Doppelpack-Nödl rupft die Adler

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Nödl lässt Caps jubeln, Graz eilt zum nächsten Sieg

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Die Vienna Capitals feiern in der 16. EBEL-Runde einen 2:0-Sieg bei den "Adlern" in Villach. Mann des Abends ist Andreas Nödl, der beide Treffer (28., 57.) der Caps erzielt.

Dornbirn bleibt dank eines 4:1-Heimerfolgs über Schlusslicht Olimpija Ljubljana an der Tabellenspitze dran. Die Vorarlberger liegen mit 29 Punkten auf Rang vier.

Die Graz99ers fahren beim 4:2 gegen Innsbruck den bereits sechsten Sieg in Folge ein. Der KAC dreht einen 0:1-Rückstand gegen Fehervar noch in ein 4:2.

Die Black Wings Linz besiegen Meister RB Salzburg 3:0. Damit revanchieren sich die Stahlstädter für die 4:6-Heimniederlage aus der vorigen Runde. Salzburg hingegen bleibt erstmals seit 253 Heimspielen ohne Torerfolg. Der HC Bozen schlägt Olimpija Ljubljana 3:2.

LAOLA1 hat alle Facts zur 16. EBEL-Runde:

VSV - Vienna Capitals 0:2 (0:0,0:1,0:1)

Tore: Nödl (28., 57.).

Villach, 3.300 Zuschauer. Strafminuten: 6 bzw. 10.

Verärgerte Fans: Die VSV-Fans setzten schon vor Beginn der Partie ein Zeichen. Die Fanclubs rückten aufgrund der zuletzt schwachen Leistungen allesamt komplett in schwarz an und verzichteten auf Trommeln und Fangesänge. Auch während der Partie machten die Villacher keine Stimmung. Nach dem 0:2 verließen die Fanclubs geschlossen die Halle. Die restlichen Heimfans verabschiedeten ihre Mannschaft nach Abpfiff mit einem gellenden Pfeifkonzert.

Negativserie beendet: Die Vienna Capitals verließen in den letzten drei Auswärtsspiele das Eis immer als Verlierer. Auch heute waren die Wiener im ersten Drittel nicht die bessere Mannschaft, aber mit der weiteren Dauer der Partie wurde die Caps besser und feierten einen verdienten 2:0-Sieg auf Villacher Eis.

Matchwinner: Andreas Nödl war am heutigen Staatsfeiertag der Matchwinner für die Vienna Capitals. Beim 1:0 nutzte er einen Fehler der Villacher Defensive eiskalt aus, dem entscheidenden Treffer zum 2:0 kurz vor Ende der Partie ging ein starkes Solo voraus.

Graz99ers - HC Innsbruck 4:2 (1:0,2:1,1:1)

Tore: Fornataro (4.), Mitchell (23./PP), Werner (34., 60./EN) bzw. Ulmer (33./PP), Spurgeon (59.)

Graz, 2.160 Zuschauer. Strafminuten: 6 bzw. 6

Überholspur: Die 99ers feiern dank des 4:2-Erfolgs im Bunker bereits den 6. Sieg in Serie. Nach dem katastrophalen Start und dem Rauswurf von Coach Todd Björkstrand, scheint Neo-Trainer Ivo Jan die richtigen Worte gefunden zu haben, die Top-6 sind jedenfalls nicht mehr völlig utopisch.

Faire Sache: Nur je drei Strafen erhielten die beiden Mannschaften, so ein niedriger Wert ist äußerst selten. Dabei gingen die Cracks schon zur Sache, nur eben mit fairen Mitteln - äußerst vorbildhaft.

Haie reisen ungern: Der HC Innsbruck verlor im Oktober alle seine fünf Auswärtsspiele. Sowohl in Klagenfurt, Dornbirn, Znojmo und Salzburg als auch jetzt in Graz konnte man nicht gewinnen. Will man in die Playoffs - und das ist das selbstbewusste Ziel der Haie, sollte man auch hin und wieder auch in der Fremde punkten.

KAC - Fehervar 4:2 (2:1,0:0,2:1)

Tore: Ganahl (14.. 20.), Harand (45./SH), Setzinger (54.) bzw. Francis (13., 43.).

Klagenfurt, 3.500 Zuschauer. Strafminuten: 16 bzw. 16.

Revanche geglückt: Der KAC verlor die ersten beiden Partien gegen Fehervar in dieser Saison mit 1:3 und mit 1:2 n.P. Beim dritten Aufeinandertreffen verließen die Klagenfurter als Sieger das Eis. Obwohl beide Teams 23 Torschüsse verzeichneten, waren die Kärntner an diesem Abend die bessere und effizientere Mannschaft.

Doppelter Doppelpack: Manuel Ganahl drehte mit seinem Doppelpack im ersten Drittel das Spiel und legte den Grundstein für den Sieg. Auf der anderen Seite gelang auch Francis ein Doppelpack, und beide Treffer wurden von Connolly vorbereitet. Die Entscheidung zugunsten des KAC fiel aber durch einen Unterzahltreffer. Manuel Geier bediente Patrick Harand mustergültig und dieser erzielte nur wenige Minuten nach dem Ausgleich den vorentscheidenden Treffer.

