Salzburg stürmte an die EBEL-Spitze

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Nach der 14. EBEL-Runde lacht Meister RB Salzburg erstmals von Tabellenplatz eins.

Die Bullen gewannen beim VSV souverän 4:1 (2:0, 2:1, 0:0) und feierten damit den sechsten Dreipunkter in Serie. Rauchenwald, Latusa, Fahey und Komarek trafen für die Gäste.

Znojmo gab die Spitze aufgrund einer 3:4-Niederlage (0:2, 2:1, 1:1) bei den Vienna Capitals, die ihren Negativlauf stoppten, ab.

Die Black Wings Linz zogen dank eines 5:0-Sieges (0:0, 4:0, 1:0) über Fehervar mit den Tschechen gleich, zwei Punkte hinter Salzburg.

Die Graz99ers schlugen Tabellenschlusslicht Ljubljana in deren Halle mit 7:5 (3:2, 3:1, 1:2). Matchwinner für die Steirer war dabei Center Stephen Werner, der gleich drei Mal einnetzte.

Der KAC unterlag Dornbirn zuhause mit 1:4 (0:0, 0:3, 1:1). Die Gäste schockten den Rekordmeister mit drei Treffern in 134 Sekunden (Livingston 30., D'Alvise 32., Grabher-Meier 32.).

Innsbruck musste im ersten Drittel gegen Bozen gleich vier Gegentore hinnehmen und verlor am Ende verdient mit 1:5 (0:4, 0:0, 1:1).

LAOLA1 hat alle Facts zur 14. EBEL-Runde:

VSV - RB Salzburg 1:4 (0:2, 1:2, 0:0)

Tore: Schofield (33.) bzw. Rauchenwald (6.), Latusa (7.), Fahey (30./PP), Komarek (34.)

Villach, 3.014 Zuschauer, Strafminuten: 16 bzw. 24.

Die Super-Ex: Ein schneller Doppelschlag in den Anfangsminuten brachte den Meister in Villach in Front, doch gejubelt wurde nicht viel. Den ersten Treffer erzielte Ex-VSVler Rauchenwald, den zweiten bereitete Ex-VSVler Hughes maßgeblich vor - beide zeigten sich in ihrer alten Heimstätte aber sehr respektvoll und verzichteten auf die Feierlichkeiten.

 Die fantastischen Vier: Teilzeit-Arbeit steht in Salzburg hoch im Kurs. Die siegessicheren Salzburger zeigten offen ihre Unlust im Schlussdrittel und holten sich in einer bis dahin nicht unfairen Partie zwölf Strafminuten in den letzten 13,5 Minuten ab und verbrachten somit fast die gesamte Schlussphase in Unterzahl. Gegen den heutigen VSV reichten aber auch vier Mann auf dem Eis.

6-6-6: Als teuflisches Trio gehen Brock McBride, Stefan Bacher (beide VSV) und Brian Fahey (RBS) wohl nicht durch, aber mit je sechs Strafminuten waren sie für einen Gutteil der verteilten Strafen verantwortlich. Wirklich böse war aber nur der überharte Check von McBride gegen Salzburg-Kapitän Daniel Welser.

Vienna Capitals - HC Znojmo 4:3 (2:0, 1:2, 1:1)

Tore: Whitmore (3.), Klimbacher (17.), Großlercher (32.), Gamache (45.) bzw. Podesva (29.), Bartos (36.), Kousalik (48.).

Wien, 3.600 Zuschauer, Strafminuten: 19 bzw. 7.

 

Ein altes Bild führt zu einem neuen: Die Capitals werden nicht mehr zum Lieblingsgegner Znojmos in dieser Saison. Wie auch, sind doch schon drei der vier Grunddurchgangs-Begegnungen nach 14 Runden gespielt - und alle gingen an die Wiener. Der EBEL-Spielplan treibt auch hier etwas seltsame Blüten. Die erst dritte Niederlage nach regulärer Spielzeit fiel diesmal zwar nicht ganz so schmerzhaft aus wie das 7:1 beim letzten Besuch in Kagran, kostete den Tschechen aber die Tabellenspitze. Erstmals in dieser Spielzeit.

Aus der Not eine Tugend gemacht: Mit Klemen Pretnar und Julian Großlercher kehrten zwei Mann von der sieben Cracks umfassenden Ausfallsliste zurück. Bestbesetzung ist bei den Caps trotzdem anders. Ausgerechnet der Zweitgenannte hatte mit seinem zweiten Tor in dieser Saison gehörigen Anteil am Sieg. Noch bemerkenswerter die Assistgeber: Für Felix Maxa war es der erste Scorerpunkt überhaupt, auch Benjamin Nißner hatte zuvor erst einen zu Buche stehen.

Apropos Lazarett: Tyler Cuma wurde in Minute 29 von einem Schlagschuss getroffen und musste vom Eis. Wir hoffen, dass es nichts Schlimmeres ist, und der Neuzugang im LAOLA1.tv-Livespiel am Freitag beim KAC wieder mitwerken kann!

Black Wings Linz - Fehervar AV19 5:0 (0:0, 4:0, 1:0)

Tore: Kozek (21./PP), Da Silva (27.), Göhringer (29.), Hofer (37., 41.)

Linz, 3.500 Zuschauer, Strafminuten: je 8.

 

Entscheidendes Mitteldrittel: Nach einem gemächlichen Anfangsdrittel ging es in den zweiten 20 Minuten Schlag auf Schlag. Den Linzern gelang alles, sie spielten Fehervar phasenweise an die Wand und gingen völlig verdient mit 4:0 in Führung. Somit legten die Black Wings auch den Grundstein für den fünften Punktgewinn im fünften Spiel in Folge.

