Österreich unterliegt den USA nach guter Leistung

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Österreichs Eishockey-Nationalmannschaft hat das erste Testspiel mit dem WM-Kader verloren.

Die ÖEHV-Auswahl hielt am Dienstag das Spiel gegen das mit elf NHL-Spielern angetretene US-Team zwei Drittel lang offen, musste sich aber mit 1:4 (1:1,0:0,0:3) geschlagen geben.

Am Mittwoch (19.00 Uhr) folgt in Wien gegen Kanada die Generalprobe für die am Freitag beginnende Weltmeisterschaft in Prag.

Raffl sorgt für den Ausgleich

Mike Reilly brachte die USA früh in Führung (3.), Michael Raffl gelang aber schon in der 7. Minute zur Freude der 5.000 Zuschauer im Eissportzentrum Kagran der Ausgleich.

Im Schlussdrittel schossen Steve Moses im Powerplay (41./PP), Auston Matthews (52.) und Jeremy Morin (57.) die USA noch zu einem klaren Sieg.

Die Österreicher hatten die bisherigen Tests verloren, mit den neu dazugekommenen Spielern von Meister Salzburg und Vizemeister Vienna Capitals sowie NHL-Stürmer Michael Raffl machten sie gegen die favorisierten Gäste aber 40 Minuten lang eine gute Figur.

Swette als hochkarätiger Rückhalt

Zudem war Torhüter Rene Swette ein hervorragender Rückhalt und machte einige hochkarätige Chancen der Amerikaner zunichte.

Das US-Team dominierte die Anfangsphase und ging durch Mike Reilly früh in Führung (3.).

Doch die Österreicher fanden schnell ins Spiel und wurden vor allem mit der ersten Linie Rafael Rotter/Michael Raffl/Brian Lebler auch immer wieder gefährlich. Deren zweite gute Offensiv-Aktion führte auch zum Ausgleich.

Michael Raffl, einziger NHL-Legionär bei den Österreichern, traf nach schöner Einzellaktion zum 1:1 (7.).

Entscheidung im Schlussdrittel

Im Mitteldrittel starteten das US-Team von Todd Richards neuerlich stark, konnte aber Swette nicht bezwingen. 18 Sekunden nach Beginn des Schlussdrittels nützten sie aber ein Überzahlspiel durch Moses zur vorentscheidenden 2:1-Führung.

Am Mittwoch wartet mit Olympiasieger Kanada ein noch stärkerer Gegner.

Die Kanadier haben ausschließlich NHL-Spieler mit dabei und sind einer der Top-Favoriten der WM in Prag und Ostrau/Ostrava. Nach dieser Partie reduziert Ratushny seinen Kader um drei Spieler auf 25 Mann, die in Tschechien um den Klassenerhalt kämpfen.

Österreich - USA 1:4 (1:1,0:0,0:3) 
Wien, 5.000. Tore: M. Raffl (7.) bzw. Reilly (3.), Moses (41./PP), Matthews (52.), Morin (57.). Strafminuten: 12 bzw. 6.

Österreich: Swette - Pallestrang, Heinrich; Peter, F. Iberer; Altmann, Mühlstein; Mitterdorfer, Schumnig - Rotter, M. Raffl, Lebler; Latusa, Komarek, Th. Raffl; N. Petrik, Hundertpfund, M. Geier; Cijan, Herburger, Ganahl.

USA: Hellebuyck (41. Lyon) - Krug, Faulk; Reilly, Murphy; Moore, Redmond; Gardiner - Matteau, Hendricks, Lewis; Smith, Arcobello, Morin; Vesey, Eichel, Moses; Matthews, Larkin, Sexton

Stimmen zum Spiel:

Daniel Ratushny (Teamchef): "Wir waren 40 Minuten gut, aber in den letzten 20 Minuten nicht gut genug. Wir brauchen dieses Niveau über 60 Minuten und müssen mehr Konstanz reinbringen. Gegen solche Teams ist es das gleiche Spiel, nur schneller. In den ersten Minuten hatten wir zuviel Respekt, aber danach war es besser."

Rene Swette: "1:4 ist bitter, wir haben uns besser verkauft. Im letzten Drittel haben wir gemerkt, dass wir schon müde waren."

Raphael Rotter: "Das war ein guter Test für uns. Wir haben uns gut geschlagen. Swette war exzellent. Wir sind eine zusammengewürfelte Truppe, hatten teilweise erst vier Einheiten, da fehlt die Abstimmung. Am wichtigsten ist, das wir uns an den Speed gewöhnen."

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