Ouzas und Gracnar lassen nichts vorbei

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Salzburg gewann auch das dritte Spiel in der EBEL-Platzierungsrunde.

Der Tabellenführer setzte sich zuhause gegen die Vienna Capitals mit 4:0 durch. Fahey (26./PP.), Sterling (33.), Walter (44.) und Kristler (45.) sorgen für die Tore.

Linz feierte indes einen klaren 6:0-Heimsieg gegen den VSV und bleibt Salzburg dicht auf den Fersen. Danach folgt eine Lücke, denn die Capitals und der VSV sind bereits sechs Punkte hinter den Oberösterreichern.

Innsbruck unterlag Ljubljana 1:4 und ist erstmals in dieser Saison Schlusslicht. Graz gewann das im Kampf um die Playoffs überlebenswichtige Match beim KAC mit 3:1.

Weiters: Znojmo-Fehervar 2:1, Bozen-Dornbirn 3:2 n.P.

RB Salzburg - Vienna Capitals 4:0 (0:0,2:0,2:0)

Tore: Fahey (26./PP), Sterling (33.), Walter (44.), Komarek (45.)

Salzburg, 2.415; Strafminuten: 4 bzw. 10.

 

So muss Comeback: Es war eine zähe Verletzung, die Brian Fahey außer Gefecht setzte. Der Salzburger Verteidiger musste gute zwei Monate pausieren, das Duell mit Fehervar am vergangenen Dienstag war das erste Spiel für ihn seit 7. Dezember 2014 (ebenfalls gegen die Magyaren). Schon im zweiten Match nach der Rückkehr konnte er sich nun in die Scorerliste eintragen. Sein Tor zum 1:0 nach langem Anlaufen war der achte Saisontreffer insgesamt für den Defensivmann - keine schlechte Ausbeute für jemanden auf dieser Position, beachtet man seine 25 Einsätze in 47 Partien.

Eine Busfahrt ist nicht lustig: Salzburg gegen Wien, entsprechend der Rolle dieser beiden Mannschaften in der EBEL sowieso schon ein junger Klassiker. Dass es dabei oft gar nicht so spannend zugeht, verrät die Historie: Abgesehen vom 2:4 in der Albert-Schultz-Halle Anfang September siegte heuer immer die Heimmannschaft. In den letzten sechs Jahren gewannen die Hausherren, grob gerechnet, fast drei von vier statistischen Begegnungen. Und deutliche Ergebnisse gibt es ebenfalls desöfteren. Shutouts haben dafür Seltenheitswert: Im beschriebenen Zeitraum gab es derer nur drei, alle für die "Bullen", alle in der Mozartstadt (neben dem heutigen zuletzt am 21. Jänner 2014 beim 5:0 und zuvor am 30. Oktober 2012 beim damaligen 4:0).

Einer geht besonders zufrieden ins Bett: Wenn wir schon bei Shutouts sind - für Luka Gracnar war es das erste in dieser Spielzeit, wenngleich keine Premiere für sein Team. Niko Hovinen gelangen in 13 Einsätzen derer gleich zwei. Aber das wird der Slowene seinem Ex-Positionskonkurrenten kaum neidig sein. Übrigens gingen gegen die Caps 21 Schüsse auf sein Tor.

Black Wings Linz - VSV 6:0 (0:0,2:0,4:0)

Tore: Hisey (25., 57.), Ulmer (37.), Lebler (43.), Kozek (54./PP), Gaffal (60./PP).

Linz, 4.350; Strafminuten: 11 bzw. 15.

Premiere: Stefan Gaffal erzielte sein erstes Tor in der EBEL. Dafür ließ er sich allerdings lange Zeit. Der 18-Jährige netzte erst 11 Sekunden vor der Schlusssirene zum 6:0-Endstand.

On fire: Die Black Wings feierten beim 6:0 gegen den VSV den bereits fünften Ligasieg in Serie. Dabei erzielten sie 22 Treffer und mussten nur 7 Gegentore hinnehmen.

Unbezwingbar: Der Linzer Goalie Michael Ouzas blieb zum vierten Mal in der laufenden Saison ohne Gegentreffer. Er hielt alle 40 Schüsse, die die Villacher auf sein Gehäuse abfeuerten. Zuvor konnte der Kanadier bereits Shutouts gegen den KAC (23 Saves), Salzburg (48 Saves) und Graz (23 Saves) verbuchen.

KAC - Graz 99ers 1:3 (1:2, 0:1, 0:0)

Tore: Pöck (19./PP) bzw. Bastiansen (2.), Pinter (9.), Ganzak (24.)

Klagenfurt, 3.592; Strafminuten: 6 bzw. 12.

Wieder ein Gegentor: Mit dem zwischenzeitlichen 1:2 musste Danny Sabourin im Kasten der Grazer wieder einen Treffer in der Quali-Runde hinnehmen. Nach exakt 108 Minuten und 46 Sekunden war die weiße Weste wieder dahin, da Thomas Pöck traf. Der Keeper der Grazer bleibt aber weiterhin ein starker Rückhalt. Die restlichen 40 Schüsse auf sein Tor in Klagenfurt konnte er allesamt parieren.

Die stolze Bilanz: Es war das insgesamt 100. Duell zwischen Klagenfurt und Graz. Die Leistung der Rotjacken war nicht besonders, dafür ist die Bilanz gegen die 99ers weiterhin klar. 70 Mal siegte der KAC, 30 Mal die Steirer.

Das rettende Ufer: Noch sind sieben Partien für den KAC zu spielen, durch die Niederlage fehlen nun aber bereits drei Zähler auf die Aufstiegsränge und damit einen Platz im Playoff.

HC Innsbruck - Olimpija Ljubljana 1:4 (0:1,0:2,1:1)

Tore: Höller (56./PP) bzw. Koblar (19.), Zanoski (27./PP2, 42./SH), Music (30./SH).

Innsbruck, 1.500; Strafminuten: 19 bzw. 17.

 

Am Boden: Lange haben sich die Innsbrucker gewehrt. So knapp der Abstand immer wieder war, schaffte man es doch stets, die Übernahme der "Roten Laterne" zu vermeiden. Dass das lange, aber nicht ewig gut gehen kann, wenn man andauernd gegen den direkten Konkurrenten verliert, ist aber logisch: Nur einmal konnte man die "Drachen" in dieser Saison bezwingen, und das ist schon Ende September geschehen (3:0). Zuhause unterlag man bei allen drei Gelegenheiten. Nun ist die Gefahr, die EBEL wie im Vorjahr als Schlusslicht zu beenden, schon sehr akut.

Vier gewinnen: Und zur Untermauerung, dass es nicht läuft, wurden auch noch ganz peinliche Statistiken geschrieben. Zwei Unterzahltore sind schon für sich eine seltene Sache. Dass auch noch ausgerechnet Ljubljana darüber jubeln darf, überhaupt eine Premiere. Vor dem Duell hatten die Slowenen keinen einzigen Shorthander zugute stehen.

HC Bozen - Dornbirner Eishockey Club 3:2 n.P. (1:2, 0:0, 1:0, 0:0, 1:0)

Tore: Insam (4.), Rodney (60.), De Simone (entscheidener Penalty) bzw. Aquino (10.), D'Aversa (11./PP.)

Bozen, 2.203; Strafminuten 10 bzw. 8.

HC Znojmo - Fehervar AV19 2:1 (0:0,2:1,0:0)

Tore: Nemcik (25.), Sedivy (28.) bzw. Marino (22./PP.).

Znojmo, 2.604.

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