Spannung in allen sechs Hallen

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Knappe Erfolge für Salzburg und Innsbruck

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Die sechste EBEL-Runde bringt am Sonntag fast durchwegs spannende Spiele.

Selbst das 4:1 von Leader Znojmo bei Fehervar ist hart umkämpft und von vielen Strafen geprägt.

Salzburg setzt sich in Villach erst in der Schlussminute mit 3:2 durch. Mit demselben Ergebnis gewinnt Innsbruck das West-Derby gegen Dornbirn. Eine Aufholjagd der Gäste kommt zu spät.

Der KAC muss sich dem HC Bozen mit 3:4 nach Shootout geschlagen geben, die Capitals setzten sich gegen Ljubljana nach 0:2-Rückstand noch mit 5:3 durch.

Die Black Wings Linz festigen ihren zweiten Platz mit einem 4:2-Heimerfolg gegen Graz.

 

LAOLA1 hat alle Facts zur sechsten EBEL-Runde:

KAC - HC Bozen 3:4nP (2:0,0:2,1:1,0:1)

Tore: Setzinger (5.), M. Geier (14.), Schumnig (48./PP) bzw. Broda (28./PP), McMonagle (39.), Oberdörfer (57.), Vause entscheidender Penalty.

Klagenfurt, 3.700 Zuschauer, Strafminuten: 14 plus 10 Desantis bzw. 10.


Sicherer Rückhalt: Bozen-Keeper Jaroslav Hübl machte es überhaupt möglich, dass sich die Gäste in Klagenfurt überhaupt in die Overtime retteten. Bei den beiden Gegentreffern im ersten Drittel war er machtlos, aber es folgten zahlreiche starke Paraden und somit verhinderte er einen höheren Rückstand. Er entschärfte über 91 Prozent der Torschüsse und auch die beiden Penalties vom KAC konnte er entschärfen und wurde somit zum Matchwinner.

Hart umkämpft: Es war eine hart geführte Partie in Klagenfurt. Insgesamt 13 Mal (KAC 7x, HCB 6x) wurde ein Spieler auf die Strafbank geschickt. Beim KAC wurde Desantis zwei Mal in die Kühlbox geschickt zudem fasste er eine 10-Minuten-Strafe für einen überharten Check gegen den Kopf seines Gegenspielers aus.

Zweite Heimpleite: Die KAC-Fans mussten sahen im zweiten Heimspiel der Saison ihre Mannschaft zum zweiten Mal als Verlierer vom Eis gehen. Nach der Niederlage gegen Fehervar zu Saisonbeginn setzte es eine knappen 3:4-Pleite gegen Bozen. Somit gelingt es den Südtirolern (6.) in der Tabelle punktemäßig auf die Klagenfurter (5.) aufzuschließen.

VSV - EC Red Bull Salzburg 2:3 (0:0,1:1,1:2)

Tore: Leiler (33.), Alagic (48.) bzw. Ferriero (34.), Komarek (44.), Ledin (60.).

Villach, 3.087 Zuschauer. Strafminuten: 8 bzw. 6.

 

Mit der Schlusssirene: Alle hatten sich gedanklich schon auf eine Verlängerung eingestellt, aber Per Ledin hatte etwas dagegen. Der Salzburg-Crack avancierte zwölf Sekunden vor Spielende mit seinem abgefälschten Schuss zum Matchwinner und beschert den Bullen den zweiten vollen Erfolg der noch jungen Saison.

Aus allen Lagen: Die Zuschauer in Villach bekamen unheimlich viele Torschüsse zu sehen. Die beiden Mannschaften feuerten nicht weniger als 77 Mal auf das Tor. Die Bullen liegen in dieser Statistik mit 41:36 knapp vor dem VSV. Die Torhüter hatten dementsprechend viel zu tun. VSV-Keeper Lamoureux hielt 92,7 Prozent der Schüsse auf sein Tor. Bullen-Schlussmann Gracnar parierte sogar sensationelle 94,4 Prozent.

Kurioser Treffer: Bei einem Gegentor war VSV-Goalie Lamoureux absolut chancenlos. Dem 2:1-Führungstreffer der Bullen ging ein Komarek-Schuss voraus, der unhaltbar von einem Verteidiger abgefälscht wurde und dann in Zeitlupe über den VSV-Keeper flog und sich hinter ihm ins Tor senkte.

 Fehervar AV19 - HC Znojmo 1:4 (0:0,0:2,1:2)

Tore: Martinelli (60.) bzw. Stach (30.), Yellow Horn (37., 46.), Tomas (59.)

Szekesfehervar, 3.259 Zuschauer, Strafminuten: 17 bzw. 21.

