Black Wings hatten es in der Hand

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Die Black Wings Linz hatten es am 13. Spieltag in der Erste Bank EHL angesichts zahlreicher Chancen sowie einem Lattenschuss in der Overtime in der Hand, Tabellenführer Znojmo zu stürzen.

Letztlich behielten die Falken dank dem Gamewinner von Yellow Horn mit 3:2 n.P. die Oberhand.

Wie schon am Freitag in Graz setzten sich die 99ers auch im "Rückspiel" bei Fehervar nach Overtime durch, diesmal mit 3:2 n.V. Brophey (61.) erzielt den Siegtreffer, im 2. Drittel kommt es zu vier Toren und neun Strafen.

HC Innsbruck verlor auch das 10. Auswärtsspiel in Folge in Salzburg: Die Bullen gewannen 5:3 und liegen auf dem zweiten Tabellenplatz.

Bozen schlug KAC 5:4 n.V. und der VSV fertigte Schlusslicht Ljubljana mit 4:1 ab.

HC Znojmo - Black Wings Linz 3:2 n.P. (0:0,1:1,1:1,0:0,1:0)

Tore: Sedivy (32.PP), Fiala (42.), Yellow Horn (PS) bzw. Hofer (28.PP), DaSilva (56.PP)

Znojmo, 2.871 Zuschauer. Strafminuten: 16 bzw. 12

 

Auf Yellow Horn ist Verlass, wenn es darauf ankommt. Der Kanadier, der schon den 1:1-Ausgleich von Sedivy vorbereitete, trat im Penalty-Schießen zweimal an und verwertete beide Versuche. Dass er noch ein zweites Mal ran musste, dafür sorgte Piche mit seinem Ausgleich im Shootout.

Eine Serie musste enden. Es war das 14. Grunddurchgangs-Spiel, das die Black Wings in Znojmo bestritten - und zum 14. Mal gingen die Linzer als Verlierer vom Eis. Abgerissen ist indes die Serie, dass die Oberösterreicher in dieser Saison an Sonntagen noch ungeschlagen sind.

Mangelnde Chancen-Auswertung: Dabei hätten die Linzer die Partie gut und gerne gewinnen können. Was Kozek und Co. aber vernebelten, dürfte bei Coach Daum das eine oder andere Haar noch weiter ergrauen haben lassen. Zu allem Überdruss scheiterte Hisey in der Overtime an der Latte.

Red Bull Salzburg - HC Innsbruck 5:3 (2:2, 1:1, 2:0)

Tore: Sterling (4., 6./PP), Duncan (34., 43.), Welser (54.)  bzw. Ulmer (13./PP), Hahn (19.), Schennach (35.)

Volksgartenarena Salzburg, 1.815 Zuschauer. Strafminuten: 10 bzw. 14.


Die Unserie geht weiter: Neun Spiele oder 2.566 Tage hatte Innsbruck nicht mehr in der Salzburger Volksgartenarena gewonnen. Es sollte auch im zehnten Anlauf nicht klappen. Zuletzt hatten die Tiroler am 7.Oktober 2008 das bessere Ende für sich. Die nächste Chance, diese Unserie zu beenden, gibt es erst im neuen Jahr (15.01.). Ob die "Haie" schon die Tage bis dahin zählen...

Tolle Moral bewiesen: Da kommt Innsbruck mit einer derart furchteinflößenden Statistik nach Salzburg und was passiert, was natürlich nicht passieren darf? Man liegt nach sechs Minuten bereits 0:2 zurück. Doch trotz dieser schlechten Vorzeichen bewiesen die "Haie" tolle Moral und glichen noch im 1.Drittel aus sowie egalisierten auch den Rückstand im 2.Drittel postwendend. Letztlich hatten die Tiroler im Schlussdrittel einer offenen Partie das schlechtere Ende für sich.

Geballte Offensivkraft: Der Meister hatte trotz Blitzstart unerwartete Probleme mit dem Innsbrucker Underdog und Lieblingsgegner. Doch wieder einmal konnten sich die Bullen auf die stärkste Offensive der EBEL verlassen: Sterling (2 Tore, 1 Assist), Hughes (2 Assists) und Duncan (2 Tore, GWG) sicherten den Arbeitssieg. 

HC Bozen - KAC 5:4 n.V. (1:1, 2:2, 1:1,1:0)

Tore: Broda (10.), Vause (23.), Pope (36., 56., 67.) bzw. Desantis (17.), Ganahl (26.), Geier M. (34./SH), Koch (55.)

Eiswelle Bozen, 2.180 Zuschauer. Strafminuten: 4 bzw. 10.


Bann gebrochen: Zweimal trafen beide Teams bereits in dieser Saison aufeinander, beide Male setzte sich das Auswärtsteam durch: Am 27.9. gewann Bozen in Klagenfurt 4:3 n.P., eine Woche später (4.10.) setzte sich der KAC in Bozen 3:1 durch. Mit dem 5:4 n.V.-Sieg beendete HC Südtirol diese Serie.

Vonwegen Doppelbelastung: Samstag, 19:45 Uhr: Bully in Bozen zum Start der Partie Bozen gegen die Vienna Capitals, welche die Italiener 3:1 gewinnen. Nur ca. 20 Stunden später standen die Sieger, anders als Gegner KAC, erneut am Eis und ließ sich selbst nicht von einer kräftezerrenden Overtime vom Siegen abhalten. Chapeau!

