Die große LAOLA1-Saison-Vorschau: Black Wings Linz

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Die neue Saison steht vor der Tür und kaum eine Mannschaft hat so einen Wandel erlebt wie die Black Wings aus Linz.

Nach einer mehr oder weniger verkorksten Saison musste Head Coach Kim Collins seinen Hut nehmen. Mit ihm gingen Spieler, die unter dem Kanadier noch als Leistungsträger gesehen wurden, in den Augen des Vereins aber ihren Zenit überschritten haben.

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Neuer Trainer, neues Spiel

Den ersten Schritt in eine erfolgreiche Zukunft machten die Black Wings mit der Verpflichtung von Rob Daum als neuen Trainer. Der 53-jährige Kanadier steht für neue Trainingsmethoden und Reformen auf und abseits des Eises. 

„Mit Rob Daum kommen sehr viele neue Informationen in die Mannschaft und taktisch als auch spielerisch sind das neue Dinge für uns. Ohne etwas vom letzten Jahr schlechtreden zu wollen, ist die Arbeit mit Sicherheit professioneller geworden“, bringt es Kapitän Philipp Lukas auf den Punkt.

Das Linzer Urgestein wurde auch in seiner zwölften Saison bei den Oberösterreichern als Kapitän bestätigt.

(Hier geht es zum ganzen Interview mit Philipp Lukas)

Der Stürmer ist einer der älteren Garde, die den rigorosen Cut dieser Saison „überlebt“ haben. So mussten ehemalige Leistungsträger wie Robert Shearer, Brad Purdie, Reid Cashman, Rich Bronilla oder Jason Ward den Klub verlassen.

Ouellette nun in Linz

Der neue Trainer hat seine eigene Philosophie. Dafür haben die Oberösterreicher sage und schreibe 13! Neuzugänge für die kommende Saison im Kader.

Einer von ihnen ist Stürmer Mike Ouellette, der in Graz nicht mehr glücklich war und eine neue Herausforderung gesucht hat.

„Die Sachen haben sich nicht so ergeben, wie ich mir das gewünscht hätte. Ich habe gehofft, dass die Organisation in Graz ein wenig professioneller wird, aber um das zu erleben musste ich nach Linz wechseln“, war der Kanadier in der Steiermark nicht zufrieden.

Doch Ouellette ist lange genug im Geschäft um zu wissen, dass die positive Vorbereitung zwar gut für das Selbstvertrauen ist, man die Ergebnisse aber nicht überbewerten darf.

„Uns ist natürlich bewusst, dass die Preseason nicht viel zählt. Mit Beginn der Meisterschaft kräht kein Hahn mehr nach den Ergebnissen aus der Vorbereitung. Wir haben uns von Spiel zu Spiel gesteigert, aber die echte Herausforderung liegt erst noch vor uns.“

Ziel sind die Playoffs

Doch eines bestätigt die Pre-Season dennoch. Die Linzer haben die 13 Neuzugänge bereits gut integriert. Die Mannschaft hat sich binnen kürzester Zeit gefunden.

Den Hauptanteil hat daran nicht zuletzt Neo-Trainer Daum. Die Spieler scheinen den ruhigen Charakter zu akzeptieren und geben sich größte Mühe das geforderte so schnell wie möglich umzusetzen. Dies ermöglichte, dass die Stahlstädter schon früher als sonst üblich verschiedene taktische Varianten trainieren konnten.

„Wir haben bereits in der Pre-Season an den Systemen gearbeitet und agierten schon als Einheit auf dem Eis. Der Trainer schafft es, dass wir alle an einen Strang ziehen und er wird uns perfekt darauf einstellen, was uns in den Playoffs erwarten wird“, greift Ouellette schon ein wenig voraus.

Die Playoffs sind es auch, die Daum als Ziel für diese Saison ausgibt.

„Es ist wichtig dass wir die Playoffs erreichen und wenn diese erreicht sind, werden wir einen Schritt nach dem anderen machen. Wir müssen zuerst schauen, was die anderen Teams so drauf haben, um zu sehen, welche Ziele für uns realistisch sind“, so der kanadische Head Coach.

Wo stehen die Black Wings?

Die Kampfansage seines Spielers Ouellette, der Meister werden will, sieht Daum durchaus positiv, auch wenn er selbst lieber tief stapelt.

„Das ist die Art, wie die Spieler denken sollen. Als Trainer werde ich diese Einstellung sicher nicht bekämpfen, denn das ist der Fokus, den wir wollen. Ich hoffe, dass alle in unserer Umkleidekabine das glauben.“

Am ersten Spieltag empfangen die Black Wings die Mannschaft von Medvescak Zagreb. Es wird die erste richtungsweisende Herausforderung für Kapitän Lukas und seine Kollegen sein.

Spätestens dann wird sich zeigen, ob die neuen Spieler das neue System des Trainers tatsächlich verinnerlicht haben oder ob auf den Reformator noch einiges an Arbeit zukommt.

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Sebsatian Rauch und Christoph Köckeis

Heim

Auswärts

Ergebnis

Black Wings Linz

Karlovy Vary

4:3(0:0,0:1,4:2)

Black Wings Linz

EHC München

4:1(2:0,1:0,1:1)

Straubing

Black Wings Linz

2:3(0:0,1:1,1:2)

Black Wings Linz

Straubing

4:1(0:0,3:0,1:1)

Black Wings Linz

Ingolstadt

2:2(2:1,0:0,0:1)

Ouellette startete seine EBEL-Karriere in der Saison 2009/10 bei Medvescak Zagreb und scorte in seinem ersten Jahr 48 Punkte (24 Tore) in 52 Spielen. In der vergangenen Spielzeit verbuchte der Kanadier im Dress der 99ers sogar noch sieben Zähler mehr und brachte es auf 55 Punkte (24 Tore).

Nun hat er in Linz einiges vor und will die Marke des Vorjahres übertreffen.

„Ich erhoffe mir in diesem Jahr mehr, als dies noch in den letzten zwei Jahren der Fall war. Wir haben ausgezeichnete Spieler in unseren Reihen und persönlicher Erfolg kommt nur über eine starke Teamleistung. Wir sind eine richtig gute Truppe, die jeden in diesem Jahr noch stärker werden lässt“, so der 29-Jährige.

Kampfansage an die „Großen“

Die Euphorie des Stürmers führt sogar soweit, dass er sich zu einem gewagten Meistertipp hinreißen lässt.

„Die Mannschaft ist super und der Coach macht auf dem Eis einen sehr guten Job. Das Ziel ist ganz klar die Meisterschaft zu gewinnen. Wir haben das Zeug dazu. Natürlich gibt es die Favoriten in der Liga wie Salzburg oder Klagenfurt, aber ich denke wir sind in sehr guter Verfassung“, macht Ouellette eine Kampfansage in Richtung der Favoriten.

Die großen Töne des Neuzugangs kommen nicht von ungefähr, haben die Linzer in der Pre-Season doch für Furore gesorgt und Mannschaften aus der ersten tschechischen Liga sowie aus der DEL geschlagen.

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