Des Glück is a Vogerl

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Face-Off: Oilers im Glück, Vanek (noch) nicht

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Die erste Playoff-Woche ist Geschichte.

Höchste Zeit für das Face-Off bei LAOLA1.

Wir lassen die NHL-Woche Revue passieren und nehmen Leistungen unserer Legionäre Thomas Vanek und Michael Grabner genauer unter die Lupe.

Darüber hinaus küren wir die Stars der Woche, werfen einen Blick in die Statistik-Ecke und wissen, wer ein "Hero" und wer ein" Zero" war.

Wie jede Woche laden wir euch auch diesmal ein, fleißig mitzudiskutieren.

Was waren eure Aufreger, wie beurteilt ihr die Leistungen unserer Legionäre und wie hat sich euer Lieblingsteam geschlagen?

ÖSTERREICHER-WATCH

Für Michael Raffl ist die NHL-Saison bereits beendet, mit Michael Grabner und Thomas Vanek befinden sich aber noch zwei Österreicher im Playoff-Einsatz. Wir werfen einen genaueren Blick auf die Serien zwischen den New York Islanders und den Washington Capitals bzw. den Minnesota Wild und den St. Louis Blues.

 

Stand in der Serie: 1:2
Spiel 1: Washington Capitals - New York Islanders 1:4 (1:1, 0:2, 0:1)
Spiel 2: Washington Capitals - New York Islanders 4:3 (0:1, 2:2, 2:0)
Spiel 3: New York Islanders - Washington Capitals 2:1 OT (0:0, 1:0, 0:1, 1:0)
Spiel 4: New York Islanders - Washington Capitals - Mi., 22.4., 1:30 Uhr (MEZ)
Spiel 5: Washington Capitals - New York Islanders - Do., 23.4.

Die New York Islanders schafften bereits im ersten Duell in Washington das Break und steigerten so ihre Chancen, erstmals seit 1993 eine Playoff-Serie zu gewinnen, deutlich.

Ein Hauptgrund für die 2:1-Führung der „Isles“ ist die Ladehemmung von Alex Ovechkin, der Superstar erzielte erst einen einzigen Treffer. Logischerweise tat er dies in Spiel 2, das die Capitals mit 4:3 für sich entscheiden konnten.

Das soll die Leistungen der Islanders aber nicht schmälern. Das Team von Coach Jack Capuano spielt seine Stärken geschickt aus und kann sich dank John Tavares, der in Spiel 3 den OT-Winner erzielte, mit einem zweiten Heimsieg bereits drei Matchpucks sichern.

"Es war ein immens wichtiges Tor", so Kyle Okposo über seinen Linienpartner. "Er ist ein ganz spezieller Spieler."

Für Michael Grabner wechselten sich bisher Licht und Schatten ab. Der Villacher zeigte in Spiel 1 eine ansprechende Leistung und verbuchte den Assist zum Empty-Netter von Brock Nelson in der Schlussphase. Im zweiten Duell agierte der 27-Jährige unauffällig und erhielt nur etwas mehr als zehn Minuten Eiszeit. Wie in Spiel 1 blieb er ohne Torschuss und musste sich die dritte Partie dann von der Tribüne aus ansehen.

Ob der Österreicher in Spiel 4 eine neue Chance erhält, wird sich erst am Match-Tag entscheiden.

 

Stand in der Serie: 1:2

Spiel 1: St. Louis Blues vs. Minnesota Wild 2:4 (0:1, 0:1, 2:2)
Spiel 2: St. Louis Blues vs. Minnesota Wild 4:1 (2:0, 0:0, 2:1)
Spiel 3: Minnesota Wild vs. St. Louis Blues - 3:0 (0:0, 2:0, 1:0)
Spiel 4: Minnesota Wild vs. St. Louis Blues - Do., 23.4., 3:30 Uhr (MEZ)
Spiel 5: St. Louis Blues vs. Minnesota Wild - Fr., 24.4.

Es gibt immer ein erstes Mal. Auch für die Minnesota Wild. Gegen die St. Louis Blues startete die Franchise zum allerersten Mal in der Geschichte mit einem Sieg in eine Playoff-Serie. In den ersten acht Versuchen davor setzte es in Spiel 1 jeweils eine Niederlage.

"Dieser Typ ist ein Speed-Teufel!", sagte Blues-Goalie Jake Allen nach dem Eröffnungsspiel über Minnesotas Jason Zucker, der per sehenswerten "Bauerntrick" das 1:0 erzielte.

Nach dem kleinen Dämpfer in Spiel 2 - das Ergebnis ist viel klarer als der Spielverlauf - übernahm die Truppe von Coach Mike Yeo in Spiel 3 wieder die Kontrolle und die Führung in der Serie. Mit einem weiteren Heimsieg in Spiel 4 hätte Minnesota bereits drei Matchpucks.