Matchwiner: Fabio Hofer besiegelte mit seinen Treffern zum 4:0 und 5:0 endgültig den Sieg der Stahlstädter. Aber auch Black-Wings-Goalgetter Andrew Kozek hatte großen Anteil am Triumph der Linzer. Kozek erzielte seinen bereits zehnten Saisontreffer und steuerte außerdem zwei Assists bei. Mit dem Sieg ziehen die Linzer nach Punkten mit den Tabellenzweiten aus Znojmo gleich.

Shut-Out: Black-Wings-Keeper Michael Ouzas gelang der zweite Shut-Out innerhalb von nur vier Tagen. Wie gegen Dornbirn am Freitag gelang es ihm am Dienstag gegen Fehervar, seinen Kasten sauber zu halten. Die Ungarn scheiterten mit nicht weniger als 33 Schüssen am kroatisch-kanadischen Schlussmann der Linzer. Mit seiner starken Leistung bleibt Ouzas weiterhin der Keeper mit der besten Save-Quote der gesamten Liga.

Olimpija Ljubljana - Graz99ers 5:7 (2:3, 1:3, 2:1)

Tore: Ropret (4.), Sotlar (17./PP), Hebar (27., 58.), Pesut (59.) bzw. Werner (6., 33./PP, 35.), Natter (9., 43.), Kovacevic (10.), Almtorp (40./SH)

Ljubljana, 1.022 Zuschauer. Strafminuten: 14 bzw. 22.

 

So viele Tore gab es noch nie: Mit zwölf Volltreffern war diese Partie die torreichste in der bisherigen Saison 2015/16. Am 20.09. musste Neo-Tabellenführer Salzburg gegen Bozen über die volle Distanz und gewann im Penaltyschießen 6:5.

Torausbeute vervierfacht: Stephen Werner verpasste die ersten Spiele in diesem Jahr, zeigte dafür in Ljubljana mit einem Triplepack seinen Wert. Zuvor hatte er nur einen Treffer für die Grazer zu Buche stehen, beim 4:3-Sieg über Bozen vor einer Woche.

Das Feld von hinten aufrollen: Fünf Punkte, darunter ein 1:0-Sieg in Linz, wurden von Graz unter Todd Björkstrand eingefahren. Seit dem Trainerwechsel zugunsten Ivo Jans läuft es. In sechs Partien verließen die 99ers die Eisfläche vier Mal als Sieger. Zwischen sich und den Tabellenkeller hat man, nicht zuletzt aufgrund des heutigen Sieges gegen den Letzten, ordentlich Luft gebracht.

HC Innsbruck - HC Bozen 1:5 (0:4, 0:0, 1:1)

Tore: Hahn (47.) bzw. Gander (3.), Saviano (5.), Flemming (8./PP), Insam (18./PP), Di Casmirro (54./PP)

Innsbruck, 1.500 Zuschauer, Strafminuten: 18 bzw. 6.


Heimserie gerissen: Nach vier Heimsiegen in Folge verloren die Haie nach einer ganz schwachen Performance das Tiroler Derby gegen den HC Bozen mit 1:5. Die Innsbrucker verschliefen das erste Drittel vollkommen und lagen nach den ersten 20 Minuten aussichtslos 0:4 zurück.

Undisziplinierte Haie: Die Innsbrucker fassten insgesamt neun Strafen aus, bei den Südtirolern standen nur drei zu Buche. Der undisziplinierteste Hai war Nicholas Schaus mit drei Strafen im Zeitraum von nur zehn Minuten, auch David Schuller musste zwei Mal auf die Strafbank.

Beste Akteure: Stephen Saviano und Nathan DiCasmirro waren die Väter des Erfolges für die Südtiroler. Beide verbuchten einen Treffer und zwei Assists. Auch Bozen-Keeper Jaroslav Hübl zeigte eine beeindruckende Leistung. Er wurde wenig gefordert, war immer hellwach und musste nur einen der 18 Schüsse, die auf seinen Kasten gingen, passieren lassen.

KAC - Dornbirner EC 1:4 (0:0, 0:3, 1:1)

Tore: Nordqvist (41.) bzw. Livingston (30., 60./SH), D'Alvise (32.), Grabher-Meier (32.)

Klagenfurt, 3.091 Zuschauer, Strafminuten: 6 bzw. 10.


134: So viele Sekunden lagen zwischen den drei Dornbirner Treffern - 133 (Polizei) wären passender gewesen, denn es war schon fast kriminell, wie die Klagenfurter die Partie mit Eigenfehlern aus der Hand gaben. Anschließend hätte der Rekordmeister die 147 (Rat auf Draht) gut benötigen können...

84: Nur 84 Prozent der Schüsse konnte KAC-Keeper Tuokkola bei seinem Comeback halten - aber die Statistik vermittelt hier ein falsches Bild. Vorwerfen kann man dem Keeper nur das 0:2, bei dem er den Puck prallen ließ, ansonsten war der Rückkehrer der stärkste Mann auf dem Eis und hielt die Klagenfurter lange im Spiel.

2: Wenn sich zwei streiten, freut sich der Dritte - im Falle des kuriosen ersten Treffers Philipp Kreuzer. Nordqvist und Kapstad wollten beide zum Puck, checkten sich gegenseitig aus dem Weg, Kreuzer schnappte sich die freie Scheibe und bereite das glückliche (aber nicht unverdiente) 1:0 für die Gäste vor.

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