Undiszipliniert: Die beiden Teams schenkten einander gar nichts. Phasenweise agierten die Spieler sehr hart, dementsprechende viele Strafen sprachen die Referees aus. 16 Strafminuten standen je Team am Ende zu Buche. Koch und Setzinger mussten auf Seiten des KAC zwei Mal in die Kühlbox, bei den Ungarn brachte es Martinelli sogar auf drei Strafen.

Dornbirner EC - Olimpija Ljubljana 4:1 (1:0,1:0,2:1)

Tore: Sylvester (11./PP), Siddall (39./PP1), Petrik (43.), Arniel (56.) bzw. Scholz (54./PP2).

Dornbirn, 2.000 Zuschauer. Strafminuten: 12 bzw. 10

Serie hält: Dornbirn konnte bisher all neun EBEL-Heimspiele gegen die "Drachen" aus Ljubljana gewinnen. Das sollte sich auch im zehnten Aufeinandertreffen der beiden Klubs im "Ländle" nicht ändern. Dank des deutlichen 4:1-Erfolgs baut die MacQueen-Truppe die Serie nun auf starke zehn Spiele aus.

Dann macht es "klick": Gerade einmal 10,5 Prozent ihrer Überzahl-Situationen konnten die Voralrberger bisher nutzen, nur Fehervar ist in dieser Statistik noch schlechter. Gegen Ljubljana hat es aber anscheinend "klick" gemacht, jedenfalls gelangen bei fünf Powerplay-Situationen zwei Treffer.

Crash, Boom, Bang: Zehn Minuen vor dem Ende der Partie mussten die Zuschauer eine minutenlange Unterbechung über sich ergehen lassen. Grund war eine gebrochene Plexiglasscheibe. Matt Siddall fuhr einen Check gnadenlos zu Ende, so dass die Scheibe zertrümmert wurde.

RB Salzburg - Black Wings Linz 0:3 (0:0,0:2,0:1)

Tore: Piche (21.PP2), Oberkofler (39.PP), Palin (60.EN)

Salzburg, 3.105 Zuschauer. Strafminuten: 47 bzw. 37

Unglaublich: Das 3:0 der Linzer bedeutete nicht nur eine gelungene Revanche für die Black Wings, nein, sie sorgten auch für das Ende einer fast schon kurios anmutenden Serie der Bullen. Die Salzburger hatten zuvor nämlich in 253 Heimspielen in Folge immer zumindest einen Treffer erzielt. Mike Ouzas ist damit der erste Keeper seit beinahe acht Jahren, der im Volksgarten ein Shutout feiern durfte. Und es war nicht irgendein Shutout. Der Linzer Schlussmann entschärfte ganze 29 Schüsse auf sein Tor. Chapeau.

Ungenau: Ganze 43 Mal feuerten die Linzer auf das Bullen-Tor, "nur" drei Treffer gelangen ihnen dabei. Dazu kommen noch drei Stangenschüsse, die in dieser Statistik ja keine Berücksichtigung finden. So gesehen, war der Sieg der Gäste hochverdient.

Unnötig: Vor allem im zweiten und im dritten Spielabschnitt zogen die Salzburger Cracks ein paar Strafen, die in die Kategorier "vermeidbar" oder sogar "dumm" fielen. Gegen das beste Powerplay der Liga ist das alles andere als eine gute Idee, was die Überzahl-Trefer von Piche und Oberkofler nur verdeutlichen.

Unüblich: Der Linzer Brett Palin erzielte seinen Premieren-Treffer in der EBEL auf kuriose Art und Weise. Der Kanadier, nicht gerade als Filigrantechniker bekannt, traf 30 Sekunden vor dem Ende aus dem eigenen Drittel mit dem Rücken zum Tor stehend mit der Backhand in den verwaisten Kasten der Bullen.

HC Bozen - Olimpija Ljubljana 3:2 (1:0,0:1,2:1)

Tore: Bernard (3.), Gander (44.), Pollastrone (50.) bzw. Pesut (34.), Pem (60.PP)

Bozen, 1.863 Zuschauer. Strafminuten: 24 bzw 6

Lieblingsgegner: Gegen keine Mannschaft spielt der HC Bozen so gerne wie gegen die Drachen aus Ljubljana. Elf Mal traf man in der EBEL aufeinander, elf Mal verließen die Südtiroler das Eis als Sieger.

Powerplay-Schwäche: Mit 11,9 Prozent Erfolgsquote stellt Ljubljana eines der schwächsten Überzahl-Spiele der EBEL. Das bewiesen die Slowenen auch in Bozen, 24 Strafminuten der Foxes konnten lediglich zu einem Treffer genuzt werden - und dieser fiel erst sechs Sekunden vor dem Ende der Partie.

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