Auch in Bozen nichts zu holen

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Tag der knappen Kisten

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Sieben ist keine Glückszahl für die Capitals

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Eine Woche nach dem 1:2 in Kagran unterlagen die Vienna Capitals dem HC Bozen erneut.

Auswärts setzte es für die Wiener zum Abschluss der 12. EBEL-Runde ein 1:3 (0:1, 0:1, 1:1).

Die Füchse hatten lange Oberhand, die sieben Ausfälle der Capitals machten sich bemerkbar. Flemming sorgte für das 1:0 (10.), das zweite Tor durch Broda fiel in doppelter Überzahl (39.). Er sorgte auch für das 3:0 (45.), Milam verkürzte nur mehr (49.).

Die Capitals blieben Tabellen-Siebter, Bozen ist punktgleich Achter.

Freitag war Tag der Overtimes

Schon am Freitag feierte der KAC einen 3:2-Overtime-Sieg gegen Tabellenführer Znojmo.

Nach Toren von Lundmark (9.), Tomas (11.), Pucher (41.) und DeSantis (57.) sorgte Ganahl in der 61. Minute für die Entscheidung.

Salzburg gab gegen Ljubljana eine 3:1-Führung aus der Hand, ehe Hughes (51./PP) und Welser (60./EN) zum 5:3-Endstand trafen.

Innsbruck rang den VSV 3:2 nieder, die Black Wings schlugen Dornbirn 1:0 n.OT. (Kozek/66.). Die 99ers bezwangen Fehervar 4:3 n. OT. (Brophey/64.).


LAOLA1 hat alle Facts zum EBEL-Spieltag:

HC Bozen - Vienna Capitals 3:1 (1:0, 1:0, 1:1)

Tore: Flemming (10.), Broda (39./PP2, 45.) bzw. Milam (49.).

Bozen, 2.185 Zuschauer. Strafminuten: 6 bzw. 10.


Ausfälle machten sich bemerkbar: Sieben ist keine Glückszahl für die Vienna Capitals. Mit den Verletzten Dominic Hackl, Jonathan Ferland, Klemen Pretnar und MacGregor Sharp (der sich zuletzt eine Kieferverletzung zuzog), dem gesperrten Rafael Rotter und dem erkrankten Patrick Peter (Angina) musste Jim Boni schon vor den Marathontagen sechs Mannen vorgeben. Julian Großlercher fing sich eine Grippe ein, womit am Wochenende im Westen ein weiterer Crack fehlt. Das sah man dem Spiel der Gäste schon in den Anfangsminuten an.

Ein glückloser Debütant: Auf Seiten der Südtiroler scheint die personell schwierige Anfangsphase der Saison hingegen langsam vergessen. Mit Nicholas Palmieri feierte gegen die Wiener ein Neuzugang sein Debüt. Der Center kam aus der DEL, von den Schwenninger Wild Wings. Bei seiner Premiere gab der 26-jährige US-Amerikaner drei Torschüsse ab, zwei dieser dicken Möglichkeiten hätten eigentlich zu Toren führen müssen.

Dummheit wurde bestraft: So lange sich die Capitals vorher abstrampeln mussten, in der Schlussphase des Mitteldrittels fanden sie ins Spiel und hätten ausgleichen können. Dann zogen Andreas Nödl und Sven Klimbacher innerhalb von Sekunden zwei überflüssige Strafen, die prompt zum zweiten Gegentreffer führten und die Begnung endgültig entschieden.

  KAC - HC Znojmo 3:2 n. OT. (1:1, 0:0, 1:1, 1:0)

Tor: Lundmark (9.), DeSantis (57.), Ganahl (61./PP) bzw. Tomas (12./PP), Pucher (41./PP).

Klagenfurt, 3.100 Zuschauer. Strafminuten: 12 bzw. 22 plus 10 Baca und Biro.


Matchwinner: Manuel Ganahl ließ sich in der Overtime nicht lange bitten und erzielte nach nur 53 Sekunden das Game-Winning-Goal für den KAC. Jamie Lundmark, der sich für den Führungstreffer verantwortlich zeigte, bereitete diesen Score mustergültig vor und rundete seine starke Leistung ab.

