DEL will keinen hauptamtlichen Bundestrainer

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Mit Wochenbeginn endete nicht nur die Ära des deutschen Bundestrainers Jakob Kölliker – beim Deutschen Eishockey-Bund scheint es derzeit so zu sein, als ende die Ära von Bundestrainern überhaupt.

Nach der im Resultat desaströs verlaufenen Weltmeisterschaft trennte sich der DEB nun vom Schweizer. Im Interview mit Hockeyweb.de spricht der Ex-Bundestrainer über die desaströse WM, die Rolle der DEL und seine persönliche Zukunft.

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Frage: Herr Kölliker, waren es schlussendlich die beiden letzten Spiele der WM mit dem 4:12 gegen Norwegen und dem 1:8 gegen Tschechien, die nun den Ausschlag zur Trennung gegeben haben? Die Vorbereitung zuvor ohne Niederlage nach regulärer Spielzeit wurde ja noch sehr positiv wahrgenommen.

Kölliker: Diese zwei Spiele bleiben letztlich hängen. Es ist schade, dass alles, was vorher passiert ist, vergessen ist. Es war ein längerer Prozess. Ich habe dem DEB eine Analyse vorgelegt, die positiven und negativen Punkte genannt. Nun kam es zu der Entscheidung, dass wir uns trennen. Das ist schade, denn mir hat die Arbeit mit der deutschen Nationalmannschaft Spaß gemacht.

Frage: Was gab nun den Ausschlag für die Trennung?

Kölliker: Durch den Kooperationsvertrag mit der Deutschen Eishockey-Liga gibt es eine andere Gewichtung. Von DEL-Seite ist ein hauptamtlicher Bundestrainer nicht mehr gewollt.

Frage: Dieser Vorschlag war schon seit einiger Zeit ein Thema – und sie waren für die Rolle eines Sportdirektors vorgesehen. Aber auch das kommt ja nun nicht zustande. Warum?

Kölliker: Es gab einige Gespräche zu diesem Thema. Und ich war auch bereit mitzuhelfen. Ein Pflichtenheft habe ich aber nie zu Gesicht bekommen.

Frage: Sie sagten, Sie haben dem DEB eine Analyse vorgelegt. Was waren Ihrer Meinung nach die Gründe für die schlecht verlaufene Weltmeisterschaft?

Kölliker: Das war eine Summierung von Details. Ich möchte das hier nicht ausführen. Wenn der Deutsche Eishockey-Bund diese Analyse offenlegt, ist das okay.  Aber ich möchte keine öffentliche Abrechnung. Es gab aber über die ganze Spielzeit gesehen einige Punkte, die nicht optimal gelaufen sind.

Frage: Wie geht es nun für Sie weiter?

Kölliker: Ich hatte im Frühjahr einige Angebote. Die habe ich aber alle abgelehnt, weil ich davon ausgegangen bin, dass ich beim DEB bleibe. Denn auch nach der WM war noch alles auf grün gestellt. Ich genieße nun erst einmal den Sommer mit meiner Familie und verarbeite meine Erfahrungen mit der deutschen Nationalmannschaft. In jedem Fall wünsche ich dem DEB und vor allem den Spielern alles Gute. Ich hoffe, dass es mit dem neuen Fokus funktioniert.

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