Salzburgs Aufholjagd in der Tabelle gestoppt

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EBEL-Meister RB Salzburg musste in der 8. Runde nach vier Siegen in Folge wieder eine Niederlage hinnehmen.

Der VSV nahm dank zweier Hunter-Tore ein 3:1 und die drei Punkte aus der Mozartstadt mit.

Tabellenführer Znojmo schoss Ljubljana 7:2 ab, aber die Capitals hielten mit einem 5:1 (2:0 nach 39 Sekunden) über die Graz99ers den Fünf-Punkte-Abstand.

Linz war in Fehervar bis Minute 59:24 zurück, gewann dank Kozek und Piche aber noch 2:1.

Dornbirn besiegte Innsbruck 5:1, der KAC siegte in Bozen 3:1.


LAOLA1 hat alle Facts zur 8. EBEL-Runde:

 Red Bull Salzburg - EC VSV 1:3 (1:1, 0:0, 0:2)

Tore: Walter (9./PP) bzw. Hunter (4./PP, 54.), Petrik (60./EN).

Eisarena Salzburg, 2.210 Zuschauer. Strafminuten: 8 bzw. 12.

 

Revanche geglückt: Vor einer Woche unterlagen die Villacher Adler im eigenen Nest 2:3, nun konnten sie die Pleite erwidern. Nach vier Siegen in Folge wurde die Aufholjagd der Bullen in der Tabelle somit gestoppt. Genau gleich lange ist es her, dass die Kärntner über volle drei Punkte jubeln konnten. Nun konnten sie etwas Abstand zwischen sich und den Tabellenkeller bringen.

Eine Sache für Einzelgänger: In Villach war es Benn Ferriero, der mit drei Toren herausragender Akteur des Spiels war, heute steuerte Eric Hunter die beiden entscheidenden Treffer bei. Beim 2:1 profitierte er aber von einem schweren Schnitzer des zurückgekehrten Matthias Trattnig, der ihm einen Querpass servierte.

Der Blick nach vorn: Daniel Welser sprach nach dem Spiel in Blickrichtung CHL klare Worte: "Das war nix heute. Im Schlussabschnitt haben wir zu viele Fehler im Spielaufbau gemacht und unsere Chancen nicht verwertet. Wenn wir am Dienstag in Hamar so wie heute spielen, wird es schwer. Wir müssen auf jeden Fall mehr machen. Aber wir haben heute unsere Schwächen aufgezeigt bekommen und haben jetzt die Chance, daraus zu lernen und wieder gemeinsam als Team aufzutreten. Das Spiel heute haben wir abgehakt, jetzt gilt nur noch die Champions Hockey League."

Vienna Capitals - Graz99ers 5:1 (4:0, 0:1, 1:0)

Tore: Iberer (1.), Fischer (1.), Hartl (6.), Nödl (7.) bzw. DeSimone (37.).

Eissportzentrum Kagran, Wien, 3.620 Zuseher. Strafminuten: 10 bzw. 4.


Starr vor Angst?: Wie geht man als Schlusslicht ins Gastspiel beim Tabellenzweiten? So jedenfalls nicht. Nach 39 Sekunden stand es 2:0, weitere 5:35 Minuten später war diese Marke verdoppelt. Die Capitals brannten die schnellste Zwei-Tore-Führung der EBEL-Geschichte ins Eis, der VSV benötigte als alter Rekordhalter 1:21 Minuten. Nach den drei Treffern in 30 Sekunden gegen Znojmo der nächste Geschwindigkeitsrekord für die Wiener, die in dieser Saison zuvor übrigens nie mehr als einen Treffer im Startdrittel verbuchen konnten.

Zwei kamen, sahen, und gingen wieder: Wenn man alles im Griff hat, muss man keine Risiken eingehen. David Kickert ersetzte Nathan Lawson, bei dem es zwickte, schon nach 20 Minuten - und das ohne leistungsbezogene Not. Auf der Gegenseite wurde der gleiche Wechsel vollzogen, der Arbeitstag des glücklosen Sebastian Dahm war entsprechend kurz. Thomas Höneckl ließ sich wenig zu Schulden kommen.

C-C-C-C-C-Combo: Wer oder was darf bei den Capitals gegenwärtig nicht fehlen? Genau - Derek Whitmore. Der US-Amerikaner setzte seinen Erfolgslauf fort und traf auch im sechsten Spiel hintereinander. In der Reihe 1-2-1-2-1-x wären heute aber eigentlich zwei Tore fällig gewesen. Schwach!

 Fehervar AV19 - Black Wings Linz 1:2 (0:0, 1:0, 0:2)

Tore: Martinelli (24./PP) bzw. Kozek (60./PP2), Piche (60./PP)

Eishalle Szekesfehervar, Zuseher: 3.012. Strafminuten: 18 bzw. 8.


