Nur die Rangers stehen im Weg

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LAOLA1-Matchup: Canadiens - Rangers

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Da waren es nur noch vier.

Die Montreal Canadiens mit Thomas Vanek und die New York Rangers trennen nur mehr vier Siege vom Stanley-Cup-Finale.

Drittes Conference Finale für Vanek

Bereits am Samstagabend unserer Zeit kommt es zum ersten Duell der „best-of-seven“-Serie zwischen den beiden „Original-Six“-Teams.

In seinen beiden bisherigen Conference-Finals 2005-06 und 2006-07 hatte Vanek mit den Buffalo Sabres jeweils das Nachsehen, mit den Canadiens soll der Karriere-Traum von der begehrtesten Eishockey-Trophäe der Welt nun endlich Wirklichkeit werden.

LAOLA1 beleuchtet in gewohnter Form die Ausgangslage des Matchups, zeigt Brennpunkte auf und wagt eine Aufstiegsprognose.


Ausgangslage

Beide Mannschaften mussten in der zweiten Playoff-Runde über die volle Distanz, also sieben Spiele, gehen und beide setzten sich gegen höher eingeschätzte Teams durch.

Die Canadiens warfen mit den Boston Bruins das beste Team des Grunddurchgangs aus dem Bewerb und die Rangers schickten die Pittsburgh Penguins mit Superstar Sidney Crosby vorzeitig in den Urlaub. Dabei machte die Mannschaft aus dem „Big Apple“ durch drei Siege in Folge sogar ein 1:3-Defizit wett, das war der Franchise zuvor noch nie gelungen.

Die beiden „Original Six“-Teams werden zum 15. Mal ein Playoff-Duell austragen, wobei die Bilanz ausgeglichen ist. Das letzte Aufeinandertreffen fand 1996 statt.

In Grunddurchgang gingen zwei der drei Spiele an die Canadiens, die Duelle waren aber jeweils knapp und mit insgesamt nur vier Treffern äußerst torarm.

Spieler im Fokus: Thomas Vanek

Thomas Vanek erzielte gegen seinen Lieblingsgegner Boston vier Tore und bereitete einen weiteren Treffer vor, stand aber dennoch bisweilen in der Kritik, da er nicht immer sein volles Potenzial abrufen konnte. In Spiel drei und vier gab der 30-Jährige beispielsweise insgesamt nur einen Torschuss ab. So durfte Vanek nur zu Beginn der Serie gegen die Bruins in der ersten Linie auflaufen, danach beorderte ihn Coach Michel Therrien in die zweite Angriffsformation mit Tomas Plekanec und Michael Bournival zurück.

Dies war jedoch nicht primär der Leistung des Österreichers geschuldet, sondern lag vielmehr daran, dass Therrien etwas ändern musste, seine sehr gut funktionierende dritte und vierte Linie aber nicht sprengen wollte. Gegen die Rangers dürfte Vanek aller Voraussicht nach wieder in einer Reihe mit David Desharnais und Max Pacioretty auflaufen, vor allem auch weil der etatmäßige Zweitlinien -Flügel Alex Galchenyuk nach seiner Verletzungspause vor dem Comeback steht.

In seiner Karriere lief Vanek insgesamt 33 Mal im Grunddurchgang gegen die Rangers auf und verbuchte elf Tore und zwölf Assists. In sechs Playoff-Spielen gelangen dem 30-Jährigen drei Treffer.

Spiel Datum Uhrzeit (MEZ) Heim Gast Ergebnis
1
  1. Mai
19:00 Uhr Montreal <span style=\'color: #ff0000;\'>New York 2:7
2
  1. Mai
02:00 Uhr Montreal <span style=\'color: #ff0000;\'>New York 1:3
3
  1. Mai
02:00 Uhr New York <span style=\'color: #ff0000;\'>Montreal 2:3 OT
4
  1. Mai
02:00 Uhr <span style=\'color: #ff0000;\'>New York Montreal 3:2 OT
5
  1. Mai
02:00 Uhr <span style=\'color: #ff0000;\'>Montreal New York 7:4
6
  1. Mai
02:00 Uhr <span style=\'color: #ff0000;\'>New York Montreal 1:0
Datum Heim Gast Ergebnis
  1. Oktober
Rangers Canadiens 0:2
  1. November
Canadiens Rangers 0:1
  1. April
Canadiens Rangers 1:0 OT

Wer steigt auf?

Die Canadiens ziehen ins Stanley-Cup-Finale ein, wenn…

…Price weiter in dieser Form agiert und Montreal so die Chance gibt, in Führung zu gehen. Die „Habs“ halten bei sieben Siegen und keiner Niederlage wenn sie das 1:0 erzielen und bei sechs Siegen und keiner Niederlage wenn sie nach dem ersten Drittel führen. Umgekehrt konnte nur ein Spiel gewonnen werden, wenn der Gegner das erste Tor erzielt hat, dreimal verließ man das Eis als Verlierer.

Die Rangers ziehen ins Stanley-Cup-Finale ein, wenn…

…die Erste Linie um Derek Stepan, Chris Kreider und Rick Nash endlich ihren Scoring Touch findet und Coach Alain Vigneault so über vier gefährliche Angriffsreihen verfügen kann. Außerdem muss das Powerplay so funktionieren wie in den letzten drei Partien gegen Pittsburgh, als man vier von sieben Möglichkeiten nutzte. Zuvor blieb man nämlich 36 Überzahl-Situationen in Folge ohne Torerfolg.

 

Fabian Santner

Brennpunkte

So we meet again

Carey Price und Henrik Lundqvist standen sich zwar in den drei Regular-Season-Begegnungen nicht gegenüber, im einzigen Spiel, das der Schwede gegen Montreal absolvierte, hütete Backup Peter Budaj den Kasten der Canadiens und Price stand zweimal gegen Cam Talbot auf dem Eis. Die beiden Weltklasse-Goalies duellierten sich aber in einem anderen nicht ganz unwichtigen Spiel in dieser Eishockey-Saison: Im Olympia-Finale zwischen Kanada und Schweden hatte Price das bessere Ende für sich, die Ahornblätter gewannen mit 3:0. Ein Sieg im Conference Finale wäre wohl die passende Revanche für diese Niederlage.

Nash can’t score

Rick Nash und die Playoffs, das ist so eine Sache. Der 29-jährige Stürmer, der in der Regular Season bei 336 Toren in 783 Einsätzen hält, konnte in der Postseason in 30 Partien bisher nur zwei mickrige Treffer erzielen. Und das bei 105 Schüssen, was einer Trefferquote von gerade einmal 1,9 Prozent entspricht. Seine normale Erfolgs-Quote liegt bei 12,4 Prozent. Doch damit nicht genug: In den diesjährigen Playoffs hat es Nash öfter versucht als alle anderen Spieler, blieb bei insgesamt 52 Schüssen aber erfolglos. Der eine oder andere Treffer des Star-Stürmers würde den Rangers sicher helfen.

Martys Mother

Martin St. Louis musste während der Serie gegen Pittsburgh einen schweren Schicksalsschlag verkraften. Die Mutter des Rangers-Stürmers verstarb einen Tag vor dem fünften Spiel 63-jährig an einem Herzinfarkt. St. Louis stand dennoch auf dem Eis und die Rangers entschieden die folgenden drei Spiele gegen die Penguins für sich. „Dass er gespielt hat, war eine echte Inspiration für uns“, so Brad Richards.

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