Stanley-Cup-Hangover bei Kings?

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Die Pacific Division im LAOLA1-Check

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Endlich geht es wieder los. Am Mittwoch startet die NHL in ihre 98. Saison.

Drei Österreicher, viele talentierte Rookies und zahlreiche Top-Stars scharen bereits in den Startlöchern und brennen auf das erste Saison-Spiel.

Doch wer zählt zu den Favoriten? Wer hat sich am besten verstärkt? Und welches Team wird es diese Saison schwer haben?

LAOLA1 checkt in einer vierteiligen Serie die jeweiligen Divisions.

In der Pacific Division streiten sich die Anaheim Ducks, Edmonton Oilers, Vancouver Canucks, Calgary Flames, Los Angeles Kings, San Jose Sharks und Phoenix Coyotes um die Playoff-Plätze:

Last Season

Die Anaheim Ducks sorgten mit einer beeindruckenden Saison für Staunen. Mit 116 Zählern verpasste man den Gewinn der Presidents Trophy nur um einen einzigen Punkt. In den Playoffs kam in der zweiten Runde das Aus gegen die LA Kings.

Auch San Jose überzeugte wieder einmal mit einer starken Regular Season. Auch in der ersten Playoff-Runde sahen die Sharks wie der sichere Sieger aus und führten gegen die Kings bereits mit 3:0. Der spätere Stanley-Cup-Champion fand zurück und drehte die Serie - ein peinliches Aus für die Sharks.

Eben jene Kings spielten eine solide, aber nicht überragende Regular Season. Mit 174 Gegentreffern kassierte man die wenigsten Gegentore der Liga, kein Novum für Los Angeles. In den Playoffs steigerten sich die Kalifornier von Runde zu Runde und sicherten sich schließlich den Stanley Cup.

Oben hui, unten pfui

Phoenix verpasste die Playoffs hauchdünn. Wie die Coyotes das geschafft haben, wissen wohl nur sie selbst. Wenige Spiele vor Schluss stand man klar über dem Strich, ehe der Einbruch folgte. Mit nur drei Siegen aus den letzten zehn Spielen verpassten die Coyotes die Post-Season.

Die für viele Leute überraschendste Leistung lieferte Vancouver ab. Nicht im positiven, sondern im negativen Sinne. Die Canucks, zuvor ein Fixpunkt in den Playoffs, verpassten diese deutlich. Mit nur 196 erzielten Toren bildeten die Sedin-Twins und Co. die zweitschwächste Offensive der Liga.

Calgarys Abschneiden kam weniger überraschend. Das sich im Umbruch befindliche Team holte lediglich 77 Punkte und damit die viertwenigsten der ganzen NHL.

Und jährlich grüßt das Murmeltier. Edmonton, mit Top-Talenten und Youngsters gespickt, beendete die Saison einmal mehr am Ende der Western Conference.

Offseason

Anaheim-Fans in Finnland trauern. Die beiden Legenden Teemu Selanne und Saku Koivu beendeten im Sommer ihre Karriere. Weiters gab man Torhüter Jonas Hiller ab, um Youngsters John Gibson und Frederik Andersen eine Chance zu geben. In der Offensive konnten die Ducks einen spektakulären Neuzugang begrüßen: Während des Drafts verpflichteten die Kalifornier Ryan Kesler für Luca Sbisa, Nick Bonino und einen Erstrunden-Pick 2014 von den Canucks.

Die Sharks ließen Dan Boyle, Brad Stuart und Martin Havlat im Sommer ziehen. Die Neuzugänge John Scott und Tye McGinn sollen in Zukunft für die nötige Härte sorgen.

Los Angeles verändert so gut wie nichts am erfolgreichen Kader der letzten Saison. Einzig Verteidiger Willie Mitchell verließ den Stanley-Cup-Champion im Sommer.

Phoenix musste in der Offseason einige Abgänge verkraften. Radim Vrbata und Mike Ribeiro sind die klingendsten Namen der Liste der Abgänge. Dafür verpflichteten die Coyotes Sam Gagner und Goalie Devan Dubnyk.

