Buffalo Sabres feuern Lindy Ruff

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Thomas Vanek muss sich auf einen neuen Head Coach einstellen.

Wie die Buffalo Sabres bekanntgeben, feuern sie Lindy Ruff. Am späteren Abend hat sich im Norden des Bundesstaates New York auch die Nachfolge geklärt.

General Manager Darcy Regier verkündet, dass Ron Rolston, seit 2011 Head Coach des Buffalo-Farmteams Rochester Americans in der AHL, interimistisch den Job bei den Sabres übernehmen wird. Zugleich wird aber auch betont, dass Rolston bei entsprechendem Erfolg durchaus eine längerfristige Lösung sein kann.

"Schwierige Entscheidung"

Eigentümer Terry Pegula ließ indes wissen: "Die ganze Hockey-Welt weiß, wie die Sabres und ich über Lindy denken, nicht nur als Coach, sondern auch als Menschen. Seine Qualitäten haben diese Entscheidung sehr schwierig gemacht. Ich möchte aber, dass Lindy weiß, dass er mich immer als Freund sehen kann."

Der 53-jährige Kanadier war seit 1997 als Cheftrainer der Franchise tätig, fiel nun aber dem Fehlstart der Sabres zum Opfer.

Der Klub ist mit sechs Siegen, zehn Niederlagen und einem Overtime-Loss derzeit nur 13. in der Eastern Conference, punktegleich mit den NY Islanders von Michael Grabner und zwei Punkte vor den Washington Capitals.

Vanek ist überrascht

Für Österreichs NHL-Export Thomas Vanek kam die Entlassung unerwartet. "Er ist in meinen Augen das Gesicht von Buffalo. Es ist ein trauriger Tag", so der 29-Jährige gegenüber sportsnet.ca.

Auch Kapitän Jason Pominville hätte es nicht für möglich gehalten, dass "dieser Tag einmal kommt."

Trotz Vaneks Punkte erfolglos

In ihrer Northeast Division liegen die Sabres am letzten Platz, zuletzt setzte es bei den Winnipeg Jets ein 1:2, die vierte Niederlage in den letzten fünf Spielen.

Und das obwohl Vanek, der unter Ruff 2003 als Draft-Pick Nummer fünf geholt wurde und 2005 in der NHL debütierte, weiterhin die Scorer-Liste (25 Punkte) und die Torschützenliste (zwölf Treffer) anführt. Doch das Team kam nicht ins Laufen.

Vergangene Saison wurden die Playoffs verpasst, zuletzt kam man 2007 dem Stanley-Cup-Finale am nächsten, als erst das Conference Final gegen die Ottawa Senators (1-4) verloren wurde.

1999 im Stanley Cup

Ruff war bis Mittwoch der am längsten dienende NHL-Coach und führte die Sabres 1999 ins Stanley-Cup-Finale, das allerdings mit 2:4 gegen die Dallas Stars verloren wurde.

Während den fast 16 Jahren von Ruffs Regentschaft gab es in der NHL 170 Trainerwechsel. Nun muss auch der Kanadier seinen Sessel räumen, als Erster in der aufgrund des Lockouts kürzeren Saison.

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