In Spiel 3 sorgte Blues-Angreifer Steve Ott einmal mehr für Aufregung, als er Wild-Spieler immer wieder attackierte und provozierte. "Wir sind hier, um Eishockey zu spielen, nicht um zu kämpfen. Diese Sachen nach dem Pfiff gewinnen keine Spiele. Wir bleiben fokusiert, unser Spiel zu spielen", nahm Thomas Vaneks Linienkollege Charlie Coyle Otts Aktionen locker. Klingt abgebrüht.

 

Thomas Vanek ist in den Playoffs noch nicht vom Glück verfolgt. Im ersten Spiel blieb er ohne Punkt, bediente Coyle aber einmal ideal, der die Chance nicht nutzen konnte.

Im zweiten Spiel leistete der Steirer den Assist zu Scandellas Anschlusstreffer. Wenig später spielte er Coyle ideal frei, der aber nur die Stange traf.

In Spiel drei kam Vanek einem Torerfolg am knappsten. Sein Schuss sprang von der Latte zurück ins Spiel. Auch sonst sorgte er mit der dritten Linie für einige gute Aktionen. Er selbst ist in dieser Linie der Vorbereiter und nicht Vollstrecker.

Mit Coyle harmoniert der 31-Jährige gut, lediglich Niederreiter passt nicht hinein. Fontaine oder Schröder wären wohl die bessere Wahl. Wie man Vanek kennt, wird ihn seine persönliche Statistik nicht stören. Zu wichtig ist ihm der Erfolg des Teams.

TWEET DER WOCHE


Dieser Puck wird wohl einen Ehrenplatz bekommen, schließlich erzielt auch ein Spieler eines Kalibers von Vladimir Tarasenko nicht jeden Tag einen Playoff-Hattrick. Vor allem dank seiner drei Tore konnte St. Louis Spiel 2 gegen die Wild für sich entscheiden. Wollen die Blues allerdings weiterkommen, wird es noch ein paar Tore des russischen Wirbelwinds benötigen.

DER PLAYOFF-BAUM:

  

Seit 1996 warteten die Fans der Winnipeg Jets auf einen Postseason-Auftritt ihrer Mannschaft, jetzt könnte er schon nach knapp einer Woche vorbei sein. Die Kanadier liegen im Duell mit den Anaheim Ducks nämlich bereits 0:3 zurück, gegen das Top-Teams des Westens eine schier unlösbare Aufgabe.

Auch im Osten ist eine Mannschaft kurz vor dem Aufstieg. Montreal führt im rein kanadischen Duell gegen Ottawa nämlich ebenfalls mit 3:0, die Serie ist jedoch weitaus knapper, als man vermuten würde, zweimal setzten sich die Canadiens nämlich erst in der Overtime und Spiel 1 endete mit 4:3 ebenfalls denkbar knapp.

In den anderen Duellen steht es mit Ausnahme von Tampa Bay vs. Detroit (1:1) überall 2:1, wobei vor allem die Serie zwischen Nashville und Chicago bislang nicht mit Höhepunkten und Kuriositäten geizte.

In Spiel 1 siegten die Blackhawks nach 0:3-Rückstand noch mit 4:3 in der zweiten Overtime und hatten das vor allem Backup-Goalie Scott Darling zu verdanken. Der 26-Jährige ersetzte den glücklosen Corey Crawford nach dem ersten Drittel, hielt in 67 Minuten und 44 Sekunden Einsatz-Zeit alle 42 Schüsse auf sein Tor - NHL-Rekord!

"Es war eine großartige Gelegenheit für ihn und er hat sie genutzt", so Coach Joel Quenneville, der in Spiel 2 dennoch wieder Crawford den Vorzug gab. Nachdem die Predators den Stammgoalie der Blackhawks beim 6:2 wieder alt aussehen ließen, durfte Darling in Spiel 3 erstmals in seiner Karriere in den Playoffs von Beginn an ran und fuhr gleich einen 4:2-Sieg ein. Man darf gespannt sein, wer in Spiel 4 zwischen den Pfosten stehen wird...

VIDEO DER WOCHE

 

Runter vom Gleis, wenn der Zug kommt! Montreals Nathan Beaulieu wird diesen Open-Ice-Hit von Senators-Kapitän Erik Karlsson wohl nicht so schnell vergessen. Vorausgesetzt er kann sich überhaupt daran erinnern...

THREE STARS OF THE WEEK

Corey Perry: Mister clutch! Man hat das Gefühl, Corey Perry ist immer zur Stelle, wenn die Ducks ein Tor brauchen. So auch in Spiel eins gegen Winnipeg. Mit 1:2 ging Anaheim ins Schlussdrittel, am Ende stand es 4:2. Grund ist der Flügelstürmer. Den Ausgleich in Überzahl erzielt, dann den Gamewinner nachgelegt. Den Endstand bereitete er vor, zwei Tore und zwei Assists waren es alleine in diesem Spiel. Mit drei Treffern und fünf Punkten führt er sowohl Torschützen- als auch Scorer-Wertung an.