 

Hexer Nechvatal: Fehervar zeigt wie gewohnt vor eigenem Publikum eine starke Leistung, holt Torchance um Torchance und Powerplay um Powerplay heraus. Die Teufel beißen sich jedoch die Zähne an Znojmos Patrik Nechvatal aus: Der Goalie entschärft unzählige Top-Möglichkeiten, verzeichnet 28 Saves und muss sich erst sieben Sekunden vor Ende geschlagen geben, als die Partie längst entschieden ist.

Ende zweier Serien: Der Tabellenführer aus Tschechien, der Fehervar zu Hause mit 2:1 besiegte, konnte vor dem Gastspiel in Ungarn noch nicht in der Fremde gewinnen. Das ändert sich ausgerechnet in Szekesfehervar, wo die heimischen Teufel zuvor bei ihren zwei Heimpartien siegreich geblieben sind.

Vienna Capitals - Olimpija Ljubljana 5:3 (0:1,3:1,2:1)

Tore: Whitmore (28., 54.), Nödl (30.), Bois (31.), Iberer (50./PP) bzw. Music (14.), Pesut (22.), Ropret (44./PP).

Albert-Schultz-Halle, Wien, 3.350 Zuschauer, Strafminuten: 12 plus 10 bzw. 6.


Matchwinner Andreas Nödl: Der Ex-NHL-Spieler trifft nicht nur zum 2:2, sondern glänzt auch als Assist-Geber zum 3:2 durch Bois, bereitet weitere Groß-Chancen vor und schießt an die Latte. Gerade in der Phase, als die Caps 0:2 zurück liegen, ist Nödl zur Stelle und legt den Grundstein für den Heimsieg.

Gelungene Revanche: Die Wiener rehabilitieren sich für die 2:5-Niederlage in Ljubljana vor einer Woche und dürfen sich über ein Sechs-Punkte-Wochenende freuen. Lange Zeit sieht es jedoch so aus, als sollte den Caps diese Revanche nicht gelingen.

Aufregung beim ersten Tor: Ales Music erzielt die Führung, indem er einen Schuss abfälscht. Die Situation ist unübersichtlich, ein vermeintlicher hoher Stock bleibt ungeahndet. Im Laufe der Aktion verletzt sich Ljubljanas Guillaume Desbiens, er wird ins Krankenhaus eingeliefert. Die Ärzte geben Entwarnung, es wird aber eine schwere Gehirnerschütterung festgestellt und der Kanadier bleibt über Nacht für weitere Untersuchungen in Wien.

Black Wings Linz - Graz99ers 4:2 (1:0,1:2,2:0)

Tore: Dorion (10.), McLean (31./PP), Hisey (51.), DaSilva (60./EN) bzw. Pirmann (30.), Mitchell (31.)

Linz, 4.000 Zuseher. Strafminuten: 8 bzw. 6

 Effiziente Linzer: Vor acht Tagen schossen die Linzer 38 Mal auf das Tor der Grazer - und verloren 0:1. Am Sonntagabend schossen die Linzer erneut 38 Mal auf das Tor von G99-Keeper Dahm, belohnten sich aber dieses Mal für ihre Mühen.

 Wilde 100 Sekunden: Dass uns ausgerechnet zwei der abschlussschwächsten Teams der Liga, Linz hatte vor der Partie elf Treffer, Graz gar nur sieben Treffer auf dem Konto, mit drei Toren von innerhalb nur 100 Sekunden belohnen, war nicht zu erwarten. Ab diesem 2:2 gewann die Partie nochmals an Tempo und bot den 4.000 Zusehern in der Halle großartige Unterhaltung und ein Happy-End.

HC Innsbruck - Dornbirner EC 3:2 (1:0,2:0,0:2)

Tore: Mössmer (8./PP), Schennach (23.), Lammers (40.) bzw. Petrik (53.), D'Alvise (60.)

Innsbruck, 1.600 Zuseher. Strafminuten: 8 bzw. 8

 Sag niemals nie: Wohl niemand in der Halle hätte mehr damit gerechnet, dass diese Partie noch einmal spannend werden könnte. Dann ein Fehlgriff des ansonsten starken Chiodo und die Partie war auf den Kopf gestellt. Die Bulldogs drängten, das 3:2 nach Videobeweis (Chiodo konnte trotz eines Wahnsinns-Reflexes die Scheibe erst hinter der Linie bändigen) sorgte noch einmal für Anspannung in der Halle - hatten die Haie doch erst am Freitag eine 3:1-Führung verspielt. Am Ende retteten die Tiroler aber den Sieg im Westderby verdient über die Zeit.

 Schaus sich das einer an: Acht Strafminuten sammelten die Innsbrucker, gleich sechs davon gingen auf das Konto des US-Amerikaners Nicholas Schaus. Sein Gegenstück auf Seiten der Dornbirner, James Livingston, verursachte "nur" die Hälfte aller Unterzahl-Situationen seiner Mannschaft.

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