LAOLA1-Saisonvorschau: HC Innsbruck

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Die „Haie“ sind zurück.

Der HC Innsbruck ist nach dreijähriger Absenz zurück im Konzert der Großen. Nach dem Zwangsabstieg 2009 aus finanziellen Gründen, wagen die Tiroler einen erneuten Versuch, sich in der höchsten Spielklasse zu etablieren.

Als amtierender Nationalliga-Meister starten die Tiroler ins Abenteuer Erste Bank Eishockey Liga und wollen den positiven Geist des amtierenden Champions ins Oberhaus mitnehmen.

„Bereits im letzten Jahr in der Nationalliga hat die Mannschaft bewiesen, was sie zu leisten im Stande ist. Mit dem Momentum des Titelgewinns in die Saison zu starten, ist wichtig für uns“, hofft Neuzugang John Insana auf den Spirit der Meistermannschaft.

„Mannschaft ist der Star“

Der ehemalige Verteidiger der Vienna Capitals, der sich bei den Wienern nicht für einen langfristigen Vertrag empfehlen konnte, ist einer von acht Neuzugängen im Kader des EBEL-Neulings. Insgesamt hat Trainer Daniel Naud sieben Legionäre im Kader, der Rest des Rosters besteht aus Österreichern, wobei nicht weniger als 14 gebürtige Tiroler im kommenden Jahr das Trikot der „Haie“ überstreifen werden. Nachdem Anthony Aquino den Verein bereits wieder verlassen musste, soll ein weiterer Import-Spieler noch den Weg nach Innsbruck finden.

„Der Star ist die Mannschaft. Große Spieler haben wir nicht. Aaron Fox hat einige Erfahrung in der EBEL und er soll unsere jungen Spieler führen. Auch John Insana gehört zu den älteren Cracks, auch er muss einen Beitrag in der Kabine leisten. Von den Tirolern Patrick Mössmer und Alexander Höller erwarte ich, dass sie diese Positionen ebenfalls beziehen und die Jungs nach oben bringen“, nimmt Naud die Routiniers in die Pflicht.

Die Augen der Tiroler Öffentlichkeit sind vor allem auf die beiden Letztgenannten gerichtet. Die Söhne der Stadt, die in Innsbruck geboren wurden und nun den heimischen Verein zu neuen Höhen führen sollen.

Zwei Tiroler Burschen im Fokus

Der 29-jährige Mössmer, seines Zeichens Kapitän der Mannschaft, ist als Leader gefragt, der sowohl auf, als auch neben dem Eis die jüngeren Cracks bildlich gesprochen an der Hand nehmen soll.

Spielerisch sind die Zuschauer in der TWK-Arena aber vor allem auf den 27-jährigen Höller gespannt, von dem schon lange gesagt wird, er hätte das Zeug zum EBEL-Spieler. Sowohl Mössmer (Graz99ers) als auch Höller (Vienna Capitals) versuchten sich bereits in der höchsten Spielklasse, der Durchbruch gelang ihnen nicht.

Mit der beeindruckenden Statistik von 70 Punkten (26 Tore) in 32 Spielen der Nationalliga startet Höller nun einen weiteren Versuch, in der EBEL Fuß zu fassen. Auch die Teamkollegen, allen voran Aaron Fox, sind von der Qualität des Angreifers überzeugt.

„Alex ist ein sehr guter österreichischer Spieler, der in seiner Zeit bei den Capitals nie eine richtige Chance bekommen hat. Bei Patrick verhält es sich genauso. Wir haben einige Spieler, die es noch einmal allen zeigen wollen“, sagt der US-Amerikaner, der mit seinen 36 Jahren der älteste „Hai“ im Kader ist.

(Hier gehts es zum kompletten Interview mit Aaron Fox)

Machreich (Bild) sagt Tragust den Kampf ums Einser-Leiberl an

WM-Flair in Innsbruck

Zwei regelrechte Coups landeten die Verantwortlichen mit den Verpflichtungen von Antonin Manavian und Thomas Tragust.

Der französische Verteidiger und der italienische Schlussmann standen bei der A-WM in Schweden und Finnland jeweils für ihre Nationalteams auf dem Eis. Während der 26-jährige Goalie in vier Spielen zum Einsatz kam, absolvierte Manavian alle sieben Partien der Vorrunde.

„Ich bin bereit für eine neue Herausforderung und jeder weiß, dass Innsbruck ein super Pflaster ist. Die Liga ist gut und ich freue mich auf eine tolle Saison“, ist Tragust voller Tatendrang.

Ob der Italiener, der zuletzt für Sterzing zwischen den Pfosten stand, die etatmäßige Nummer eins ist, bleibt noch abzuwarten.

Mit Patrick Machreich verpflichteten die Innsbrucker auch einen zweiten Torhüter, der ebenfalls das Zeug zur Nummer eins hat und vom Traditionsverein VEU Feldkirch zu den Tirolern gestoßen ist.

„In den Vorbereitungsspielen haben wir beide einen guten Eindruck hinterlassen und Partick ist ein starker Goalie. Ich möchte natürlich so häufig wie möglich im Kasten stehen. Auf uns kommen viele Spiele zu und es wird ein harter Konkurrenzkampf. Der Bessere soll spielen“, sagt Tragust, der seine Ruhe und Konzentration zu seinen größten Stärken zählt.

Amateure müssen mitziehen

Dass diese Spieler das Niveau haben, um in der EBEL zu bestehen, daran zweifelt niemand.

Fraglicher wird dies, wenn man von den Leistungsträgern absieht und den Blick auf die vielen jungen Österreicher richtet, die teilweise Amateurstatus genießen und aus beruflichen Gründen gar nicht an allen Trainingseinheiten der Kampfmannschaft teilnehmen können.

„Es wird schwer, denn in der Nationalliga ist das Niveau schlicht ein anderes. Die Belastung in der EBEL ist schon allein aufgrund der Vielzahl an Spiele deutlich höher. Seit dem ersten Training versuche ich sehr intensiv trainieren zu lassen, damit sich die Spieler an die Geschwindigkeit und das körperliche Spiel gewöhnen. Es gibt Akteure, die das Niveau schneller erreichen werden, bei anderen wird es länger dauern. Nach dem ersten Spiel werden wir sehen, wo wir stehen“, will Naud mit seiner Einschätzung noch den Ernstfall abwarten.

Dieser tritt am 7. September ein, wenn sich der HC Innsbruck zu Hause in der TWK-Arena gegen die Graz99ers nach dreijähriger Absenz im Oberhaus zurückmeldet.

Zugänge: Patrick Machreich (Feldkirch), Thomas Tragust (Sterzing/ITA), Jon Insana (UPC Vienna Capitals), Craig Switzer (Aalborg), Anthony Aquino (Grenoble), Clemens Kuchinka (EC-KAC II), Francis Lemieux (Heilbrunner Falken), Mike Bartlett (Binghamton Senators/AHL), Antonin Manavian (Rouen/FRA)

Abgänge: Marc Schönberger (Karriereende), Rem Murray (Karriereende), Anthony Aquino (unbekannt)

Sebastian Rauch

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