"Wir denken Schritt für Schritt in Richtung Prag"

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Es ist ein junges Team, das Daniel Ratushny für die Euro Ice Hockey Challenge um sich versammelt.

Mit Nikolas Petrik wird der  Nationaltrainer gegen Slowenien, Italien und die Slowakei nur einen einzigen Spieler aufs Eis schicken, der älter als 29 Jahre ist, Thomas Vallant (19) und Mario Huber (18) sind sogar noch Teenager.

Junges Team, junge Coaches

Der Kanadier selbst zählt mit seinen 44 Jahren ebenfalls noch lange nicht zum alten Eisen und auch seine Assistenten sind alles andere als alt. Dieter Kalt (40 Jahre), Christoph Brandner (39) und Reinhard Divis (39) könnten theoretisch sogar noch selbst aktiv sein.

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Dementsprechend hoch ist das Tempo, welches das Trainerteam in der ersten Trainingseinheit in der Albert-Schultz-Halle vorgibt.

Den Spielern scheint der frische Wind im Nationalteam jedenfalls zu gefallen, es wird fokussiert gearbeitet und die Stimmung ist vor dem ersten Spiel gegen Slowenien am Donnerstag  ausgezeichnet.

Teamchef mit Doppelfunktion

Das Turnier in Wien bietet Ratushny, der neben der Nationalmannschaft auch EBEL-Leader RB Salzburg betreut, erst zum zweiten Mal die Möglichkeit, mit seinen Spielern zu arbeiten.

Umso erstaunlicher ist es, dass der Kanadier wie schon beim Turnier in Ljubljana im November zahlreiche neue Cracks eingeladen hat und sich nicht im Hinblick auf die bevorstehende A-WM im Mai schon auf die endgültige Kadersuche begibt.

LAOLA1: Kann man also davon ausgehen, dass die Mannschaft für die A-WM ganz anders aussehen wird?

Ratushny: Unser Fokus liegt jetzt zu 100 Prozent auf diesem Turnier. In den Wochen und Monaten danach steht dann die Weltmeisterschaft im Mittelpunkt. Wir haben einen genauen Trainingsplan sowie eine detaillierte Spielerliste für die WM-Vorbereitung und denken Schritt für Schritt in Richtung Prag.

LAOLA1: Spielen in ihren Überlegungen auch die NHL-Spieler Thomas Vanek, Michael Grabner und Michael Raffl eine Rolle?

Ratushny: Keine Frage. Wenn solche Qualitätsspieler für das ÖEHV-Team spielen wollen, dann sind sie natürlich Kandidaten für uns.

LAOLA1: Mit Dieter Kalt, Christoph Brandner und Reinhard Divis stehen Ihnen drei österreichische Eishockey-Legenden als Co-Trainer zur Seite. Wie funktioniert die Zusammenarbeit?

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Ratushny: Wir sind ein Team und ziehen an einem Strang. Die drei haben sehr viel Erfahrung im österreichischen Eishockey, es ist äußerst positiv für mich und hilft mir, dass wir zusammenarbeiten.

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Im LAOLA1-Interview erklärt der Trainer seine Einberufungspolitik und inwieweit sich sein Spielsystem in Salzburg von dem mit der Nationalmannschaft unterscheidet. Außerdem verrät er, warum die Doppelfunktion als Klub- und ÖEHV-Coach für ihn kein Problem darstellt.

LAOLA1: Wie war das erste Training mit der Nationalmannschaft seit November?

Daniel Ratushny: Ich bin sehr zufrieden. Wir haben 35-40 Minuten einfache eisläuferische Übungen sowie Pass- und Schussübungen gemacht. Danach hatten wir eine Besprechung, um den Spielern unser System zu erläutern. Im zweiten Teil des Trainings haben wir dann versucht, dies im fünf gegen fünf umzusetzen. Die Jungs haben das sehr gut gemacht.

LAOLA1: Sind Sie im Nationalteam eigentlich gezwungen, ein anderes System zu spielen, als mit Salzburg?

Ratushny: Nicht wirklich, es ist eigentlich ziemlich ähnlich. Der größte Unterschied liegt darin, dass alles etwas einfacher ist, da wir mit der Nationalmannschaft nicht so viel Zeit miteinander verbringen und deshalb natürlich kaum komplizierte Sachen einstudieren können. Meine grundsätzliche Philosophie ziehe ich aber durch, ich will Hockey mit viel Scheibenbesitz spielen lassen.

LAOLA1: Liegt der Fokus momentan rein auf der Spielersichtung oder ist das Ergebnis dieses Turniers ebenfalls wichtig?

Ratushny: Natürlich spielt das Ergebnis eine Rolle. Man will immer gewinnen. Aber so ein Turnier gibt mir auch die Möglichkeit, neue Spieler zu sichten. Wir bauen zwar ein Team für die Weltmeisterschaft auf, aber die Hälfte der Jungs war nicht mit uns mit in Slowenien. Diese Spieler kennenzulernen, ist wichtig für die Zukunft der Nationalmannschaft.

Wenn Ratushny erklärt, lauschen die Cracks hochkonzentriert

LAOLA1:Wie schwierig ist es, sowohl Salzburg als auch das Nationalteam zu trainieren?

Ratushny: Das ist eigentlich kein Problem. Während des International Break habe ich genügend Zeit, um mich auf meine Aufgaben für das Nationalteam vorzubereiten. In Salzburg leitet währenddessen mein Assistant-Coach Rob Davison, der mein vollstes Vertrauen genießt, das Training. Von daher kann ich mich in dieser Woche einzig und allein auf Team Austria konzentrieren.

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LAOLA1: Wie erwarten sie die Gegner Slowenien, Italien und Slowakei?

Ratushny: Slowenien war stark in Ljubljana, diese Mannschaft kennen wir, sie wird auch am Donnerstag in Wien stark auftreten, davon bin ich überzeugt. Italien und die Slowakei werden wir vor unserem Spiel genau beobachten, damit wir wissen, was uns erwartet. Ich bin aber recht zuversichtlich.

 

Das Gespräch führte Fabian Santner

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