Salzburg lässt Linz alt aussehen

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Der VSV verliert in der 15. EBEL-Runde bei Fehervar trotz früher 2:0-Führung mit 3:5 und steckt weiter in der Krise. Znojmo feiert beim HC Bozen einen knappen 3:2-Erfolg und klettert in der Tabelle auf Rang zwei.

In den Freitags-Spielen feiert RB Salzburgin Linz einen 6:4-Sieg und baut damit die Tabellenführung aus.

Dabei liegen die Bullen kurz nach Beginn des Schlussdrittels bereits mit 1:4 zurück, drehen die Partie aber innert sechs Minuten.

Die Capitals müssen sich beim KAC durch zwei späte Gegentore mit 0:2 geschlagen geben.

Innsbruck gewinnt gegen den HC Znojmo dank eines starken Schlussmannes Chiodo 3:1, Graz feiert beim 2:1 gegen den DEC den fünften Sieg in Folge.

LAOLA1 hat alle Facts zur 15. EBEL-Runde:

Fehervar AV19 - VSV 5:3 (1:2,3:0,1:1)

Tore: Wehrs (18.), Vincze (26.), Kovacs (35., 48.), Koger (36.) bzw. Alagic (5.), Schofield (9.), Johner (60.PP)

Szekeszfehervar, 3.043 Zuschauer. Strafminuten 6 bzw. 8

Komplett verschlafen: Der VSV startete gut in die Partie, verschlief das Mitteldrittel aber komplett. Die Torschuss-Statistik von 25:6 für Fehervar spricht Bände. Und wenn du nicht gut spielst, kommt auch noch Pech dazu: Gegentore drei und vier fielen auf denkbar unglückliche Weise.

Ungewohnt: Erstmals in dieser Saison markierten die Teufel fünf Treffer in einem Spiel. Wie schwach ihre Offensive bisher war zeigt, dass sie trotz der fünf Tore noch immer die schwächste Offensive der Liga stellen. Außerdem trafen Kovacs und Co. in allen drei Dritteln. Eine Seltenheit für eine Mannschaft, die in insgesamt 23 Abschnitten gar nicht traf.

Powerplay-Verhältnisse: Der VSV beweist mit einem Powerplay-Tor kurz vor der Schluss-Sirene seine Stärke in dieser Hinsicht und ist das drittbeste Überzahlspiel-Team der Liga (17,7 Prozent). Die Ungarn liegen mit unterirdischen 9,8 Prozent am unteren Ende der EBEL. Im Mitteldrittel ließ man sich sogar eine 1:41 Minuten lange 5 vs. 3-Situation entgehen.

HC Bozen - HC Znojmo 2:3 (0:1,0:1,2:1)

Tore: Vause (43.PP) bzw. Yellow Horn (18.PP), Lattner (34.), Boruta (47.)

Bozen, 2.503 Zuschauer. Strafminuten 8 bzw. 22

Hexer: Znojmos Goalie Nechvatal machte den Unterschied aus. Rein von den Zahlen war er zwar nicht viel besser als sein Gegenüber Hübl. Von 26 Schüssen ließ er zwei passieren, Hübl musste von 25 Schüssen drei durchlassen. Allerdings zauberte Nechvatal einige Big Saves aus dem Hut, die die Bozen-Stürmer verzweifeln ließen.

Undiszipliniert: Gleich 22 Strafminuten fassten die Tschechen aus. Wenn man bedenkt, dass Bozen nur deren acht kassierte, ist der Sieg der Gäste umso höher einzuschätzen. Wollen die "Roten Adler" aber weiter vorne mitspielen, werden sie vor allem die zahlreichen "dummen" Fouls abstellen müssen.

Kurios: Bereits nach fünf Minuten verließ Nechvatal seinen Kasten, um seinem Ersatzmann Fucik Platz zu machen. Der Grund war allerdings keine Verletzung, es stellte sich heraus, dass irgend etwas mit seiner Ausrüstung nicht in Orndung war. Schon nach einer Minute an der Bande war Nechvatal wieder zurück und avancierte zum Matchwinner.

Black Wings Linz - RB Salzburg 4:6 (1:0,2:1,1:5)

Tore: Kozek (19.), DaSilva (25.), Piche (39.), McLean (41.) bzw. Heinrich (35./PP), Komarek (42.), Rauchenwald (43.), Hughes (46.,53.), Fahey (47.)

Linz, 4.865 Zuschauer. Strafminuten: 10 bzw. 14

Sechs Minuten Wahnsinn: Wir schreiben die 41. Minute, McLean erzielt das 4:1, die Linz-Fans feiern schon die Tabellenführung. Doch dann folgt das Unglaubliche, die Salzburger treffen in weniger als sechs Minuten vier Mal und drehen die Partie. Kurz darauf trifft Hughes sogar zur Zwei-Tore-Führung bzw. zum Endergebnis.

Wie durch Butter: Beim 6:4 ließ der zuvor angesprochene Hughes übrigens seine ganze Klasse aufblitzen. Der Ausnahme-Stürmer umkurvte die komplette Linzer Hintermannschaft wie Slalomstangen und schlenzte überlegt ein.

