Zahlreiche Absagen für Suhonen

Aufmacherbild
 

Suhonen sieht Nachwuchsstrukturen auf Schiene

Aufmacherbild
 

In den vergangenen Wochen sind die neuen Strukturen im österreichischen Eishockey-Verband so richtig sichtbar geworden.

Das Trainer-Programm wird durch die drei Teamchef-Assistenten Dieter Kalt, Christoph Brandner und Reinhard Divis personifiziert, im Juli und August haben alle Nachwuchs-Nationalteams vom Verband geleitete Trainingslager abgehalten.

U-Mannschaften entwickeln sich positiv

150 Spieler waren zuletzt in Kapfenberg bei den Lehrgängen von U15, U16, U18 und U20 dabei.

Dazu bestritt das Future-Team (meist 15 - 17 Jahre) den Rookies-Cup in Salzburg und schlug sich gegen gegen die U16-Teams von Tschechien (1:2), Deutschland (2:1) und der Slowakei (ein Sieg und eine Niederlage nach Penaltyschießen) gut.

"Das ist die Zeit, wo ein Spieler seine Entwicklung machen muss", freute sich ÖEHV-Sportdirektor Alpo Suhonen über die Ergebnisse.

40 Absagen für Lehrgang

Allerdings waren dem Finnen die Absagen zu viel, rund 40 eingeladene Talente kamen nicht.

Begründungen wie Urlaub, Trainingslager des Vereins bzw. Try-out im Ausland oder gar überhaupt keine Rückmeldung ärgern Suhonen.

Als Beispiel führte er an, dass von einem Schweizer Verein vier junge Eidgenossen zum Verbandstraining der Schweizer gefahren sind, der junge österreichische Klubkollege allerdings nicht zum österreichischen Nationalteam.

Bief an Präsidenten, Trainer und Eltern

"Strukturen und Inhalt sind da. Wir haben auch gute Coaches im Verband gefunden."

"Die wichtigste Frage ist nun, wie können wir die Einstellung genauso weit bringen wie in anderen Ländern, dass alle eine professionelle Einstellung bekommen", sagte Suhonen und will mit einem Brief an die Klubpräsidenten, Vereinstrainer und Eltern Überzeugungsarbeit leisten.

"Ich glaube den meisten ist nicht bewusst, wie wichtig es ist zu zeigen, wie man richtig trainiert", so Suhonen.

Bader organisiert Coaching-Mentoring

Das Projekt - und davon ist Suhonen als Mastermind dahinter natürlich überzeugt - würde die Entwicklung nachhaltig fördern.

Der Schweizer Roger Bader soll Garant dafür sein, er baut die Trainerausbildung um und organisiert auch Coaching-Mentoring bei den Vereinen.

Das größte Potenzial ortet Suhonen bei den österreichischen Talenten im körperlichen Bereich, effizienteres Training sollte die Defizite schnell beheben helfen.

Neuregelung der Ausbildungskosten

Eine Überlegung ist, auch die Frage der Ausbildungskosten neu zu Regeln. Ein Plan ist im Entstehen, der an das Schweizer Modell angelehnt ist.

Die Eidgenossen haben Transferzahlungen für Schweizer Spieler komplett abgeschafft und durch "Ausbildungseinheiten" ersetzt. Jeder Schweizer Spieler kostet einem Verein pro Saison eine Miete, die sich aus dem Alter, den internationalen Spielen und den Liga-Einsätzen in den jüngsten zwei Jahren errechnet.

Diese Miete wird jährlich an die Vereine bezahlt, die an der Ausbildung des Spielers beteiligt waren.

Zum Seitenanfang»
Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen