8 Kerzen auf der Jubiläumstorte

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Klagenfurter Frustbewältigung

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Acht Kerzen auf der Jubiläumstorte

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Im ersten Spiel nach dem EBEL-Grunddurchgang feierte der KAC in der Qualifikationsrunde einen 8:0-Kantersieg über die Innsbrucker Haie. Sowohl Luke Pither als auch Jean-Francois Jacques erzielten dabei einen Hattrick.

Die Vienna Capitals konnten sich in ihrem ersten Pick-Round-Match bei den Villacher Adlern mit 2:1 durchsetzen.

Linz schlug Znojmo mit 4:3, die Salzburger Bullen gewannen daheim gegen Fehervar mit 7:3. Graz besiegte Dornbirn 5:2. Bozen hatte gegen Ljubljana lange Mühe, siegte aber 7:1.

LAOLA1 hat alle Daten und Fakten und kennt die wichtigsten Szenen und Brennpunkte der heutigen Runde:

 KAC - HC Innsbruck 8:0 (3:0,4:0,1:0)

Tore: Jacques (2./SH, 34./PP, 49./PP), Pither (11., 16., 32.), St. Geier (29.), Hundertpfund (35./PP). 

Klagenfurt, 3.490; Strafminuten: 14 bzw. 14.

"Angstgegner" besiegt:  In allen vier Grunddurchgangs-Aufeinandertreffen musste sich der Rekordmeister den Innsbruckern geschlagen geben. Doch nun konnte der KAC kann seine "Serie" beenden. Die Lindwurmstädter bogen die Innsbrucker "Haie" beim fünften Mal - und wie! Sogar der finnische Einser-Goalie Pekka Tuokkola feierte sein zweites Shutout im Dress der Rotjacken. Trotzdem ist auch dieser Sieg mit Vorsicht zu genießen. Immerhin brachte der Erfolg über den westlichen EBEL-Konkurrenten im Kampf um die Playoffs unterm Strich trotzdem nur zwei Punkte.

KAC-Legionäre haben gutes Timing: Lukas Pither und Jean-Francoise Jacques haben sich ihre Form für die "fünfte Jahreszeit" aufgehoben, könnte man meinen. Beide Stürmer blieben bislang meist farblos und konnten während der Saison keine Duftmarken setzen. Umso besser gelang es den Beiden, sich nun ins Rampenlicht zu spielen. Zwei Hattricks in einem Spiel werden selten bejubelt. Ob es für eine Vertragsverlängerung über die Saison hinaus reichen wird, wird man sehen.

Innsbruck kann noch höher: Die Innsbrucker Haie brauchen den Kopf nicht in den Sand zu stecken. Böse Zungen würden behaupten, dass es ja noch viel schlimmer hätte kommen können. Das letzte Innsbrucker Debakel in dieser Größenordnung datiert aus der Saison 2012/2013. Damals setzte es bei den Bullen aus Salzburg eine 0:9-Niederlage, auch daheim gegen Fehervar musste man sich mit 0:9 geschlagen geben.

Wenn der Kapitän Jubiläum feiert: Johannes "Joe" Reichel hatte nach dem Spiel gleich zwei Gründe zum feiern. Natürlich stand der Sieg der Mannschaft, gerade als "C-Träger", im Vordergrund - aber der 32-jährige Klagenfurter durfte sich auch über sein 600. EBEL-Spiel freuen. Gratulation!

RB Salzburg - Fehervar AV19 7:3 (2:1,2:1,3:1)

Tore: Sterling (9.), Kristler (17., 45.), Duncan (35./PP), Walter (39.), Pallestrang (49.), Welser (57.) bzw. Banham (20.), Sarauer (21.), Koger (44.).

Salzburg, 1.910; Strafminuten: 0 bzw. 4.


60 Minuten höchste Konzentration: Das Ergebnis mag eindeutig sein, doch zwischenzeitlich hatte man bei den Bullen heute doch mit etwas Bauchweh zu kämpfen. Schuld daran: Die Phase unmittelbar vor und nach der ersten Drittelpause. Kurz vor der Sirene ließ man die Gäste aus dem Nichts aufs Scoreboard kommen, nur Momente nach Wiederbeginn konnte Sarauer sogar ausgleichen. Es sollten Minuten der Fehervarschen Ebenbürtigkeit folgen, die nicht notwendig gewesen wären. Ein Mahnmal für den Tabellenführer, dass man sich im Eishockey eben nie ausruhen darf.

