Top-Torjäger und ein Brüderpaar

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Die Capitals um Ovechkin gelten als Geheimfavorit

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Am Samstag startet die NHL in ihre 96. Saison.

Zwar umfasst die regular Season aufgrund des Lockouts nur 48 Spiele pro Mannschaft, dennoch sollte die beste Eishockey-Liga der Welt für genügend Spannung und Unterhaltung sorgen. Doch wer zählt zu den Favoriten? Wer hat sich am besten verstärkt? Und welches Team wird es diese Saison schwer haben?

LAOLA1 checkt in einer sechsteiligen Serie die jeweiligen Divisions. Die Southeast Division wartet mit den Florida Panthers, Washington Capitals, Tampa Bay Lightning, Winnipeg Jets und Carolina Hurricanes auf.

Last Season

Die Southeast Division war vergangene Saison mit einem Durchschnitt von 87,2 Punkten, die schwächste von allen. Zum Vergleich, die Atlantic als Beste erspielte sich 100,2 Punkte. Zudem beherbergt die „Southeast“ mit den Carolina Hurricanes, Tampa Bay Lightning und den Winnipeg Jets drei von fünf Teams, welche die meisten Gegentreffer in der Regular Season erhalten haben.

Die Florida Panthers waren der Überraschungssieger der letztjährigen Southeast Division. Zwar gewann das Team aus dem Sonnenstaat diese mit nur 94 Punkten, was zugleich der niedrigste Wert aller Division-Sieger war, dennoch ist das Team der Panthers nicht mit jenen Stars gespickt, wie zum Vergleich der Kontrahent aus Washington.

Die Capitals, um Superstar Alexander Ovechkin, gelten seit jeher als Geheimfavorit für den Stanley-Cup und schieden vergangene Saison erst nach einem erbitterten Kampf in den Conference-Semifinals gegen die New York Rangers mit 3:4 in der Serie aus.

Dritter, und dies mit doch acht Punkten Rückstand auf den zweitplatzierten, waren die Tampa Bay Lightning. Die Glanzzeiten der „Bolts“ liegen mit dem Stanley-Cup-Gewinn 2003/2004 doch schon einige Zeit zurück, jedoch hatten sie mit Steven Stamkos den Gewinner der Maurice Richard Trophy (bester Torschütze der Regular Season – 60 Treffer in 82 Spielen) in ihren Reihen.

Der NHL-Neuling, Winnipeg Jets, hat in seiner ersten Saison nach der Rückkehr, ein beachtliches, aber nicht berauschendes Jahr gespielt und wurde Vierter. Letzter in der Southeast Division wurden die Carolina Hurricanes mit Andreas Nödl (48 Spiele, drei Tore, vier Assists).

Offseason

Da bei den „Bolts“ das Motto vorne hui und hinten pfui galt, lag das Hauptaugenmerk der Trade-Zeit auf der Stärkung der Verteidigung – unter anderem wurde von den Vancouver Canucks Sami Salo (761 Spiele - 305 Punkte) verpflichtet.

Bei den Carolina Hurricanes sind die Staal-Brüder wiedervereint. Der Jüngere, Jordan, folgt seinem Bruder und versucht den Ruf des Familiennamens würdig zu vertreten. Zudem wurde Alexander Semin von Division-Konkurrent Washington Capitals verpflichtet. Der Wiener Andreas Nödl wurde vor die Tür gesetzt und musste sich auf der Waiver-List einreihen.

Der Hauptstadt Klub, Washington, geht mit Adam Oates als neuen Head-Coach in die kommende Spielzeit. Weiters wurde mit Mike Ribeiro von den Dallas Stars ein klassischer Center verpflichtet.

Heißer Kampf um die Playoffs

Gespannt darf man auch auf die zweite Saison der Winnipeg Jets sein. Die Kanadier glänzen zwar nicht mit großen Namen, jedoch die Kombination mit Blake Wheeler, Olli Jokinen und Evander Kane hat durchaus Potential. Die Truppe aus Manitoba wird für den Playoff-Kampf eine schlagkräftige Mannschaft stellen.

Die Hurricanes aus Carolina haben die Chance die positive Division-Überraschung zu werden. Im östlichen US-amerikanischen Bundesstaat gilt das Motto, zwei Staals sind besser als einer. Zudem haben die „Wirbelwinde“ mit Ryan Murphy einen First-Round-Pick und mit Justin Faulk einen der All-Star-Rookies der vergangen Spielzeit in ihren Reihen.

Ob die Florida Panthers nochmals die Division gewinnen und die Playoffs erreichen, darf bezweifelt werden. Zu gut hat sich die Konkurrenz verstärkt. Andererseits hat mit den Panthers vergangenes Jahr auch niemand gerechnet.

 

Alexander Planasch

Jokinen bringt Erfahrung

Die jüngste NHL-Franchise, die Winnipeg Jets, will in ihrer zweiten Saison ein Wörtchen um das Playoff-Rennen mitreden und holten mit Olli Jokinen von den Calgary Flames einen wahren NHL-Veteranen. Der Finne hält in 1042 Spielen bei 683 Punkten. Seine Erfahrung wird den Kanadiern mit Sicherheit weiterhelfen.

Die Florida Panthers fielen mit dem Verlust von Verteidiger Jason Garrison an die Vancouver Canucks auf. Ihre Neu-Verpflichtungen würden bei anderen Vereinen in die Kategorie „Kadertiefe“ fallen.  

This Season

In der Southeast stellen sich zwei zentrale Fragen: Sind die Washington Capitals weiterhin nur von Alexander Ovechkin abhängig und erhält Steven Stamkos eine bessere Verteidigung?

Die Capitals haben einen größeren Kader-Umbruch hinter sich und daher wird viel vom Saison-Start abhängen. Wenn Oates es von Beginn weg schafft, eine schlagkräftige Truppe auf das Eis zu schicken, ist Washington für eine Überraschung gut. Ansonsten wird es wie immer für die Playoffs zwar reichen, aber der Traum von „Lord Stanley“ muss weitergeträumt werden.

Die Tampa Bay Lightning haben sich gut verstärkt. Mit Sami Salo werden die „Bolts“ eine Freude haben. Zudem begrüßen die Anhänger des Sonnenstaat-Klubs das schwedische Tormann-Talent Anders Lindback von den Nashville Predators.

Platz Team Siege Niederlagen OT-Niederlagen Punkte Playoff
1 Florida 38 26 18 94 Ja
2 Washington 42 32 8 92 Ja
3 Tampa Bay 38 36 8 84 Nein
4 Winnipeg 37 35 10 84 Nein
5 Carolina 33 33 16 82 Nein
So tippt LAOLA1 Santner Rauch Planasch Nemetz
Florida 4 4 5 4
Washington 1 1 2 2
Tampa Bay 2 3 1 3
Winnipeg 5 5 3 5
Carolina 3 2 4 1
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