Thomas Vaneks "wilde" Division

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Die Central Division im LAOLA1-Check

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Fans auf der ganzen Welt jubeln - die NHL läuft wieder.

Am Mittwoch startete die US-Liga in ihre 98. Saison. Michael Raffl und die Philadelphia Flyers erwischten dabei einen Fehlstart.

Nun scharrt auch Thomas Vanek, der sich im Sommer den Minnesota Wild anschloss, in den Startlöchern. Er muss mit seinem neuen Team in der wohl besten Division der Liga ran.

Doch wer zählt zu den Favoriten? Wer hat sich am besten verstärkt? Und welches Team wird es diese Saison schwer haben?

LAOLA1 checkt in einer vierteiligen Serie die jeweiligen Divisions.

In der Central Division streiten sich die Minnesota Wild, St. Louis Blues, Chicago Blackhawks, Nashville Predators, Colorado Avalanche, Dallas Stars und Winnipeg Jets um den Platz an der Sonne.

Last Season

Die Colorado Avalanche zählten in der vergangenen Spielzeit zu den Überraschungen der Saison. Neo-Coach Patrick Roy formte die zuvor erfolglose Truppe zu einem der besten Teams der Liga, das in der starken Western Conference den zweiten Platz belegte. In den Playoffs dann die Ernüchterung: Endstation in Runde eins gegen die Minnesota Wild.

Nur einen Punkt dahinter belegten die St. Louis Blues den zweiten Platz. Mit der zweitbesten Defensive des Westens (191 Gegentore) und einer ausgeglichenen Offensive sicherten sich die Blues in souveräner Manier das Playoff-Ticket. Dort sollte es auch trotz der Verpflichtung von Star-Goalie Ryan Miller nicht für die zweite Runde reichen, die Blackhawks waren zu stark.

Eben jene Blackhawks spielten zum wiederholten Male eine starke Regular Season und erzielten die meisten Tore der Liga (267). In den Playoffs scheiterten Toews, Kane, und Co. im West-Finale erst am späteren Champion Los Angeles.

Die Minnesota Wild schafften es in souveräner Manier, sich mit 98 Zählern das Playoff-Ticket zu sichern. Dort konnten die Wild zunächst die favorisierten Colorado Avalanche besiegen, ehe gegen die Chicago Blackhawks Endstation war.

Die stärkste Division der Liga

Allgemein gilt die Central Division als stärkste der Liga. Diese Meinung wurde in der letzten Saison bestätigt. Nur in der Central Division schafften es fünf Teams in die Playoffs. Die runderneuerten Dallas Stars sicherten sich dieses dank starken Vorstellungen - großteils in der eigenen Halle.

Trotz eines starken Schlussspurts mit drei Siegen in Serie verpassten die Nashville Predators die Playoffs. Vor allem das Prunkstück Defensive erwies sich als nicht gefestigt, was wohl auch der Verletzung von Einser-Torhüter Pekka Rinne geschuldet war.

Die Winnipeg Jets bildeten das Schlusslicht der Division. Mit 84 Punkten waren die Jets der beste Division-Letzte der NHL - ein schwacher Trost für die Mannen von Coach Paul Maurice, der während der Saison den gefeuerten Claude Noel ersetzte.

Offseason

In Colorado war man bemüht, das junge Team durch routinierte Spieler zu verstärken. Paul Stastny verließ die Avs in Richtung St. Louis, Ersatz-Goalie Jean-Sebastien-Giguere beendete seine lange Karriere. Dafür holte man die Veteranen Daniel Briere, Jarome Iginla und Brad Stuart an Board.

Die Blues konnten ihre starke, ausgeglichene Offensive mit Paul Stastny von den Colorado Avalanche verstärken. Abgeben musste man den enttäuschenden Ryan Miller, Derek Roy, Brenden Morrow. Im Tor steht neben Brian Elliott Top-Talent Jake Allen.

In Chicago vertraut man im Großen und Ganzen auf den starken Kern der Vorjahre. Dieser wurde mit Brad Richards verstärkt. Der Center soll das "Loch" in der zweiten Linie stopfen.

