Shane Doan hielt den Coyotes die Treue

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Am Samstag startet die NHL in ihre 96. Saison.

Zwar umfasst die regular Season aufgrund des Lockouts nur 48 Spiele pro Mannschaft, dennoch sollte die beste Eishockey-Liga der Welt für genügend Spannung und Unterhaltung sorgen. Doch wer zählt zu den Favoriten? Wer hat sich am besten verstärkt? Und welches Team wird es diese Saison schwer haben?

LAOLA1 checkt in einer sechsteiligen Serie die jeweiligen Divisions. In der Pacific Division spielen neben Stanley-Cup-Sieger Los Angeles Kings, die San Jose Sharks, Phoenix Coyotes, Dallas Stars und die Anaheim Ducks.

Last Season

Die Pacific Division war die Überraschung der letzten NHL-Saison.

Denn mit den Phoenix Coyotes, Dritter der Western-Conference, und den Los Angeles Kings, Achter der Western-Conference, haben zwei Teams derselben Division der Spielzeit 2011/2012 ihren Stempel aufgedrückt. 

Für die Kojoten aus Arizona war die vergangene Saison überhaupt die beste seit Bestehen. Ein Garant ihres Erfolges war unter anderem Torhüter Mike Smith, der mit einer Fangquote von 93 Prozent zu überzeugen wusste. Zudem stellten die Coyotes die fünft-beste Verteidigung der Regular Season. Der Erfolgslauf in den Playoffs, wurde erst in den Conference-Finals durch den späteren Gewinner des Stanley Cups gestoppt.

Kings verblüfften die Hockey-Welt

Die Los Angeles Kings gehören zu den Überraschungssiegern der NHL-Geschichte. Zwar galt das Team der Kalifornier schon vor der Saison als ein gutes, dass es jedoch wirklich bis für ganz oben reicht, haben nicht einmal die kühnsten Optimisten vermutet.

Die Hollywood-Truppe gewann ihren ersten Stanley Cup dank eines überragenden Torhüters Jonathan Quick. Der 26-Jährige hatte nach der Regular Season eine Fangquote von 92,9-Prozent und schraubte diese in den Playoffs auf meisterwürdige 94,6-Prozent hoch. Bei einem solchen Rückhalt ist es auch fast nebensächlich, dass die Kings-Offensive die zweitschlechteste der Liga war.

Bei diesen Erfolgsgeschichten geht fast der zweite Platz der Pacific Division, die San Jose Sharks, unter. Vierter wurden die Dallas Stars und den letzten Platz belegten die Anaheim Ducks mit KAC-Lockoutspieler Andrew Cogliano.

Offseason

Die Dallas Stars haben sich mit Jaromir Jagr von den Philadelphia Flyers, Ray Whitney von den Phoenix Coyotes und Derek Roy von den Buffalo Sabres, von den Namen und Statistiken her betrachtet, spektakulär für die Offensive verstärkt.

Beim Titelverteidiger aus Los Angeles gilt das Motto „Never change a winning team“. Zugänge werden ebenso gesucht, wie Abgänge. Einzig Ethan Moreau, der in der Lockout-Saison 2004/2005 seine Schnürsenkel beim VSV zugebunden hat, geht in Hockey-Pension.

Titelverteidigung fraglich

Bei den Los Angeles Kings kommt heuer die Meister-Last hinzu, denn jedes Team will gegen den regierenden Meister gewinnen. Zwar wurde der kalifornische Verein letztes Jahr nicht unterschätzt, aber heuer werden sie es dennoch schwerer haben, um ganz oben mitzuspielen. Das Team um Goalie Quick und den Stürmern Dustin Brown und Anze Kopitar hat durchaus das Zeug für weitere gute Playoffs, für die Titelverteidigung wird es wohl eher nicht reichen.

Phoenix galt lange Zeit wegen mangelndem Zuschauerinteresses als heißer Ortswechsel-Kandidat. Im Herbst 2012 wurde jedoch mit Greg Jamison ein Käufer gefunden, der sich das Ziel setzt, Phoenix in eine Hockey-Town zu verwandeln. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg, aber immerhin konnte dadurch Kapitän Shane Doan längerfristig an die Franchise gebunden werden.

Die Anaheim Ducks, immerhin Stanley-Cup-Sieger von 2006/2007, werden auch die Playoffs 2013 vor dem Bildschirm verbringen müssen. Koivus und Selännes Zeiten sind vorüber und somit sind ein Ryan Getzlaf, Bobby Ryan und Corey Perry zu wenig, um die anderen Division-Gegner ernsthaft zu gefährden.

 

Alexander Planasch

Die San Jose Sharks wollen diese Saison nicht nur ihren Division-Erfolg wiederholen, sondern in den Playoffs ein Wörtchen mitreden. Daher behielten sie ihren sehr guten Kader und holten mit Brad Stuart von den Detroit Red Wings nur eine punktuelle Verstärkung für die Verteidigung.

Die Anaheim Ducks setzen auf altbewährtes im wahrsten Sinne des Wortes und gehen um die Alt-Stars Saku Koivu und Teemu Selänne in die Saison. Einzig mit Verteidiger Sheldon Souray wurde ein Raubein verpflichtet, der in über 700 NHL-Partien mehr als 1000 Strafminuten ausgefasst hat.

Bei Phoenix muss der Abgang von Ray Whitney erst einmal verkraftet werden. Der mittlerweile 40-Jährige war vergangene Spielzeit mit 77 Punkten in 82 Spielen der beste Kojote. Ob dieses Loch ein Steve Sullivan (kam von Pittsburgh Penguins) oder ein Nick Johnson (kam von Minnesota Wild) zu schließen wissen, darf derzeit noch bezweifelt werden.

This Season

Den Sharks ist eine gute Saison mit einem Playoff-Platz durchaus zuzutrauen. Von der Kader-Qualität, gibt es nicht viele Franchises in der NHL, die so breit aufgestellt sind. Mit Joe Thornton, Martin Havlat, Logan Couture, Patrick Marleau und auch Joe Pavelski haben die Haie eine Vielzahl von Scorer-Möglichkeiten.

Die verpflichteten Namen sprechen für die Dallas Stars, jedoch garantieren Namen nicht automatisch Erfolg. Auch das hohe Alter der texanischen Mannschaft spricht zwar für Erfahrung, aber es schreit auch nach vielen Hockey-Pensionisten in den kommenden Jahren.

Ob das Team vom General Manager Joe Nieuwendyk heuer in den Playoffs vertreten sein wird, hängt viel von den ersten Spielen ab. Denn eine 48-Spiele Saison erlaubt keine Eingewöhnungsphase. Ist Dallas von Beginn weg vorhanden werden sie gute Chancen auf die Playoffs haben.

Platz

Team

Siege

Niederlagen

OT-Niederlagen

Punkte

Playoff

1

Phoenix

42

27

13

97

Ja

2

San Jose

43

29

10

96

Ja

3

Los Angeles

40

27

15

95

Ja

4

Dallas

42

35

5

89

Nein

5

Anaheim

34

36

12

80

Nein

So tippt LAOLA1

Santner

Rauch

Planasch

Nemetz

Phoenix

4

5

4

5

San Jose

1

1

1

3

Los Angeles

3

3

2

1

Dallas

2

2

3

2

Anaheim

5

4

5

4

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