"Wenn EBEL, dann nur zum VSV"

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"Die Versicherungssumme ist sehr hoch"

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Es ranken sich viele Gerüchte um unsere NHL-Exporte Thomas Vanek, Andreas Nödl und Michael Grabner.

Während Thomas Pöck bereits durchklingen ließ, trotz des NHL-Lockouts in den USA bleiben zu wollen, sind die anderen drei Cracks nicht abgeneigt nach Österreich zu kommen.

Jedoch stehen neben der Unsicherheit der Länge des Lockouts auch finanzielle Hindernisse im Raum. Die Versicherungen für die einzelnen NHL-Spieler sind für die wenigsten österreichischen Klubs leistbar. Dennoch wird nicht nur von den Medien wild spekuliert, bei welchen Klubs sich das Trio demnächst präsentieren wird.

Versicherungssumme ist sehr hoch

Vor allem Grabner wird konkret immer wieder mit dem VSV in Verbindung gebracht. Die Adler sind derzeit das einzige Team in der Erste Bank Eishockey Liga, welches nach 60 Minuten noch ungeschlagen ist und lachen von der Spitze der Tabelle.

„Wenn es Österreich ist, dann wird es wohl nur der VSV werden. Ich habe mit Thomas Vanek gesprochen und er würde auch gerne nach Österreich kommen. Da gibt es aber noch einige Dinge zu klären. Es kann noch dauern, falls es überhaupt zu Stande kommt. Man muss sich versicherungstechnisch absichern, falls man sich gröber verletzen sollte. Da geht es um viel Geld“, sagt der Islanders-Stürmer im Interview mit ServusTV.

Die Versicherung ist jeweils vom Vertrag des Spielers abhängig. Je höher dessen Bezüge und Gültigkeit sind, umso größer ist die Versicherungssumme.

„Genau kann ich es nicht sagen und wir haben bei verschiedenen Versicherungen angefragt. Pro Monat beläuft sich diese Summe für mich auf ca. 30.000 bis 40.000 Dollar. Man könnte sich natürlich nur ein Jahr versichern, aber wenn du dich verletzen solltest, wären die nächsten Jahre damit nicht abgesichert“, so Grabner, der derzeit noch in den USA weilt und mit Spielern von den Islanders, aber auch von anderen Teams, aufs Eis geht, um in Form zu bleiben.

Für Grabner ist der VSV in Österreich die einzige Option

Umziehen nicht so einfach

Doch nicht nur der finanzielle Aspekt schreckt manche Spieler vor einem Schnellschuss in Sachen Europa ab. Auch der Umzug von Nordamerika auf den alten Kontinent, ist nichts, das sich von heute auf morgen organisieren lässt.

„Viele sind sich noch unsicher, weil die Hoffnung besteht, dass doch noch eine Einigung erzielt wird. Sollte dies in zwei Wochen geschehen und du bist gerade mit deiner gesamten Familie nach Europa übersiedelt, ist das natürlich nicht leicht.“

Die Grundidee hinter einem Engagement in Europa ist jene der Spiepraxis. Auch wenn die NHL-Cracks hierzulande wohl nichts verdienen würden, wollen sie schlicht aufs Eis und ihrem Beruf nachgehen.

„Natürlich wollen die meisten Spieler nur ein paar Spiele machen, nachdem wir seit Mai im Fitnesscenter schuften. Das wird langweilig und man will endlich wieder Matchpraxis sammeln“, kann es der Villacher kaum erwarten.

Die Chancen den ehemals schnellsten Spieler der NHL in Österreicher live zu sehen, sind wohl eher gering. Kann sich der VSV die Dienste des „verlorenen Sohnes“ nicht leisten, wird sich der eingefleischte Villacher wohl für eine finanziell potentere Liga entscheiden.

„Für mich wird das eher schwer nach Österreich zu kommen, denn die Versicherung für die Verträge ist ziemlich teuer“, so Grabner gegenüber ServusTV.

Sebastian Rauch

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