainer“

Nach der Bekanntgabe des Head Coaches soll auch die Zurückhaltung auf dem Free-Agent-Markt der Vergangenheit angehören. Bislang haben sich die Devils lediglich mit Cam Janssen, einem Reservisten von den St. Louis Blues, verstärkt.

„Der Zeitpunkt, um die Ärmel hochzukrempeln und Spieler zu verpflichten, ist gekommen“, gibt GM Lou Lamoriello zu verstehen. Von den Qualitäten des neuen Mannes auf der Kommandobrücke ist er überzeugt.

„Ich kenne Peter bereits aus dem Junioren-Bereich und habe ihn während seiner Zeit in Florida stets beobachtet. Meines Erachtens ist er ein außergewöhnlicher Betreuer.“

Christoph Köckeis

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