Die Bengerl wie die Engerl: Es war nicht wirklich zu erwarten: Mit Salzburg und Fehervar trafen heute der Tabellenvierte und -dritte der "Böse-Buben-Liste", also dem Ranking der Gesamt-Strafminuten, aufeinander. So viele unfreiwillige Zwei-Minuten-Verschnaufpausen (232) wie die Salzburger musste vor dieser Runde überhaupt keine andere EBEL-Mannschaft hinnehmen (mittlerweile ist Znojmo knapp vorbeigezogen). Und dann wurden im gesamten Spiel mit Sziranyi und Varga nur zwei Magyaren zum Abkühlen geschickt. Eine der beiden Überzahl-Gelegenheiten ließ sich Duncan nicht entgehen.

Aller guten Dinge sind vier: Gut, mit vier Saisontoren kann man vielleicht noch nicht von der personifizierten Torgefahr sprechen, dennoch gratulieren wir Salzburg-Verteidiger Alexander Pallestrang zu einem persönlichen Erfolgserlebnis. Der ebensovielte Volltreffer in dieser Spielzeit besiegelte seine, an Toren gemessen, erfolgreichste EBEL-Saison bislang. 2012/13 traf er drei Mal, der bisherige Höhepunkt. Nur auf die zwölf Assists fehlen ihm mit aktuell sechs, noch ein paar.

Graz99ers - Dornbirner EC 5:2 (2:1,2:1,1:0)

Tore: Woger (2.), Werner (16.), Woger (22.), Ganahl (24.), Rodman (45.) bzw. Kinasewich (11.), Desbiens (30.).

Graz, 1.510; Strafminuten: 12 bzw. 11 + Spieldauer Desbiens.

Die Gsiberger schießen die Gsiberger ab: Die beiden Vorarlberger im Dress der Graz99ers, Manuel Ganahl und Daniel Woger, meinten es nicht gut mit ihren Landsleuten und waren an den ersten vier Gegentreffern der Bulldogs beteiligt (drei Tore, ein Assist).

Bis einer geht: Mit Guillaume Desbiens kam und ging die Hoffnung der Bulldogs. Nach seinem Anschlusstreffer in Minute 30 bekamen die Bulldogs Aufwind und kamen zu weiteren Chancen. Blöderweise kassierte der Kanadier in Minute 39 eine Spieldauer-Strafe, weil er sich in eine Schlägerei einmischte, an der er gar nicht beteiligt war. Damit schwächte er die in Rückstand liegenden Dornbirner und sorgte für eine frühe Vorentscheidung zu Gunsten der Grazer.

Die Vorarlberger Defensive wird zum Problem: Die Bulldogs ließen auffallend viele Zwei-gegen-Eins-Situationen zu und wurden schon in der Anfangsphase böse bestraft. Auch der dritte Gegentreffer fiel nach einem katastrophalen Fehler im Spielaufbau. Wenn die Dornbirner diese Unsicherheiten nicht abstellen können, wird es ganz schwer, die "Hoffnungsrunde" so erfolgreich wie im letzten Jahr abzuschließen.

 VSV - Vienna Capitals 1:2 (0:0,1:2,0:0)

Tore: Haydar (25./PP) bzw. Lakos (24.), Bois (39.).

Villach, 3.690; Strafminuten: 12 bzw. 16.

Black Wings Linz - HC Znojmo 4:3 (1:0,2:0,1:3)

Tore: Lebler (17.), Ouellette (32.), Oberkofler (39.), Ulmer (54.) bzw. Baca (47.), Nemcik (53.), Pucher (56.).

Linz, 4.200; Strafminuten: 6 bzw. 14.

HC Bozen - Olimpija Ljubljana 7:1 (1:0,1:1,5:0)

Tore: Schofield (9.), Bernard (31.), Insam (44./PP), Keller (52.), Pance (53./PP), McMonagle (54./PP), Rodney (57./PP) bzw. Sotlar (22.).

Bozen, 1.750; Strafminuten: 4 bzw. 33 (5+20 Snoj/Check gegen den Kopf).

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