Saisonvorschau 2015: RB Salzburg

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Zuverlässig wie eine gut geölte Maschine.

So lässt sich die Performance von RB Salzburg in der vergangenen Saison wohl am treffendsten beschreiben.

Stark, stärker, Salzburg

Die „Bullen“ waren in der EBEL eine Klasse für sich, dominierten sowohl im Grunddurchgang als auch in der Zwischenrunde und verloren in den Playoffs nur eine einzige Partie.

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Headcoach Daniel Ratushny schöpfte die in der Mozartstadt endlos scheinenden Ressourcen im Gegensatz zu seinen Vorgängern perfekt aus und formte eine Mannschaft, gegen die technisch aber auch – dank der vorhandenen Kadertiefe – physisch kein Kraut gewachsen war.

Man kann Salzburg wohl mit Fug und Recht als den souveränsten Meister der vergangenen Jahre bezeichnen und da sich im Sommer nicht allzu viel getan hat, gibt es auch wenig Grund zur Annahme, dass die „Bullen“ nicht auch diese Saison dominieren werden.

„Unser Ziel ist jedes Jahr dasselbe: Wir wollen Meister werden“, nimmt sich Kapitän Matthias Trattnig daher auch kein Blatt vor den Mund. „Wir hatten letztes Jahr schon eine sehr gute Mannschaft und haben daher nur wenige Neue geholt. Nach den Jahren, in denen immer sehr viele Spieler ausgetauscht wurden, ist es sicher ein Vorteil für uns, nun ein eingespieltes Team zu haben.“

Wenige Änderungen im Kader

Tatsächlich nahm Ratushny nur geringfügige Änderungen am „Bullen“-Kader vor und setzte dabei vor allem auf Beinarbeit. Der 44-jährige Kanadier, in Nebenfunktion ÖEHV-Teamchef, hat nämlich bereits angekündigt, diese Saison „etwas schneller“ spielen zu wollen.

In der Defense wurde daher Troy Milam, der zwar eine starke Saison spielte aber mit 35 Jahren eben nicht mehr der Jüngste ist, an die Vienna Capitals abgegeben. Mit Brian Connelly ersetzt ihn quasi eine etwas jüngere und mobilere Version seiner selbst.

Layne Viveiros, Sohn von Ex-Teamtrainer Manny Viveiros, wurde aus Nordamerika nach Salzburg gelotst, er wird die Rolle des siebten Verteidigers übernehmen. Florian Mühlstein (VSV) und Corin Konradsheim (Graz) wurden abgegeben.

Auf die Dienste von Backup-Goalie Bernd Brückler verzichten die Mozartstädter künftig ebenfalls, mit Fabian Weinhandl wurde für den ehemaligen Nationalspieler aber ein würdiger Ersatz verpflichtet.

Ratushny setzt auf Geschwindigkeit

Auch im Angriff setzt Ratushny auf Speed und nahm mit Ben Ferriero einen weiteren Legionär unter Vertrag. Der 28-jährige US-Amerikaner setzte bereits erste Ausrufezeichen in der Champions Hockey League, wo er in vier Einsätzen ebenso viele Tore erzielen konnte. Die „Bullen“ verlassen musste hingegen Markus Pöck, den es zurück nach Hause zum KAC zog.

Es sind also nur Nuancen, die Ratushny veränderte. Ziel war es, die ersten beiden Angriffsreihen, die hervorragend harmonierten, möglichst unangetastet zu lassen. „Je länger die Saison ging, desto besser haben die Linien funktioniert“, kann auch Trattnig dieser Vorgehensweise viel abgewinnen.

Kurz vor Saisonstart machte aber die NHL, genauer gesagt die Winnipeg Jets, den Verantwortlichen in Salzburg einen Strich durch die Rechnung. Die Franchise aus Kanada lud Thomas Raffl zum Trainingscamp ein, um ihn auf Herz und Nieren zu prüfen. Salzburg wollte dem 29-jährigen Nationalspieler keine Steine in den Weg legen und stimmte bereitwillig zu.

Name

Alter

Position

Nation

voriger Verein

Peter Hochkofler

20

Stürmer

Österreich

MHL-Team

Benn Ferriero

28

Stürmer

USA

Chicago Wolves/AHL

Layne Viveiros

20

Verteidiger

Österreich

Portland Winterhawks/WHL

Fabian Weinhandl

28

Torhüter

Österreich

Ritten/Serie A

Brian Connelly

29

Verteidiger

USA

Leksand/SHL

Saisonauftakt fix ohne Raffl

Den Saisonauftakt wird Raffl somit fix verpassen, das Training in Übersee startet am 17. September.

Sollte der robuste Angreifer in Nordamerika überzeugen, könnte er seinem Bruder Michael in die beste Liga der Welt folgen und somit ein großes Loch in den Kader reißen, welches zu so einem späten Zeitpunkt schwer zu füllen sein wird.

„Thomas ist ein Leistungsträger und qualitativer Führungsspieler in unserer Mannschaft. Sein Abgang ist nicht zu kompensieren, schon gar nicht durch einen Legionär“, erklärt Trattnig, wie wichtig der Villacher sowohl auf als auch abseits des Eises für die „Bullen“ ist.

Name

Alter

Position

Nation

neuer Verein

Troy Milam

35

Verteidiger

USA

Vienna Capitals

Florian Mühlstein

24

Verteidiger

Österreich

VSV

Markus Pöck

23

Stürmer

Österreich

KAC

Corin Konradsheim

21

Verteidiger

Österreich

Graz99ers

Bernd Brückler

33

Torhüter

Österreich

KAC

Cristoph Duller

21

Verteidiger

Österreich

Dornbirner EC

Keine Motivationsprobleme

Klar, der Abgang Raffls wäre gerade zu diesem Zeitpunkt ein harter Schlag. Aber auch im Falle eines NHL-Engagements des Goalgetters bleibt Salzburg der Meisterschaftskandidat Nummer eins. Die „Bullen“ sind was Qualität und Kadertiefe anbelangt einfach eine Stufe über alle anderen Mitfavoriten und zwei Stufen über die restlichen EBEL-Teams  zu stellen.

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Sorgen, dass die Truppe nach der Dominanz in der vergangen Saison Motivationsschwierigkeiten hat, muss man sich auch nicht machen. „Letzte Saison ist abgehakt. Daran denkt keiner mehr. Wir sind immer noch hungrig, wollen immer gewinnen“, so Trattnig.

Man darf also davon ausgehen, dass die Maschine wieder läuft.

Fabian Santner 

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