Willkommen in den Playoffs!

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Dramatik pur am letzten Spieltag der EBEL-Quali-Runde.

Der KAC zittert sich gegen Dornbirn zu einem 2:1-Sieg und steht im Playoff. Divjak (31.) bringt die Gäste in Front, DeSantis (48./PP) schießt die Rotjacken zurück. Da der DEC einen Sieg nach regulärer Spielzeit braucht, verlässt Goalie Lawson das Eis.

Stefan Geier (60.) trifft ins leere Tor.

Die Graz 99ers gewinnen dank eines Ganzak-Treffers 5 Sekunden vor Schluss mit 2:1 gegen Ljubljana, verpassen aber das Playoff. Bozen gegen Innsbruck endet 5:2.

Znojmo sichert Platz 3 ab

Am letzten Spieltag der Pickround sichert Znojmo mit einem 5:2-Sieg bei den Red Bulls den dritten Platz ab.

Für die Salzburger ist es indes die erste Heimniederlage in diesem Jahr. Beim bedeutungslosen Spiel zwischen den Black Wings und den Vienna Capitals gehen die jungen Linzer mit 6:2 als Sieger vom Platz.

Fehervar kommt beim VSV zu einem 1:0-Auswärtssieg, der wird aber erst in der Verlängerung fixiert. Sarpatki trifft in Minute 62.

EBEL-Viertelfinale steht

Salzburg, Black Wings und Znojmo durften als Top 3 ihre Gegner wählen. So sieht das Viertelfinale der EBEL-Playoffs (Best-of-Seven) aus: Salzburg-VSV, BW Linz-Bozen, Znojmo-KAC und Fehervar-Capitals.

Die Postseason startet am Freitag.

KAC - Dornbirner EC 2:1 (0:0, 0:1, 2:0)

Tore: DeSantis (48./PP), Geier (60./EN) bzw. Divjak (31.)

Klagenfurt, 4.500, Strafminuten: je 4

Langes Zittern I: Der KAC war zwar fast das gesamte Spiel über die bessere Mannschaft, in Tore konnten die Rotjacken diese Überlegenheit aber nicht ummünzen. Im Gegenteil: Die Dornbirner gingen wie aus dem Nichts in Führung. Erst ein Hammer von DeSantis erlöste den Rekordmeister zwölf Minuten vor Ende. Mit einer Niederlage nach regulärer Spielzeit hätten die Kärntner nämlich das Playoff verpasst.

Langes Zittern II: Apropos DeSantis: Nach seinem Treffer bebte die Halle, Fans und Spieler jubelten, als gebe es kein Morgen. Doch der erste Jubel verstummte schnell. Die Schiedsrichter wollten sich die Szene nochmals auf Video ansehen und kontrollieren, ob ein KAC-Crack im Tor-Raum stand. So hieß es warten und zittern. Nach einigen Minuten die erlösende Geste des Unparteiischen: Regulärer Treffer!

Langes Zittern III: Zwei Minuten vor Spielende nahm DEC-Coach Dave MacQueen Goalie Nathan Lawson aus dem Spiel, um einen sechsten Feldspieler aufs Eis zu schicken. Die Bulldogs setzten sich im Drittel des KAC fest und drängten auf den Sieg-Treffer. Torhüter Pekka Tuokkola erwies sich aber als unüberwindbar, so sorgte Stefan Geier mit seinem Empty-Net-Treffer für die Entscheidung.

"Langes" Zittern IV: Im Playoff bekommt es der KAC mit dem HC Znojmo zu tun. Die Tschechen durften als drittes Team picken. Zu diesem Zeitpunkt standen noch die Vienna Capitals und die Kärntner zur Auswahl. Znojmo entschied sich für den Rekordmeister.

 

Graz 99ers - Olimpija Ljubljana 2:1 (1:1,0:0,1:0)

Tore: Lassen (17./PP2), Ganzak (60.) bzw. Ogrizek (4.)

Graz, 1.720, Strafminuten: 4 bzw. 12


Früher Schock: Die Ausgangsposition war wie folgt: Die 99ers mussten gegen Schlusslicht Ljubljana gewinnen und auf einen Dornbirner Sieg nach regulärer Spielzeit in Klagenfurt hoffen. Dementsprechend motiviert starteten die Steirer in das Spiel. Nach vier Minuten dann aber der Schock: Ogrizek traf zur Führung für die Slowenen. Die Halle - ohnehin schon spärlich besucht - verstummte total.

Bitte warten: Nach Lassens Ausgleich im 5 gegen 3 tat sich lange Zeit nichts. Fünf Sekunden vor Schluss gab es dann nochmals Aufregung. Ganzak traf in den Winkel, ein Grazer soll laut Gäste-Coach Fabian Dahlem aber Goalie Trelc behindert haben. Was folgte, war ein fünf Minuten langes Video-Studium der Referees, ehe der Treffer als gut gegeben wurde. Gebracht hat es den 99ers nichts. Da der KAC gegen Dornbirn ausglich und sogar gewann, ist die Saison beendet.