Serie: Die "Bullen" sind nach dem etwas holprigen Start wieder da, wo sie letzte Saison waren: Eine Klasse über den restlichen EBEL-Teams. Sieben Siege in Serie zeugen von der aktuellen Stärke der Truppe von Dan Ratushny, die damit unterstreicht, dass der Titel wieder nur über sie gehen wird.

KAC - Vienna Capitals 2:0 (0:0,0:0,2:0)

Tore: Lundmark (54.), Popovic (59./PP)

Klagenfurt, 3.753 Zuschauer. Strafminuten: 18 plus Spieldauer Kapstadt bzw. 15 plus Spieldauer Nödl


Das Gas ging aus: 40 Minuten lang erlebten die Fans in der Klagenfurter Messehalle ein Spiel auf Augenhöhe. Im Schlussdrittel drehte der KAC dann auf, die Caps hingegen konnten nicht mehr zusetzen. Das zeigt auch die Schussbilanz der letzten 20 Minuten (13:5). Dass den Wienern etwas die Kraft ausging, kann durchaus auch mit der langen Verletztenliste zu tun haben.

Mittendrin statt nur dabei: Nach acht Spielen Sperre war Rafael Rotter wieder mit von der Partie und lieferte eine engagierte Leistung. Bei zwei Szenen stand der Caps-Akteur im Mittelpunkt: Nach einem Check zum Kopf Rotters fasste Kevin Kapstad eine 5-Minuten- plus Spieldauer-Strafe aus. Es war auch Rotter der beim Stand von 0:1 in der 58. Minute bei einer übermotivierten Aktion eine Strafe wegen Hakens kassierte. Nachher kamen die Hauptstädter zu keiner Chance mehr und fingen sich noch das 0:2 ein.

Powerplay bringt den Sieg: Nachdem den Klagenfurtern von einigen Fans und Experten zuletzt eine Powerplay-Schwäche nachgesagt wurde, brachte heute das Überzahlspiel den Sieg. Das 1:0 fiel wenige Sekunden nach Ablauf einer Strafe gegen Philippe Lakos, der entscheidende Treffer gelang schließlich nach einem sauberen Angriff ebenfalls mit einem Mann mehr.

Graz99ers - Dornbirner EC 2:1 (0:1,1:0,1:0)

Tore: Fornataro (26.,44./PP) bzw. D'Alvise (16.)

Graz, 1.880 Zuschauer. Strafminuten: 8 bzw. 12.

Auf der Überholspur: Der Lauf der 99ers geht weiter. Ivo Jans Cracks feiern dank eines starken Schlussdrittels gegen Dornbirn den fünften Sieg in Folge. Damit ist Platz sechs vor den Spielen am Samstag nur noch fünf Punkte entfernt.

Angstgegner: Für die Bulldogs gibt es im Bunker weiterhin nichts zu holen. Schon in der Vorsaison verloren die Vorarlberger alle ihre Gastspiele in Graz. Im neunten Duell vor eigenem Publikum konnten die Murstädter jetzt zum neunten Mal punkten. Für Dornbirn reißt gegen den Angstgener auch eine Serie, zuvor konnten sie siebenmal in Folge punkten.

Nicht alles Gold: Das Spiel nach vorne wirkte bei den 99ers lange behäbig. 11 Torschüsse nach 40 Minuten sind kein Ruhmesblatt. Vor allem in den ersten fünf Überzahlspielen konnten die Steirer kaum Gefahr erzeugen. Dass das Game-Winning-Goal trotzdem während eines Powerplays fiel zeigt, dass die Grazer wie eingangs erwähnt einen Lauf haben.

HC Innsbruck - HC Znojmo 3:1 (0:0,1:0,2:1)

Tore: Ross (32.), Lammers (56., 57.) bzw. Stach (49.)

Innsbruck, 1.800 Zuschauer. Strafminuten: 6 bzw. 14

Chiodo sei Dank: 40 Mal feuerten die Alder aus Zonjmo auf das Innsbrucker Gehäuse, nur einmal musste der Schlussmann hinter sich greifen, was einer Save-Percentage von 97,5 Prozent entspricht. Vor allem im ersten Drittel, als von den Haien offensiv wenig bis gar nichts zu sehen war, hielt er seine Mannschaft im Spiel.

Eins wie das andere: John Lammers erzielte nicht nur zwei Powerplay-Tore innerhalb weniger Sekunden, die den Haien den Sieg bescherten. Nein, die Treffer waren auch beinahe ident, konnte der Kanadier doch beide Male nach einem Querpass unbedrängt einschieben.

Gut gecoached: Christer Olsen stelte seine Coaching-Fähigkeiten unter Beweis. Als die Haie in der 55 Minute eine 5 gegen 3 Überzahl-Situation vorfanden, nahm der Schwede sein Timeout und bereitete seine Truppe auf das folgende Powerplay vor. Lammers schien genau zugehört zu haben und traf zweimal

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