Wer gewinnt die begehrten Awards?

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In der Nacht auf Donnerstag werden in Las Vegas die Besten der Besten der abgelaufenen NHL-Saison gefeiert.

Aber nicht nur die Stars der bedeutendsten Eishockey-Liga der Welt nehmen an der Award-Show teil, auch die Hollywood-Prominenz will sich das Stelldichein im Zockerparadies nicht entgehen lassen.

So zählen neben den Eishockey-Legenden Ted Lindsay und Mark Messier auch Ray Liotta („Good Fellas“), Vince Vaughn („Wedding Crashers“), Matthew Perry („Friends“) und Joshua Jackson („Dawsons Creek“, „Fringe“) zu den Moderatoren der diesjährigen Gala.

LAOLA1 nimmt jeweils die drei Finalisten der vier wichtigsten Kategorien unter die Lupe und wagt eine Prognose:

Wertvollster Spieler - Hart Memorial Trophy

Einer der Hauptgründe für die starke Saison der New York Rangers ist ihr Torwart. Wenn Rangers-Coach John Tortorella seinen Goalie Henrik Lundqvist als „Rückgrat der Mannschaft“ bezeichnet, sagt das eigentlich schon alles aus. Der 30-Jährige stand in dieser Saison bei 39 der 51 Rangers Siege auf dem Eis und erbrachte mit einem Gegentorschnitt von 1,97 und einer „Save Percentage“ von 93 Prozent persönliche Bestleistungen. Lundqvist wäre der erste Torwart seit Jose Theodore 2002, der zum wertvollsten Spieler gekürt wird.

Nachdem er den Großteil der letzten Saison aufgrund einer Knieverletzung verpasste, drehte Evgeni Malkin von den Pittsburgh Penguins  2011/2012 richtig auf. 109 Scorerpunkte - davon 50 Tore - sprechen eine deutliche Sprache. Die Art Ross Trophy für die meisten Punkte in der Regular Season hat er damit schon gewonnen. Nachdem er 2008 und 2009 jeweils Zweiter wurde, könnte diesmal die Stunde für den Russen schlagen.

Nur ein Spieler hat mehr Tore erzielt als Malkin. Tampa Bays Steve Stamkos ist mit seinen 60 Treffern erst der 20. Spieler der NHL-Geschichte, der diese Marke erreicht. Lightning-Coach Guy Boucher führt dies vor allem auf seinem Ehrgeiz zurück: „Nicht nur seine Fähigkeiten auf dem Eis sind beeindruckend. Er hat nie genug, will sich ständig verbessern. Deswegen macht er die Tore.“

LAOLA1-Tipp: Art Ross Trophy bedeutet nicht automatisch Hart Trophy, trotzdem wird es Malkin machen. Ohne ihn lief bei den Penguins nicht viel zusammen.

Bester Torhüter - Vezina Trophy:

Logischerweise ist der für die Hart-Trophy nominierte Lundqvist auch unter den drei Finalisten um die Vezina Trophy für den besten Torwart der Liga.

Sein größter Gegner dürfte wohl Stanley-Cup-Sieger und Playoff-MVP Jonathan Quick von den Los Angeles Kings sein. Selten war ein Keeper so wichtig für den Erfolg einer Mannschaft, wie der 26-Jährige. Ein Blick auf die Statistik legt offen, dass die Kings mit 2,29 erzielten Toren pro Spiel nur auf Rang 29 der Liga stehen. Gut, dass Quick 69 Mal im Kasten stand und im Schnitt nur 1,95 Gegentreffer zuließ. Dass er die Liga mit 10 Shutouts anführt, sei nebenbei auch noch erwähnt.

Pekka Rinne von den Nashville Predators stand so oft wie kein anderer im Tor. Der Finne startete 73 Mal und verließ das Eis 43 Mal als Sieger – Topwert der NHL. Mit seiner zweiten Nominierung in Folge, beweist der 29-Jährige zudem, dass er sein Können auch konstant abrufen kann.

LAOLA1-Tipp: Die Kings haben dank Quick den Stanley Cup gewonnen, deswegen wird er auch das Rennen machen.

Bester Verteidiger – James Norris Memorial Trophy:

Zdeno Chara vom entthronten Champ Boston Bruins konnte mit 52 Punkten eine persönliche Bestleistung aufstellen. Im NHL-weiten Vergleich landete er damit auf Platz vier der Verteidiger. Seine 25 Minuten Eiszeit sind für einen 35-Jährigen ein Spitzenwert und mit +33 führt er die Defender in der Plus/Minus Wertung an.

Was Ottawas Erik Karlsson diese Saison in der Offensive leistete, gab es in der NHL schon länger nicht mehr. Seine 78 Punkte bringen ihn unter allen Spielern auf den zehnten Rang in dieser Statistik, die Verteidiger führt er natürlich an. Auch seine 67 Puck-Abnahmen sind Topwert unter den Defendern. Senators-Goalie Craig Anderson ging so weit, ihn den „Sidney Crosby unseres Teams“ zu nennen.

Shea Weber ist vor allem im Powerplay eine Waffe. Zehn seiner 19 Tore erzielte der Kanadier mit einem Mann mehr am Eis. Was Punkte (49) und Puck-Abnahmen (51) betrifft, muss er Karlsson zwar den Vortritt lassen, aber seine 177 Hits und 140 geblockten Schüsse stellen seinen Konkurrenten (60 bzw. 65) in den Schatten.

LAOLA1-Tipp: Weber machts. Der 26-Jährige steht das zweite Mal unter den letzten Dreien. Vergangenes Jahr musste er sich noch dem mittlerweile zurückgetretenen Nicklas Lidstrom geschlagen geben, diesesmal ist er an der Reihe.

Bester Rookie - Calder Memorial Trophy

Ryan Nugent-Hopkins zeigte seinen Kritikern gleich zu Beginn der Saison, dass er von den Edmonton Oilers zu Recht als Erster gedraftet wurde. Er erzielte gleich in seinem ersten Spiel ein Tor, und ließ in der dritten Partie einen Hattrick folgen. Der 19-Jährige konnte aufgrund einer Schulterverletzung nur 62 Spiele bestreiten, kam aber dennoch auf beachtliche 52 Punkte.

Der Schwede Gabriel Landeskog war die Nummer zwei im letztjährigen Draft. Wie Nugent-Hopkins konnte er 52 Punkte erzielen, benötigte hierfür aber 82 Spiele. Der Left-Wing der Colorado Avalanche führt die Riege der Rookie-Stürmer mit einer Eiszeit von 18:36 Minuten pro Spiel an. „Es ist seine erste Saison, aber er spielt wie ein alter Hase“, zeigt sich Avalanche-Verteidiger Shane O’Brien von seinem Mitspieler begeistert.

Der letzte im Bunde ist Adam Henrique von den New Jersey Devils. Mit 22 Jahren ist er der älteste der drei Finalisten und wurde im Gegensatz zu den beiden Top-Picks erst in der dritten Runde an 82. Stelle gedraftet. Umso erstaunlicher ist seine Entwicklung. Der Center spielte wegen der Verletzung von Travis Zajac den Großteil der Saison mit den Superstars Ilya Kovalchuck und Zach Parise in der ersten Sturmreihe und verbuchte 51 Punkte in 74 Spielen. Mit 13 Postseason-Punkten und drei Game Winnern in den Playoffs hatte er maßgeblichen Anteil am Final-Einzug der Devils.

LAOLA1-Tipp: Der Außenseiter wirds. Die Amerikaner lieben Geschichten wie die von Henrique einfach.

Fabian Santner

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