Talentprobe: Bei Ljubljana absolvierte ein junger Mann namens Tomaz Trelc einmal mehr eine Talentprobe. Die 99ers feuerten 58 Schüsse auf den 19-jährigen Goalie. Dass er dabei nur zwei Tore kassierte, glich einem Wunder. Einige Male klärte er in Martin-Brodeur-Manier auf dem Rücken liegend mit den Beinen in der Luft. Der spektakulärste Save ereignete sich aber vier Minuten vor Schluss, als ein Rebound bei Philipp Pinter landete. Der ÖEHV-Stürmer verzögerte lang, Trelc lag bereits am Eis. Aus spitzem Winkel musste Pinter nur noch ins leere Tor schupfen. Doch der Youngster bekam seine Hand noch irgendwie in die Luft und der Puck landete genau in seinem Fang-Arm. Ein unglaublicher Move!

Black Wings Linz - Vienna Capitals 6:2 (1:2,2:0,3:0)

Tore: Spannring (14.), Lebler (23., 59.), J. Ulmer (24./PP), Pirmann (45.), Ph. Lukas (50./SH) bzw. Schiechl (15.), Foucault (19.).

Linz, 3.800, Strafminuten: 14 bzw. 8

Junge, erfolgreiche Linzer: Wie schon zuletzt beim 2:8 gegen Znojmo bot Head Coach Rob Daum eine junge Linzer Mannschaft auf - es ging wie schon am Sonntag für die Oberösterreicher um nichts mehr. Die Jungen boten eine ansprechende Leistung. Man of the Match war aber ein "Oldie", nämlich Brian Lebler. Denn: Mit seinem 35. Saisontor hat der Austro-Kanadier den nächsten Vereinsrekord inne – so viele Treffer hatte noch nie ein Linzer Spieler in der EBEL in einer Saison erzielt.

Erstmals ohne Punkt: Die Vienna Capitals mussten sich in der Ära Boni II erstmals ohne Zählbares begnügen. Im vierten Spiel reichte es nicht für eine Verlängerung oder einen Sieg. Für Boni war es eine Rückkehr nach Linz, wo er von 2007 bis 2009 Head Coach war.

 Linz zieht Bozen: Präsident Peter Freunschlag machte es vor der Verlautbarung klar: "Es ist egal, wen man sich auswählt, die Liga ist so eng wie nie." Es war also kein einfacher Pick für die Linzer, die sich dann aber für den Champion aus Bozen entschieden. Die Italiener rechneten damit und sind ab Freitag Gegner der Oberösterreicher.

Caps gegen Fehervar: Das letzte Playoff-Duell im Viertelfinale ergab sich von allein. „Es ist ein Zeichen, dass uns niemand gepickt hat. Wenn Fehervar sagt, dass wir ihre erste Wahl sind, dann motiviert uns das - wir sehen uns am Freitag! Wir werden uns nun perfekt vorbereiten und freuen uns auf den Beginn der Serie", so Jim Boni.

Red Bull Salzburg - HC Znojmo 2:5 (0:0,2:3,0:2)

Tore: Pöck (23.), Cijan (24.) bzw. Stach (29./PP), Pucher (30.), Nemcik (33.), Fiala (52./SH), Sedivy (59./EN)

Salzburg, 2.050, Strafminuten: 8 bzw. 6

Heimserie gerissen: Wie die Linzer traten die Salzburger auch in ihrem bedeutungslosen Spiel mit einer verjüngten Mannschaft an. So durften sich wieder Philipp Lindner, Dario Winkler, Lukas Kainz und Alexander Lahoda versuchen, mussten sich aber den abgeklärteren Tschechen geschlagen geben. Es war dies die erste Heimniederlage in diesem Jahr, nach elf Siegen im Volksgarten.

Salzburg wählte VSV: "Bozen und Klagenfurt sind zwar die Teams aus der Qualifikationsrunde, aber dort haben sie zuletzt sehr gut und mit viel Emotion gespielt. Der VSV ist ein harter Gegner, aber wir haben einen kurzen Reiseweg und ich sehe gute Chancen, dass wir uns gegen die Villacher durchsetzen können", so Head Coach Daniel Ratushny.

Znojmo wählte KAC: "Mir wäre es lieber gewesen, wenn wir uns keinen Gegner aussuchen müssten", sagte Znojmo-Manager Stefan Kulhanek. Weil die Tschechen aber mit einem Sieg ihren dritten Platz verteidigten, mussten sie wählen und nahmen den KAC, der es gerade noch in die Playoffs schaffte.

HC Bozen - HC Innsbruck 5:2 (2:0,1:2,2:0)

Tore: Schofield (2.), Pance (17.), Nesbitt (31., 46.), Bernard (56.) bzw. Pittl (22.), Vanballegooie (30.).

Bozen, 1.050; Strafminuten: 2 bzw. 4.

Villacher SV - Fehervar 0:1 n.V. (0:0,0:0,0:0,0:1)

Tor:  Sarpatki (62.)

Villach, 2.650; Strafminuten: 2 bzw. 2.

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