Zehn in sieben: Fehervar sah in dieser Partie lange wie der sichere Sieger aus, weil die Linzer einmal mehr ihre - in dieser Saison den Fans bereits leidig bekannte - Abschlussschwäche offenbarten. Dann aber holte sich Fehervar in den letzten sieben Minuten zehn Strafminuten ab und brachte die Linzer so auf die Erfolgsspur.

Alle ACHTung: Sikorcin tat sich dabei besonders hervor, acht Sekunden nachdem er von der Strafbank zurück gekommen war, holte er sich die nächste Strafe ab. Mit solchen Undiszipliniertheiten ist in der EBEL kein Blumentopf zu gewinnen.

Zwei in 23: Und so kam es, wie es kommen musste. Dezimierte Ungarn hatten den anstürmenden Black Wings nichts mehr entgegen zu setzen und kassierten 36 bzw. 13 Sekunden vor dem Ende die spielentscheidenden Treffer. Die einen würden "Maßlandung", die anderen "Glück gehabt" dazu sagen.

Dornbirner EC - HC Innsbruck 5:1 (2:1, 1:0, 2:0) 

Tore: Greentree (11.), D'Alvise (16.), D'Aversa (27./PP), Livingston (48.), Zagrapan (52.) bzw. Ulmer (3.).

Messestadion Dornbirn, Zuschauer: 2.210. Strafminuten: 6 bzw. 8.


Serientäter: Wer als Bulldogs-Fan das erste Gegentor seiner Mannschaft miterleben möchte, sollte pünktlich in der Arena sein, denn dass es zeitig im Gehäuse der Vorarlberger klingelt, ist in dieser Saison fast garantiert. Dieses Mal zappelte der Punkt nach 142 Sekunden zum ersten - aber einzigen - Mal im Netz. 

Gegen den Trend: Nach vier Niederlagen in Folge tut dieser, auch in der Höhe verdiente Sieg den Bulldogs richtig gut. Setzte man in den letzen Wochen oftmals vergeblich zur Aufholjagd an und erzielte nur mehr Ehrentreffer, blieb man heute von stets konzentriert und gab auch nach dem Ausgleich und dem Führungstreffer nicht nach und ließ den Innsbruckern keine Chance.

HC Bozen - EC KAC 1:3 (0:0, 1:2, 0:1)

Tore: DiCasmirro (30./PP) bzw. Thomas Pöck (28., 60./EN), Ganahl (39.).

Eiswelle Bozen, 2.283 Zuschauer. Strafminuten: 4 bzw. 10.

 

Ausgeglichene Partie: 34:33 Torschüsse sprachen Bände. In Bozen fand eine von Anfang an offene Partie statt, die effizienteren Klagenfurter hatten das bessere Ende für sich.

Brückler Sieg-Garant: Neben der KAC-Effizienz zeichnete sich vor allem auch der Klagenfurter Goalie aus. Brückler hielt mit einer Fangquote von 97,1 Prozent mehrmals mit tollen Reflexen die Führung fest.

In ungewohnter Rolle: Verteidiger Thomas Pöck sorgte heute für die entscheidenden Tore der Kärntner. Der Defensivmann traf allein heute doppelt so oft wie in der bisherigen Saison und avancierte mit seinem Doppelpack zum Matchwinner, auch wenn das GWG auf Ganahls Konto ging.

HC Znojmo - Olimpija Ljubljana 7:2 (1:1, 0:1, 6:0)

Tore: Stach (20./PP), Bartos (41./PP), Cip (45., 55.), Podesva (48.), Sedivy (51., 52./PP) bzw. Chaput (15.), Hebar (30./PP).

Hostan Arena, Znojmo, 2.766 Zuschauer. Strafminuten: 8 bzw. 12.

 

Znojmo bleibt Heimmacht: Die Tschechen gewannen auch ihr fünftes Heimspiel der Saison. Fünf Spiele, Fünf Siege, 24:5 Tore. Die Adler sind und bleiben in der heimischen Hostan Arena eine Macht.

Fulminantes Schlussdrittel: Außenseiter Ljubljana wehrte sich tapfer und hielt die Partie lange Zeit offen. Im Schlussdrittel hatten die Slowenen der explodierenden Angriffsmaschinerie der Adler aber nichts mehr entgegenzusetzen und gingen mit 0:6 unter.

Unnötige Strafen: Beide Teams holten sich viele unnötige Strafen ab. Ljubljana spielte sechsmal in Unterzahl, aber auch das dominante Heimteam Znojmo kassierte acht Strafminuten. Ein Powerplay davon nutzten die effizienten Gäste zur neuerlichen Führung.

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