"Haben es selbst in der Hand"

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Grabner hofft auf Rückkehr ins NHL-Play-off

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Michael Grabner hat beste Chancen auf eine Rückkehr ins Play-off der nordamerikanischen NHL.

Der 25-jährige Villacher liegt mit den New York Islanders acht Spiele vor Ende der verkürzten Saison auf Rang sieben der Eastern Conference - das Guthaben auf die neuntplatzierten Winnipeg Jets beträgt zwei Punkte.

"Zur Zeit läuft es gut für uns. In der Kabine ist eine super Stimmung. Wir sind mitten im Rennen und haben es selbst in der Hand", erklärte Grabner im Gespräch mit der APA.

Zuletzt 2007 in den Playoffs

Die Islanders waren zuletzt im Jahr 2007 in der entscheidenden Meisterschaftsphase dabei, Grabner erst einmal. Vor drei Jahren sammelte er in seiner ersten NHL-Saison mit den Vancouver Canucks Play-off-Erfahrung.

Dank zuletzt starker Leistungen darf er nun mit einem Comeback rechnen. Vor allem in den jüngsten drei Wochen ist das Team von Trainer Jack Capuano mit 15 Punkten aus 9 Spielen zur Hochform aufgelaufen.

"Zu Saisonbeginn haben wir einige Spiele nach einer Führung noch verloren, jetzt spielen wir im Schlussdrittel stärker und schauen, dass wir das letzte Drittel diktieren", sagte Grabner.

"Jeder Punkt wichtig"

Entscheidend werden wohl die direkten Duelle der Islanders (44 Punkte) gegen die Aufstiegskonkurrenten NY Rangers (44), Ottawa (44), Winnipeg (42), Buffalo Sabres mit Thomas Vanek (38) und Philadelphia Flyers (37) sein.

"Jeder Punkt ist in dieser Jahreszeit wichtig. Wir konzentrieren uns von Spiel zu Spiel", betonte der schnelle Flügelstürmer.

Der Höhenflug der Islanders, die zuletzt fünfmal in Serie eines der fünf schwächsten Teams der Liga waren, war nicht unbedingt zu erwarten. Für Grabner ist dafür die größere Routine ausschlaggebend.

"Wir sind heuer konstanter. Jeder ist ein bisschen älter geworden, ein bisschen schlauer. Wir wissen, was zu tun ist, um Spiele zu gewinnen und ins Play-off zu kommen", erklärte er.

13 Treffer in 37 Spielen

Auch für ihn selbst läuft es gut. Grabner startete die Saison zunächst in der zweiten Sturmlinie, spielt aber den Großteil der Saison in der dritten Reihe. Obwohl er mit durchschnittlich 15 Minuten Einsatzzeit keine Top-Eiszeiten erhält, kommt er auf seine Tore.

Der Kärntner hat in 37 Spielen 13 Treffer verbucht und ist gemeinsam mit Matt Moulson zweitbester Torschütze seines Teams hinter Star-Stürmer John Tavares (24 Tore).

"Wir probieren in der Mannschaft die Eiszeit besser aufzuteilen. Ich bin zufrieden, so wie es läuft. Hoffentlich mache ich noch zwei, drei, vier Tore. Wenn es so weitergeht, passt es gut", sagte Grabner.

"Da kann immer alles passieren"

Und danach soll es erst so richtig los gehen. "Das Play-off ist eine neue Saison, da kann immer alles passieren", so der Kärntner. Das beste Beispiel dafür waren im vergangenen Jahr die Los Angeles Kings, die gerade noch ins Play-off gerutscht waren und schließlich den Stanley Cup gewannen.

Die Islanders beenden ihren Grunddurchgang am 26. April, schaffen sie den Aufstieg ins Play-off, wird Grabner der österreichischen Nationalmannschaft bei der A-WM in Helsinki fehlen.

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