An jedem verdammten Freitag

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In der 43. EBEL-Runde sichert sich Fehervar mit einem 4:1 gegen Innsbruck den letzten Platz in der Pick-Round der besten Sechs.

Damit muss Meister Bozen in die Quali-Runde um die verbleibenden Playoff-Plätze. Die Füchse unterliegen dem KAC auswärts 1:3. Rodman trifft doppelt.

Die Capitals kassieren eine 1:4-Heimpleite gegen Dornbirn und sind nun Fünfter. Znojmo besiegt den VSV 5:3. Graz unterliegt Linz 0:2. Salzburg kassiert in Ljubljana spät den Ausgleich (59.) und unterliegt 1:2 n.V.

LAOLA1 hat alle Daten und Fakten und kennt die wichtigsten Szenen und Brennpunkte der heutigen Runde:

Vienna Capitals - Dornbirner Eishockey Club 1:4 (0:1,1:1,0:2)

Tore: Ferland (29./PP) bzw. Magnan-Grenier (17.), D'Alvise (23./SH), Bombach (45.), Sertich (59./EN).

Wien, 4500; Strafminuten: 12 bzw. 16.


Ein bisschen cleverer: Auch wenn die Vorzeichen andere waren, sollte sich ein Spiel auf Augenhöhe entwickeln. Und es war grundsätzlich kein schlechter Auftritt der Capitals, denen oft nur das nötige Glück fehlte. Doch die Bulldoggen bissen immer im günstigsten Moment zu, spielten ihre selteneren Chancen intelligent zu Ende und wurden dadurch zum Spielverderber. Beachtlich: Dornbirn gelangen die vier Tore aus 21 Versuchen, Lawson hatte hingegen ganze 38 Schüsse abzuwehren.

An jedem verdammten Freitag: Die Capitals und die Albert-Schultz-Halle, das ist aktuell - wie an dieser Stelle schon in der Vorwoche bemerkt - nicht unbedingt eine Liebesbeziehung. Ganz besonders bitter fällt die Quote jedoch an Freitagen aus. Den drei Siegen (gegen Innsbruck, Bozen und Znojmo) stehen sechs Niederlagen gegenüber, darunter auch jene gegen die letzten Vier Ljubljana, KAC, Innsbruck und eben Dornbirn. Man könnte seinen Fans einen schöneren Start ins Wochenende bescheren.

Die Sache hat einen Haken: Hatten die Schiedsrichter heute ein besonderes Auge darauf? Oder waren die Beine bei allen Beteiligten nach dem langen Grunddurchgang schon so müde, dass man immer einen Schritt zu spät dran war? Jedenfalls wurden die Strafen wegen Hakens zu einem Running Gag. Desbiens, Ferland, Grabher-Meier, Fraser, Aquino, Fischer, Peter, Sylvester, D'Alvise und zuletzt Arniel wurden nach diesem Vergehen zum Abkühlen geschickt.

Weiße Weste no more: Bis zur 43. und vorletzten Runde hat es gedauert, doch es ist doch noch passiert. Der Treffer von D'Alvise zum 0:2 fiel im Wiener Powerplay. Ein Gegentreffer in eigener Überzahl - das ist den Capitals in der Saison 2014/15 zuvor nie passiert. Sie waren das letzte Team mit der Null in dieser Statistik.

KAC - HC Bozen 3:1 (1:1,0:0,2:0)

Tore: Rodman (15., 46.), M. Geier (47.) bzw. Bernard (18.). Klagenfurt, 2.993. Strafminuten: 8 bzw. 6


 Revanche geglückt: Der KAC konnte nach drei Spielen en suite wieder ein EBEL-Spiel für sich entscheiden und sich zudem für die 2:3-Shootout-Niederlage in Bozen am vergangenen Sonntag revanchieren. Die Gäste ließen viele Chancen aus, Jamie Lundmark versuchte es oft mit der Brechstange, doch das führte zu nichts. Dennoch fielen die Treffer, ein Doppelschlag besiegelte schließlich den Heimerfolg der "Rotjacken".

Der Meister muss kämpfen: Die Chance wurde nicht genützt, der HCB Südtirol kann nicht mehr Platz sechs erreichen, der gehört nach dem vorletzten Spieltag in der EBEL Fehervar aus Ungarn. Der Titelverteidiger muss sich nun mit den anderen fünf Teams um die Playoffs matchen, doch als Nummer 1 des "Best of the Rest" hat man dafür ideale Voraussetzungen und vier Bonuspunkte. Das sollte am Ende reichen.

 "Finale ooohoooh": Gut, der KAC muss in der Qualification Round spielen, das stand schon zuvor fest, aber die Klagenfurter können sich nach der Niederlage der Grazer gegen Linz am kommenden Sonntag zu Hause noch Platz acht sichern. Das würden dann drei Bonuspunkte für den Kampf um die Playoffs bedeuten. Somit gibt es genug Anreiz, auch am letzten regulären EBEL-Spieltag noch einen Sieg zu landen.