Platz Team Siege Niederlagen OT-Niederlagen Punkte Playoff
1 Anaheim 54 20 8 116 ja
2 San Jose 51 22 9 101 ja
3 Los Angeles 46 28 8 100 ja
4 Phoenix 37 30 15 93 nein
5 Vancouver 36 35 11 88 nein
6 Calgary 35 40 7 84 nein
7 Edmonton 29 44 9 66 nein

Viele neue Gesichter bei Canucks

Bei den Canucks blieb kein Stein auf dem anderen. Radim Vrbata, Nick Bonino, Luca Sbisa, Derek Dorsett und Star-Torhüter Ryan Miller kamen zu den Kanadiern. Der in Vancouver unglückliche Ryan Kesler wurde per Trade abgegeben, Jason Garrison, David Booth und Mike Santorelli stehen ebenfalls nicht mehr im Kader.

Auch in Calgary tat sich im Sommer einiges. Mason Raymond soll den Angriff verstärken, Jonas Hiller den Kasten sauber halten. Dazu kommen Deryk Engelland und Brandon Bollig. Die Abgänge von Mike Cammalleri, Chris Butler und Joey MacDonald sollten zu verkraften sein.

Youngsters alleine reichen nicht, um vorne mitzuspielen. Das erkannten auch die Oilers und holten Teddy Purcell, Benoit Pouliot, Mark Fayne und Nikita Nikitin an Board. Sam Gagner musste Edmonton hingegen verlassen.

This Season

Man darf gespannt sein, wie die Ducks die Rücktritte von Teemu Selanne und Saku Koivu verkraften werden. Ryan Kesler soll die zweite Linie zu altem Glanz zurückführen, in der Breite verlor Anaheim jedoch an Qualität. Außerdem müssen die beiden unerfahrenen Goalies Frederik Andersen und John Gibson erst beweisen, eine ganze Saison konstant gute Leistungen in der NHL abliefern zu können.

Die wenig veränderten Sharks werden auch in der kommenden Spielzeit vorne mitspielen, zu stark ist der Kader, um abzurutschen. Die Youngsters Tommy Wingels, Logan Couture, Matt Nieto, Tomas Hertl und Co. übernehmen immer mehr Verantwortung, was auch die Degradierung von Joe Thornton - der sein Kapitäns-Amt verlor - in die dritte Linie zeigt.

Mit Los Angeles ist ebenfalls wieder zu rechnen. Der erfolgreiche Kader ist bestens eingespielt und wurde nicht verändert. Auf allen Positionen sind die Kalifornier bestens besetzt.

Defensive top - Offensive ein Flop. So könnte man die Coyotes beschreiben. Während die Verteidiger Oliver Ekman-Larsson und Keith Yandle für Furore sorgen, gelingt dies den Angreifer nur selten. Fraglich, ob die Defensive die Schwächen der Stürmer ausgleichen kann.

Schöpfen die Oilers endlich ihr Potential aus?

Vancouver steht und fällt mit den Sedin-Twins - noch immer. Finden die beiden Schweden zurück zu alter Stärke und beweist Ryan Miller seine Klasse aus Buffalo-Tagen, ist mit den Canucks durchaus zu rechnen. Die Linien sind im Gegensatz zur Vor-Saison ausgeglichener, mit einem Playoff-Platz könnte es im Westen dennoch eng werden.

Die Flames befinden sich weiterhin im Re-Build. Dieser geht nicht von einer Saison auf die nächste vonstatten. Auf dem Papier hat Calgary nichts mit den Playoffs zu tun.

Bessere Chancen hat da schon Edmonton. Die Oilers, von denen Fans Jahr für Jahr einen Ausbruch erwarten, nehmen einen neuen Anlauf. Die Torhüter Ben Scrivens und Viktor Fasth bilden ein starkes Tandem, die Verteidigung wurde ebenfalls gestärkt. Und dass es in Edmonton mit Namen wie Taylor Hall, Ryan Hugent-Hopkins, Jordan Eberle und Nail Yakupov nicht an der Offensive scheitern sollte, iliegt auf der Hand.

 

Matthias Nemetz

So tippt LAOLA1 Santner Nemetz Altmann
Anaheim 2 3 1
San Jose 1 2 3
Los Angeles 3 1 2
Phoenix 6 6 6
Vancouver 4 5 5
Calgary 7 7 7
Edmonton 5 4 4
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