Islanders werden Sorgenkind los

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Die Islanders beenden Zusammenarbeit mit DiPietro

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Die New York Islanders haben in Bezug auf den Salary Cap eine wichtige Personalie geklärt.

Der Klub von Michael Grabner einigt sich mit Torhüter Rick DiPietro auf ein „Buy-Out“ und ist somit ein Schwergewicht in Sachen Verdienst losgeworden.

Nummer-Eins-Draft-Pick

Ursprünglich hatte der 31-Jährige noch acht Jahre von seinem insgesamt 15 Jahre dauernden Vertrag bei den Islanders vor sich, aufgrund der Verletzungshistorie des US-Amerikaners entschieden sich die Verantwortlichen aber, sich von DiPietro zu trennen.

Der Schlussmann muss aber nicht traurig sein, er wird mit immerhin 1,5 Millionen Dollar jährlich für die nächsten 16 Jahre entschädigt und steht nun auf der Waiver List. Er kann sich, sollte er einen finden, einem neuen Klub anschließen, ohne auf die Ansprüche bei den Islanders verzichten zu müssen.

In seiner NHL-Karriere spielte der Torhüter nie für einen anderen Verein als die „Isles“. Im Jahr 2000 wurde er als Nummer-Eins-Draft-Pick von den New Yorkern gezogen und absolvierte in den folgenden Jahren insgesamt 318 Spiele, was ihn hinter Billy Smith zum Torhüter mit den zweitmeisten Einsätzen im Islanders-Jersey macht.

15 Jahre Vertrag

Aufgrund seiner zunächst guten Auftritte stattete ihn der Klub vor der Saison 2006/07 mit einem Rentenvertrag aus. In den darauffolgenden 15 Jahren sollte DiPietro 67,5 Millionen Dollar verdienen. Zwei Jahre lang schien sich die Investition auch zu lohnen, denn der Schlussmann stand in dieser Zeit 125 Mal auf dem Eis und gewann immerhin ein Viertel seiner Spiele.

In der Saison 2008/09 schlug dann aber der Verletzungsteufel gnadenlos zu und in den folgenden fünf Jahren absolvierte DiPietro gerade mal 50 Matches. Fortan pflasterten Gehirnerschütterungen sowie Hüft- und Knieoperationen seinen Weg.

Aus dem einst hochgelobten Profi, der als erster Goalie überhaupt an erster Stelle gedraftet wurde, war ein Sorgenkind geworden, von dem man sich nun trennen musste.

„Es war eine sehr schwere Entscheidung und sein Siegeswille und Einsatz für die Islanders stand nie in Frage. Wir wünschen ihm, dass er wieder auf die Beine kommt und komplett fit wird, damit er seine Karriere fortsetzen kann“, kommentiert General Manager Garth Snow den „Buy-Out“.

Rente gesichert

Ob seine Zukunft in der NHL liegen wird ist fraglich, die Verletzungsanfälligkeit hat sich in der stärksten Liga der Welt natürlich herumgesprochen.

Sportlich wäre es für DiPietro natürlich schade, sollte er keinen neuen Klub finden. Finanziell wird es der 31-Jährige, bei 1,5 Millionen Euro jährlich, die er in den nächsten 16 Jahren von den Islanders überwiesen bekommt, wohl verkraften.

Sebastian Rauch

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