Schöner als ein "Sweep"

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Es gibt Niederlagen, die so richtig weh tun, und es gibt welche, die fast angenehm sind.

Jene der Black Wings am Dienstag in Ljubljana (1:2) gehört wohl zur zweiteren Sorte.

Zwar entging den Stahlstädtern der "Sweep", im Gegenzug bekommen die Stahlstädter nun aber die Gelegenheit, die "Best of seven"-Halbfinalserie, in der sie nur noch 3:1 führen, am Donnerstag vor eigenem Publikum zu entscheiden. Klingt doch nach einem fairen Tausch.

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Makellose Heimbilanz

Die 3:1-Führung ruft bei einigen Fans allerdings Erinnerungen an die Viertelfinalserie wach, die letztendlich sogar über sieben Spiele ging.

Zu wiederholen scheinen sich auch die Warnungen von Black-Wings-Coach Rob Daum, der auch diesmal predigt: "Der letzte Sieg in einer Serie ist immer der schwerste."

Gegen eine weitere Verlängerung der Serie spricht aber die Heimbilanz der Linzer gegen Ljubljana. Gegen die Slowenen wurde die Linzer "Keine Sorgen"-Arena in dieser bisherigen Saison ihrem Namen vollauf gerecht.

Keine Zeit zum Grübeln

In den fünf Saison-Duellen verließen jeweils die Black Wings das Eis als Sieger. 4:2, 4:0, 4:0, 4:2 und 6:1 lauteten die Ergebnisse. An Toren der Gastgeber sollte es demnach nicht mangeln, was wieder auch Daum freuen würde.

Bei Ljubljana könnte mit Scott Hotham ein wahrer Linz-Spezialist ins Lineup zurückkehren. Der Angreifer traf in der aktuellen Saison gegen die Black Wings bereits vier Mal.

Mit breiter Brust nach Zagreb

Der KAC bekommt währenddessen in Zagreb die Gelegenheit, auswärts den Finaleinzug (Stand in der Serie 3:1) klarzumachen. Keine einfache Sache, blieben die "Rotjacken" in drei ihrer letzten vier Auftritte in der Bärenhöhle sieglos.

Bei den Kärntnern ist jedoch die Brust nach dem 4:1 zu Hause merkbar angeschwollen. Coach Christian Weber sprach nach der Schlusssirene von der besten Klagenfurter Leistung im Halbfinale.

Mit der richtigen Laufbereitschaft

Einer blühte zuletzt richtig auf: Dieter Kalt. Der Routinier scheint sich für die "Spiele um die Wurst" so richtig motivieren zu können.

Auch dem 37-Jährigen war der Ruck, der nach dem 4:1 durch die Mannschaft gegangen ist, nicht entgangen: "Wir haben gerade eine sehr gute Stimmung in der Mannschaft."

Diese möchten er und seine Kollegen nun ausnützen. "Wir müssen die gleiche Energie und Laufbereitschaft wie in Klagenfurt aufwenden, dann haben wir sicher eine Chance."

Reinhold Pühringer

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Dem Kanadier missfiel in Ljubljana nämlich insbesondere die Offensiv-Leistung seiner Mannen. "Wir müssen uns mehr Chancen erarbeiten", so der 54-Jährige, der diesbezüglich im dichten Playoff-Spielplan auch einen Vorteil sieht. "So haben wir keine Zeit, uns über ausgelassene Möglichkeiten Gedanken zu machen."

Nominelle Veränderungen sind aufgrund der ansonsten so guten Darbietungen gegen die Slowenen nicht zu erwarten. Pat Leahy wird aufgrund einer Verletzung auch am Donnerstag geschont.

Linz-Schreck vor Rückkehr

Bei Ljubljana hofft Headcoach Hannu Järvenpää, dass der Heimsieg eine Art Schlüsselerlebnis darstellt. "Da konnten wir unseren Game Plan erstmals erfolgreich umsetzen", so der Finne, der weiß, dass in Linz die Pucks wieder tief fliegen werden.

Womit erneut sehr viel Arbeit auf Tormann Matija Pintaric zukommen dürfte, der am Dienstag mit 39 Saves in Serie einen Glanztag erwischte. "Eine herausragende Leistung, er war der beste Mann auf dem Eis", strich auch Järvenpää hervor.

Nicht ganz so rosig ist allerdings Pintaric' Fangquote bei den bisherigen beiden Playoff-Partien in Linz, die sich gerade einmal auf 83,6 Prozent beläuft.

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