Bleibt Thomas Vanek in Buffalo?

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Noch ist Zeit, noch könnte Thomas Vanek von den Buffalo Sabres zu einem anderen NHL-Team wechseln.

Dass es soweit kommt, glaubt der Österreicher aber nicht mehr wirklich, wie er in einem Interview mit „WKBW.com“ durchblicken lässt.

„Werde nach Buffalo zurückkehren“

„So wie es momentan aussieht, hat sich nichts geändert. Ich werde nach Buffalo zurückkehren“, so der Flügelstürmer, der derzeit in Minnesota weilt. Dort besuchte er zwei Jahre lang die Universität und spielte für deren Mannschaft, die Gophers, und dort bereitet er sich auch auf die kommende Saison vor.

Diese wird er wohl wieder im Dress der Sabres absolvieren. Zu schwierig ist die Vertragssituation, in der Vanek festsitzt. Er befindet sich im letzten Jahr seines siebenjährigen-Deals mit Buffalo, der ihm jährlich über sieben Millionen Dollar einbringt.

Da der Angreifer im nächsten Sommer somit zum Free Agent wird, dürfte es für Buffalos General Manager Darcy Regier nicht gerade einfach sein, ihn an den Mann zu bringen. Dennoch verwundert die Untätigkeit Regiers, schließlich hat er mit Stargoalie Ryan Miller noch einen zweiten dicken Gehaltsposten, der nicht so ganz in den propagierten Neuaufbau passt.

Aktuelle Lage „frustrierend“

Vanek selbst macht keinen Hehl daraus, nicht gerade glücklich über seine derzeitige Lage zu sein, nimmt es aber gewohnt sportlich.

„Es ist frustrierend. Wir konnten mit der Mannschaft in den letzten Jahren unsere Ziele nicht erreichen, jetzt befindet sich Buffalo in einer Umbauphase und das ist nicht gerade das beste Szenario für mich. Andererseits sind jetzt viele gute, junge Spieler hier“, so der ÖEHV-Crack.

Sein Vertrauen in die Geschicke der handelnden Personen bei den Sabres scheint aber etwas getrübt zu sein, schießt er doch gleich hinterher, dass er hofft, man „habe auch die Richtigen ausgewählt“.

Traum vom Stanley Cup

Auch wenn er es nie offen zugeben würde, hundertprozentig einverstanden mit der Personalpolitik seines Arbeitgebers ist der Steirer nicht, weshalb ein Abgang im kommenden Sommer – sollte es in diesem nicht klappen – als wahrscheinlich gilt.

Wer könnte es ihm auch verübeln? War man vor ein paar Saisonen noch zweimal in Folge im Conference Finale, sieht Buffalo derzeit nicht gerade nach einer Mannschaft aus, die in nächster Zeit ernsthaft um den Titel mitspielen kann. Die Tatenlosigkeit von Regier tut das Seine dazu.

„Ich sage nicht, dass ich alt bin, ich bin 29, ich habe noch viele Jahre als Profi vor mir. Aber gleichzeitig möchte man natürlich bei einem Team sein, wo man das Gefühl hat, dass man um den Stanley Cup kämpft, wenn man ins Trainings-Camp einrückt. Auch wenn es natürlich nirgends eine Garantie auf den Stanley Cup gibt“, wünscht sich Vanek eher früher als später bei einer schlagkräftigeren Truppe zu landen.

Gerüchte interessieren nicht

Wunschteams nennt er natürlich keine. „Ich war nie eine Person, die sich in ihren Auswahlmöglichkeiten eingeschränkt hat. Mein Fokus liegt aber auf diesem Jahr, was am Ende der Saison kommt, werden wir sehen“, hält sich Vanek alles offen.

Überhaupt scheinen ihn die Gerüchte um seine Person weder sonderlich zu interessieren, noch in irgendeiner Form abzulenken. „Die Spekulationen nerven mich nicht, ich fühle mich deswegen aber auch nicht geschmeichelt“, so der 29-Jährige, der einfach alles nimmt, wie es kommt.

„In diesem Business darfst du dich nicht um Gerüchte kümmern, oder zu viel im Internet oder in den Zeitungen lesen. Wenn etwas passieren sollte, werden mich mein Agent oder Buffalos General Manager anrufen und mich wissen lassen, wo es für mich hingeht.“

„Freue mich auf Buffalo“

Solange er aber bei den Sabres unter Vertrag steht, wird er auch alles für sein Team geben, darauf legt er wert. „Ich habe meine Zeit in Buffalo bislang genossen und ich freue mich, wieder dorthin zurückzukehren.“

Bevor es soweit ist, heißt es aber noch täglich schwitzen. Denn sogar ein Superstar wie Vanek hat Schwächen, die es auszumerzen gilt.

„Das Spiel wird immer schneller. Es drängen immer noch jüngere Spieler in die Liga, die eher kleiner und wendiger sind. Für mich, der viel vor dem Tor arbeitet, bedeutet das, dass ich die ersten ein, zwei Schritte noch schneller machen muss und daran arbeite ich momentan“, weiß der Stürmer, dass er sein Spiel kommende Saison anpassen muss.

Ob das in Buffalo oder woanders sein wird, ist noch nicht klar. Die Zeichen stehen aber eher auf Verbleib.

 

Fabian Santner

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