Man muss das Momentum nutzen! Die Partie war ein klassiches Beispiel dafür, wie wichtig das Momentum im Eishockey-Sport ist. Zweimal hatte der KAC die Möglichkeit, die moralische Oberhand zu gewinnen, doch beide Male fingen sich die Klagenfurter postwendend den Ausgleich ein: Sowohl die Führung nach Geiers Shorthander (34.) als auch Kochs 4:3 in der 55. Minute konnte nicht lange gehalten werden. Die (teure) Rechnung wurde in der Overtime serviert...

All hail the Pope! Wer Fragen hat, sollte umgehend Matthew Pope konsultieren - dieser hatte im Spiel immer die passende Antwort auf KAC-Tore!  Der Stürmer schaltete nach 30 Minuten in den on-fire-Modus um. Erst glich er postwendend zum 3:3 (36.) aus, dann rettete er sein Team in die Verlängerung (56.), um in dieser 0,92 Sekunden vor Ende den Sieg zu fixieren.

Dornbirner EC-Vienna Capitals 2:1 (0:0,1:1,1:0)

Tore: Arniel (34.PP), Caruso (46.) bzw. Fraser (31.PP)

Messestadion Dornbirn, 2.250 Zuschauer, Strafminuten: 8 bzw. 12

Ein Roadtrip zum Vergessen: Knapp 20 Stunden nach dem 1:3 in Bozen müssen die Capitals die nächste Niederlage hinnehmen. Zwar stand das Auswärts-Doppel aufgrund der zahlreichen Wiener Ausfälle unter keinem guten Stern, nichtsdestoweniger kommen die ambitionierten Wiener am Ende mit leeren Händen nach Hause. Möglichkeit zur Besserung bietet das Heimspiel am kommenden Dienstag gegen Leader Znojmo, das gleichzeitig das 30. - wenn man so will - Lokalderby der beiden Teams darstellt.
 
Lieblingsgegner: Dornbirn dürfte sich allmählich richtiggehend freuen, wenn sie am anderen Ende der Eisfläsche die Capitals erblicken. Das 2:1 war bereits der vierte Sieg in Folge der Bulldogs über die Hauptstädter.
 

Der heimliche Sieger? Einen Sieger auf Seiten der Wiener brachte die Partie letztlich doch - und zwar David Kickert. Headcoach Jim Boni hatte dem Torhüter das Vertrauen geschenkt und dieser zahlte es in vielen Situationen zurück, konnte mit etlichen Saves aufwarten. Wenngleich er beim 1:1 von Arniel nicht ganz glücklich aussah, als er den Puck noch einmal ausspuckte.


Fehervar AV 19- Graz99ers 2:3 n.V. (0:0,2:2,0:0,0:1)

Tore: Connolly (34./SH), Wehrs (40.) bzw. Poulsen (26.), MacArthur (35./PP), Brophey (61.)

Székesfehérvár, 3.300 Zuschauer. Strafminuten: 16 bzw. 12.

 

Deja vu: Wie schon vor zwei Tagen im Hinspiel in Graz, bleiben die 99ers im Nachzügler-Duell nach Overtime erfolgreich. Und erneut ist es Evan Brophey, der den entscheidenden Treffer erzielt - diesmal nach 51 Sekunden.

Spektakuläres Mitteldrittel: Während im ersten und dritten Abschnitt keine Tore fallen, ist im zweiten die Hölle los: Vier Treffer, davon ein Short-Hander und ein Powerplay-Tor in derselben Überzahl, und gleich neun Strafen setzt es in diesen 20 Minuten. Langweilig wird es den Fans aber auch danach nicht.

Dritter Sieg in Folge: Der Aufwärtstrend der 99ers geht weiter. Zwar gehört auch Glück dazu, doch der erkämpfte Erfolg in Ungarn macht Hoffnung auf mehr. Zumindest liegen die Steirer nach dem verkorksten Saisonstart nur noch drei Zähler hinter Fehervar, das auf Rang zehn liegt.

VSV - Olimpija Ljubljana 4:1 (2:0,0:1,2:0)

Tore: Pance (5., 7.), Schlacher (50./PP), Schofield (57.) bzw. Hebar (39.)

Stadthalle Villach, 2.971 Zuschauer, Strafminuten: 10 bzw. 10

Schöpferische Pause im Mitteldrittel: Im ersten und dritten Abschnitt dominieren die Villacher die Partie. In den zweiten 20 Minuten plätschert das Spiel zwar dahin, es scheint alles unter Kontrolle. Doch der späte Gegentreffer bringt Spannung in die Begegnung, Schlacher sorgt jedoch wieder für klare Verhältnisse.

Verletzung trübt Sieg: Gerhard Unterluggauer prallt ohne Einwirkung eines Gegners in die Bande, der anfängliche Verdacht auf einen Knöchelbruch bewahrheitet sich im Krankenhaus zum Glück nicht.

Aufregung beim vierten Tor: Die Schiedsrichter wollen bei einem Angriff von Tyler Schofield auf Penalty entscheiden, doch plötzlich findet sich der Puck im Tor wieder. Nach dem Videostudium wird der Treffer gegeben, die Gäste reklamierten, dass der Puck via Handschuh den Weg in die Maschen fand.

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