Vanek und Grabner sind noch im Playoff-Rennen

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Langsam aber sicher wird es ernst in der NHL.

Das letzte Viertel des Grunddurchgangs wurde bereits in der vergangenen Woche eingeläutet, der Kampf um die Playoff-Plätze geht in die Endphase.

Während sich die Pittsburgh Penguins und die Chicago Blackhawks schon für die Postseason qualifiziert haben, ist der Playoff-Zug für die Teams aus Florida, Tampa Bay, Carolina, Colorado, und Calgary wohl schon abgefahren.

Mitten drin im Kampf um die begehrten Plätze sind hingegen noch die Klubs der beiden österreichischen NHL-Exporte Michael Grabner und Thomas Vanek. Die New York Islanders befinden sich mit 42 Punkten auf dem achten Rang der Eastern Conference und somit genau über dem Strich, den elftplatzierten Buffalo Sabres hingegen fehlen vier Punkte auf den begehrten Platz.

Bei neun ausstehenden Spielen und somit 18 zu vergebenden Punkten ist also noch alles möglich.

Die Situation der beiden NHL-Cracks ist dieses Jahr für österreichische Eishockeyfans auch deshalb sehr interessant, weil Vanek bereits angekündigt hat, die Nationalmannschaft bei der A-WM in Finnland und Schweden zu verstärken, falls die Playoffs verpasst werden. Auch bei Grabner geht man von einem solchen Entschluss aus.

Grund genug für LAOLA1, die bisherige Saison und das Restprogramm der beiden „Österreicher-Klubs“ zu begutachten und deren Playoff-Chancen zu analysieren.

Rückblick

Die Islanders sind sicher eine der positiven Überraschungen der diesjährigen NHL-Saison. Nicht viele Experten haben der Franchise aus New York eine Playoff-Chance vorausgesagt. Auch für Michael Grabner persönlich läuft es nach Plan. Der 25-Jährige erzielte in 36 Einsätzen zwölf Tore, er trifft also in jedem dritten Spiel. Was der jungen Mannschaft um John Tavares allerdings fehlt, ist die Konstanz. Drei Siege am Stück zu Saisonbeginn waren das höchste der Gefühle, ansonsten glich die Spielzeit bislang einer Berg- und Talfahrt.

Ausblick

Mit Boston, den New York Rangers, Philadelphia und Carolina haben die Islanders noch vier Gegner vor sich, gegen die man sich eher schwer getan hat. Gegen die wieder erstarkten Flyers müssen Grabner und Co. sogar noch zweimal ran. Dazu kommen die Toronto Maple Leafs, die in den letzten zehn Begegnungen nur eine Niederlage nach regulärer Spielzeit einstecken mussten. Insgesamt also sechs Spiele, in denen die Trauben sehr hoch hängen. Dass die letzten fünf Partien allesamt auswärts stattfinden, macht die Aufgabe sicherlich nicht leichter.

Analyse

Die „Isles“ befinden sich momentan zwar über dem Strich, profitieren dabei aber auch von Schwächephasen der Teams aus New Jersey und Winnipeg. Aufgrund des schweren Restprogramms wird es am Ende knapp aber doch nicht reichen. Es bedürfte schon einer kleinen Siegesserie, um doch noch auf den Playoff-Zug aufzuspringen, davon ist bei den Islanders derzeit aber nicht auszugehen.

Datum

Gegner (S/N/NnV)

Ort

Direkte Duelle

9.4.

Philadelphia (17/18/3)

Heim

0:7 (h), 4:3 S/O (a)

11.4.

Boston (24/9/4)

Auswärts

2:4 (a), 1:4 (h)

13.4.

NY Rangers (19/15/4)

Heim

1:4 (a), 4:3 S/O (a), 1:2 OT (h)

16.4.

Florida (13/20/6)

Heim

4:3 (a), 3:0 (h)

18.4.

Toronto (21/13/4)

Auswärts

7:4 (a), 4:5 OT (h)

20.4.

Winnipeg (19/19/2)

Auswärts

4:5 OT (a), 5:2 (h)

23.4.

Carolina 16/19/2)

Auswärts

4:6 (h), 2:4 (h)

25.4.

Philadelphia (17/18/3)

Auswärts

0:7 (h), 4:3 S/O (a)

26.4.

Buffalo (16/17/6)

Auswärts

2:3 (h), 4:0 (a)

Rückblick

Dass die Sabres überhaupt noch Chancen auf die Postseason haben, verdanken sie einerseits Thomas Vanek, der gerade zu Saisonbeginn mit seinen Toren für den einen oder anderen unerwarteten Punkt sorgte, andererseits dem derzeitigen Höhenflug. Die Mannschaft spielte sich zuletzt auch ohne den verletzten Österreicher in einen Lauf und ließ die schon verloren geglaubte Playoff-Chance wieder aufleben. In den letzten zehn Partien verließ man nach 60 Minuten das Eis nur zweimal als Verlierer und sammelte 14 Punkte.

Ausblick

Das Restprogramm der Sabres beginnt mit einem Gastspiel in Winnipeg, das aufgrund der Tabellensituation – die Jets haben zwei Punkte mehr auf dem Konto als Vanek und Co. - als Pflichtsieg eingestuft werden muss. Darauf folgt schon die richtungsweisende Partie gegen die starken Montreal Canadiens, wo man zuletzt mit 1:6 unterging. Im Gegensatz zu den Islanders bestreiten die Sabres sechs ihrer letzten neun Spiele im heimischen First Niagara Center – ein klarer Vorteil. Mit den Penguins und den Bruins haben sie aber zwei harte Auswärts-Brocken vor sich.

Analyse

Die Sabres können es in ihrer derzeitigen Verfassung mit jedem Team aufnehmen und haben sechs Mal Heimvorteil. Die Kehrseite der Medaille ist allerdings, dass angesichts des Vier-Punkte-Rückstands auf Platz acht auch mindestens ebenso viele Siege benötigt werden. Können die Sabres ihren derzeitigen Lauf prolongieren, wäre sogar ein „Endspiel“ am 48. Spieltag gegen die Islanders denkbar. Wahrscheinlicher ist allerdings, dass Thomas Vanek Österreich bei der A-WM in Finnland verstärken wird.

 

Fabian Santner

Datum

Gegner (S/N/NnV)

Ort

Direkte Duelle

9.4.

Winnipeg (19/19/2)

Auswärts

1:2 (h)

11.4.

Montreal (25/8/5)

Heim

1:6 (a),5:4 S/O (h), 3:2 OT (a)

13.4.

Philadelphia (17/18/3)

Heim

5:2 (h), 2:3 (a)

14.4.

Tampa Bay (16/20/2)

Heim

2:1 (a), 1:2 (a)

17.4.

Boston (24/9/4)

Auswärts

7:4 (a), 1:3 (h), 4:2 (h), 0:2 (h)

19.4.

NY Rangers(19/15/4)

Heim

2:3 S/O (a), 3:1 (h)

20.4.

Pittsburgh (29/19/9)

Auswärts

3:4 (h), 4:1 (a)

22.4.

Winnipeg (19/19/2)

Heim

1:2 (h)

26.4.

NY Islanders (19/16/4)

Heim

3:2 (a), 0:4 (h)

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