Carey Price: Woran werden Goalies in den Playoffs gemessen? Gegentore? Nein! Gehaltene Schüsse? Nein! Sie werden an Siegen gemessen. Und Carey Price, der womöglich beste Keeper der Gegenwart, hat genau das gemacht. Drei Spiele, drei Siege. Zudem trug er persönlich einen großen Teil dazu bei. 1.88 Gegentore im Durchschnitt und eine Save-Percentage von .939% sind sensationelle Werte.

Jonathan Toews: Für den dritten Star kamen einige Spieler in Frage. Wir haben uns für Jonathan Toews entschieden. Warum? Ganz einfach: Der Blackhawks-Kapitän ist immer zur Stelle, wenn er gebraucht wird. In Spiel eins erzielte er zunächst den Ausgleich, der Chicago in die Verlängerung rettete. In der zweiten Overtime leistete er obendrauf noch den Assist zu Keiths Siegtor. Beim Sieg im dritten Duell mit Nashville glänzte er erneut mit einem Tor und einer Vorlage.

ABSEITS DES EISES  -  OFF THE ICE

So packend die Playoffs auch sind, ein nicht minder wichtiges Ereignis fand vergangene Woche abseits des Eises statt und interessierte vor allem Fans von Mannschaften, die nicht für die Postseason qualifiziert sind.

In der Nacht auf Sonntag wurde nämlich per Losverfahren bestimmt, welche Mannschaft den Nummer-Eins-Pick beim diesjährigen Draft am 26. Juni erhält.

Und obwohl sie mit 11,5 Prozent nur die dritthöchste Chance auf den Sieg hatten, gewannen die Edmonton Oilers die Draft-Lotterie. Damit haben sie dieses Privileg bereits zum vierten Mal in den letzten sechs Jahren inne.

McDavid gilt als der neue Sidney Crosby

Das schlechteste Team der diesjährigen Saison, die Buffalo Sabres (20 Prozent Siegchance) musste mit Platz zwei vorlieb nehmen, die Arizona Coyotes (13,5 Prozent) rutschten auf Rang drei ab.

Da mit Connor McDavid und Jack Eichel zwei kommende Superstars zur Auswahl stehen werden, war die Freude bei den Oilers dementsprechend groß. „Ich kann gar nicht zum Ausdruck bringen, was der Sieg in der Lotterie für uns bedeutet“, jubelte Edmontons General Manager Craig MacTavish. „Jede Mannschaft wäre aus dem Häuschen, das ist ein Game-Changer.“

Angesprochen auf die Möglichkeit, den Nummer-Eins-Pick zu traden hat MacTavish eine klare Meinung: „Die Chance steht bei Null.“

ZAHLENSPIELE

40 - So viele Jahre sind vergangen, seit zuletzt ein Spieler der New York Islanders in seiner ersten Playoff-Partie den Game-Winner erzielte, ehe Ryan Strome beim 4:1 in Spiel eins das entscheidende Tor beisteuerte. Hallo-of-Fame-Crack Clark Gillies gelang dieses Kunststück 1975. 

14 - Mehr Schüsse brachten die Detroit Red Wings ins Spiel 1 gegen Tampa Bay nicht zustande. Nur einmal in den letzten zehn Jahren schoss Detroit weniger als 15 Mal aufs gegenrische Gehäsue. Zum Sieg hat es dennoch gereicht, die Mannschaft aus der Motor-City behielt mit 3:2 die Oberhand.

21 - So viele Sekunden standen noch auf der Uhr, als Anaheims Jakob Silverberg den Siegtreffer in Spiel 2 gegen Winnipeg erzielte. Es war der späteste-Playoff-Game-Winner seit 287 Partien oder seit Raffi Torres Vancouver 19 Sekunden vor dem Ende zum Sieg gegen Boston im Stanley-Cup-Finale 2011 verhalf. 

15 - So viele bzw. wenige Sekunden vergingen in der Overtime von Spiel 3 zwischen den Islanders und den Capitals, ehe John Tavares zuschlug. Der Superstar erzielte damit das sechstschnellste Playoff-Overtime-Tor. Nur Montreals Brian Skrudland 1986 (9 Sekunden), NY Islanders' J.P. Parise 1975 (11), Vancouvers Alex Burrows 2011 (11), Chicagos Pit Martin 1972 (12) und Chicagos Martin Havlat 2009 (12) waren schneller.

4 - So viele Coaches mussten seit dem Ende des Grunddurchgangs ihren Hut nehmen. Neben Ted Nolan (Buffalo) und Peter Horachek, die noch vor Playoff-Beginn gefeuert wurden, traf es nun auch Michael Raffls Trainer bei den Philadelphia Flyers, Craig Berube, sowie Todd McLellan von den San Jose Sharks.

 

Fabian Santner/Matthias Nemetz

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