Graz99ers - Black Wings Linz 0:2 (0:0,0:1,0:1)

Tore: Kozek (31.), Piche (41./PP). Strafminuten: 6 bzw. 6. Graz, 2.240 Zuschauer


Kopf hoch, Black Wings: Der ist nach drei Niederlagen - zugegeben unwichtige, da schon für die Playoffs qualifiziert gewesen - wieder oben. Die Linzer sind wieder zurück auf der Siegerstraße und haben nebenbei auch noch Platz zwei gesichert. Damit sind den Oberösterreichern für die Pick-Round drei Bonuspunkte sicher. Nach dem Führungstor war der Käse für die Linzer schon gegessen, danach hatte man das Spiel im Griff und fuhr den sicheren Sieg ein. 

Kopf hoch, Graz 99ers: Nun, eine Niederlage ist nichts Erfreuliches, aber für das "Finale um Platz acht" beim KAC am Sonntag und dann vor allem für die Qualification Round kann man auf zwei Dinge aufbauen. Man war bis zum 0:1 ebenbürtig und hatte auch leichte Vorteile. (Danach ging allerdings nichts mehr...) Und: Der Kapitän ist zurück. Olivier Latendresse blieb zwar farblos, aber es ist wichtig für die Grazer und deren Playoff-Kampf, dass er wieder auf dem Eis steht.

Kopf hoch, Raphael-Oliver: In der ersten Drittel-Pause gab es eine EBEL-Premiere: eine Taufe auf Eis! Raphael-Oliver, einer der jüngsten 99ers-Fans, wurde diese Ehre zuteil. Leider sollte es kein Glück bringen, aber die Eltern werden es nie vergessen. Und eine Dauerkarte auf Lebenszeit gibt es für den jungen Mann auch. Der Priester hatte übrigens einen 99ers-Schal um - ein wahrlich göttlicher Anblick!

HC Znojmo - VSV 5:3 (2:1,1:0,2:2) 

Tore: Rehus (3./PP), Stach (9.), Tomas (27., 42./PP), Cip (57.) bzw. Petrik (20.), McBride (49./PP), Hunter (53.)

Znojmo, 2.874. Strafminuten: 16 bzw. 14


Cip, der Sieggarant. Ein Znojmo-Sieg war in der letzten Woche stets ganz eng mit dem Namen Radek Cip verbunden. Der 22-jährige Tscheche, der nach seinem heutigen Treffer gegen den VSV bei neun Saisontoren hält, erzielte in den jüngsten drei Spielen der "Roten Adler" immer einen Treffer. Weiteres Detail: Sowohl in Ljubljana (5:2) und Graz (5:3), als auch heute gegen Villach, erzielte Znojmo immer genau fünf Treffer.

Das Gesetz der Serie. Aprops fünf. Die Tschechen halten nun bei fünf Siegen in Serie. Dass die Mähren heute den Sieg davontragen würden, davon war aber nicht nur aufgrund der starken Form auszugehen. Denn auch in den ersten drei Saisonduellen zwischen den roten und blauen "Adlern" siegte das Heimteam. Eine Serie ging jedoch zu Ende. Der VSV verliert nach sechs Siegen en suite wieder einmal ein Eishockey-Spiel.

...und Action! Es mag zwischen den beiden Teams, die jeweils fix für die Top 6 qualifiziert waren, heute um nicht mehr viel gegangen sein. Aber die Chance auf den ein oder anderen Bonuspunkt für die "Pick Round" wollten sich dann doch weder die Tschechen noch die Kärntner nehmen lassen. Beide Teams spielten voll auf Angriff und boten den zahlreichen Fans ein äußerst unterhaltsames und überdurchschnittlich gutes Eishockey-Spiel. 30 Strafminuten führten zu vielen Powerplays und dementsprechend vielen Torszenen. Auch einen Faustkampf (Sova "siegte" gegen McBride) gab es zu sehen. Für ein seltenes "Highlight" sorgte Mario Altmann mit seiner Zwei-Minuten-Strafe wegen "Throwing a stick or any object". Nicht so lustig: Die Strafe nahm dem VSV in der Schlussphase den Wind aus den Segeln. Das 4:4 blieb den "Adlern" auch deshalb verwehrt.

Olimpija Ljubljana - RB Salzburg 2:1 n.V. (0:0,0:0,1:1-1:0)

Tore: Koblar (59.), Music (62./PP) bzw. Duncan (45.). Ljubljana, 400. Strafminuten: 8 + zweimal 10 und Spieldauer Groznik bzw. 17 + Spieldauer Trattnig.

HC Innsbruck - Fehervar AV 19 1:4 (0:1,0:3,1:0)

Tore: Beech (41.) bzw. Sikorcin (3./PP), Kovacs (29.), Sarauer (38.), Varga (39.).

Innsbruck, 1200; Strafminuten: 8 bzw. 6.

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