Platz Team Siege Niederlagen OT-Niederlagen Punkte Playoff
1 Colorado 52 22 8 112 ja
2 St. Louis 52 23 7 111 ja
3 Chicago 46 21 15 107 ja
4 Minnesota 43 27 12 98 ja
5 Dallas 40 31 11 91 ja
6 Nashville 38 32 12 88 nein
7 Winnipeg 37 35 10 84 nein

Vanek is coming home

Bei den Minnesota Wild drehte sich in der Offseason alles um einen Mann: Thomas Vanek. Der "verlorene Sohn", der in Minnesota an der Uni war und die Sommer immer dort verbrachte, unterschrieb einen Dreijahresvertrag bei den Wild. Abgegeben wurde Matt Moulson und der in den letzten Saisonen enttäuschende Dany Heatley.

Wieder einmal sorgten die Dallas Stars in der Saison-Pause für Aufsehen. Jason Spezza kam von den Ottawa Senators, denen die Stars im Gegenzug Alex Chiasson, zwei Prospects und einen Zweitrunden-Pick 2015 geben mussten. Weiters verpflichtete man Torhüter Anders Lindback und Angreifer Ales Hemsky, während Ray Whitney das Weite suchte.

Die Nashville Predators ließen die schwache Saison nicht auf sich sitzen und reagierten. James Neal, für den die Predators Patrick Hörnqvist und Nick Spaling an die Penguins geben mussten, soll wie Olli Jokinen, Derek Roy und Mike Ribeiro den Angriff verstärken.

Wenig tat sich hingegen bei Winnipeg. Die Jets holten die wenig spektakulären T.J. Galiadri und Mathieu Perreault, gaben dafür Olli Jokinen und Devin Setoguchi ab.

This Season

Es bleibt abzuwarten, ob Colorado die sensationelle letzte Saison bestätigen kann. Die Waffen haben die Avalanche allemal, vor allem in der noch breiter aufgestellten Offensive. Nathan McKinnon, Rookie des letzten Jahres, könnte einen erneuten Sprung machen und zu einem der Stars der Liga werden. Ein kleines Fragezeichen gibt es im Tor, wo Semyon Varlamov seine Gala-Vorstellungen bestätigen muss.

St. Louis wird dank der Ausgeglichenheit und der guten Ausrichtung unter Coach Ken Hitchcock auch in dieser Saison ganz oben mitspielen. Offensive, Defensive, Torhüter, bei den Blues passt alles. Sollte auch in den Playoffs der Knopf aufgehen, wird St. Louis nur schwer zu schlagen sein.

Die Blackhawks sind und bleiben dank der vielen Top-Stars der große Favorit der Division. Sollte sich Brad Richards schnell einfügen bleibt man von Verletzungen verschont, wird Chicago im Westen unter den Top 3 landen.

Wer steht bei den Wild im Tor?

Minnesota hat zweifellos eine der besten Offensiven der Liga. Auch in der Abwehr braucht man sich mit Leuten rund um Ryan Suter keine Sorgen machen. Im Tor jedoch das große Fragezeichen: Wer ist der Einsertormann? Während Josh Harding verletzt ist, überzeugte Niklas Backstrom letzte Saison nicht. Der junge Darcy Kuemper hat gute Karten, viele Spiele zu absolvieren, Elite-Goalie ist er aber keiner.

Auch die Stars haben keinen Einbruch zu befürchten, zu stark ist das Line-Up. Einzige Schwachstelle ist die bestenfalls solide Verteidigung, die gegen Top-Teams zum Verhängnis werden könnte.

Bei den Predators muss sich der neue Angriff erst einspielen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass es dauern kann, bis Chemie zwischen gewissen Spielern entsteht. Dennoch sollten die Predators - auch dank der Rückkehr von Goalie Pekka Rinne - höher einzuschätzen sein, all im Vorjahr. Ob es im starken Westen für einen Playoff-Platz reicht, wird sich zeigen.

Das Potential dazu hätten auch die Jets. Doch dem Team gelang es nicht, dieses auszuschöpfen. Sowohl in der Offensive, als auch in der Defensive verfügt Winnipeg über starke Cracks. Im Kasten steht mit Ondrej Pavelec ein Goalie, der noch vor wenigen Jahren als zukünftiger Star galt. Sollte er endlich zu dieser Form finden, ist mit den Jets zu rechnen.

 

Matthias Nemetz

So tippt LAOLA1 Santner Nemetz Altmann
Colorado 5 3 4
St. Louis 2 2 3
Chicago 1 1 1
Minnesota 3 4 2
Dallas 4 5 5
Nashville 6 6 6
Winnipeg 7 7 7
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