Bessere Chancenauswertung: Beim KAC fanden drei der insgesamt 30 Torschüsse den Weg ins Ziel. Die Quote von zehn Prozent ist deutlich besser als jene in den letzten beiden Spielen, als nur zwei Tore aus 76 Schüssen fielen. Die Performance in den Powerplays ist dennoch ausbaufähig.

Undiszipliniert: Beide Mannschaften teilten gehörig aus, aber die Spieler des Tabellenführers waren richtig undiszipliniert. Biro und Baca kassierten je eine zehnminütige Strafe, dazu kamen nicht weniger als elf Zwei-Minuten-Strafen. Da wirken die sechs Penalties, die der KAC ausfasste, regelrecht vernachlässigbar.

Red Bull Salzburg - Olimpija Ljubljana 5:3 (2:0, 1:1, 2:2)

Tore: Sterling (7.), Heinrich (8.), Duncan (39./PP), Hughes (51./PP), Welser (60./EN) bzw. Pem (36.), Hadzic (47.), Kaspitz (48.).

Salzburg, 1.845 Zuschauer. Strafminuten: je 4.

 

Ein rundes Jubiläum: Zum 20. Mal hintereinander war Salzburg für die Slowenen keine Reise wert. Der letzte Sieg in der Mozartstadt liegt 2.482 Tage zurück, das sind fast sieben Jahre! Es werden zumindest 2.574 Erdumdrehungen werden, ehe die schwarze Serie (vielleicht) reißt. Denn dieses Duell steht erst in der letzten Runde des Grunddurchgangs am 16. Jänner 2016 wieder an.

Das Leben schwer gemacht: Salzburg hatte weitestgehend Kontrolle über das Geschehen, wurde mit den zwei Toren nach acht Minuten im Rücken aber hin und wieder schleißig. So fanden die Gäste ins Spiel zurück und konnten in einer eigenen Hochphase sogar ausgleichen. Der Salzburger Sieg war der Powerplay-Effizienz geschuldet: In zwei Überzahlgelegenheiten kam man zu ebensovielen Gummischeiben im Gegnernetz.

Fast sowas wie ein Debüt: Mit Sebastijan Hadzic erzielte ein 20-jähriger Stürmer in Diensten Ljubljanas sein erstes Saisontor. Den ersten EBEL-Treffer überhaupt bejubelte er in der Vorsaison, als er als Leihspieler schon 14 Spiele für die Drachen absolvierte.

  HC Innsbruck - VSV 3:2 (1:0, 1:2, 1:0)

Tore: Ross (17./PP), Schuller (29.), Hahn (46./PP) bzw. McBride (21./PP), B. Petrik (31.).

Innsbruck, 1.200 Zuschauer. Strafminuten: 8 bzw. 10.


Heimserie: Die Innsbrucker fühlen sich auf heimischem Eis sichtlich wohl. Die Haie feierten mit dem knappen 3:2-Sieg gegen die Villacher den bereits vierten Heimsieg in Folge. Die Tiroler rehabilitierten sich damit auch für die klare 0:5-Schlappe vor einigen Tagen in Znojmo.

Jubiläum: Brock McBride darf sich trotz der knappen Niederlage freuen. Dem VSV-Akteur gelang der zwischenzeitliche Ausgleich zum 1:1, und mit diesem Treffer markierte er seinen 150. EBEL-Scorerpunkt.

Entscheidende Strafen: In einer fair geführten Partie entschieden Strafen im dritten Drittel über den Ausgang. Eine Unterzahl überstand der VSV im Schlussdrittel unbeschadet, aber in der zweiten mussten sie den Gegentreffer zum 2:3 hinnehmen. Kurz vor Ende drückten die Villacher auf den Ausgleich, aber eine unnötige Strafe dezimierte den VSV, womit sie sich selbst der Chance auf die Overtime nahmen.

Graz99ers - Fehervar AV 19 4:3 n. OT. (1:1, 1:2, 1:0, 1:0)

Tore: Fornataro (5.), DeSimone (29.), Brophey (56.,62.) bzw. Connolly (11.), Banham (29.), Martinelli (38./PP.).

Graz, 1.700 Zuschauer. Strafminuten: 4 bzw. 4.

 

Der Bann ist gebrochen: Das lange Warten hat ein Ende. In der 12. Runde feierten die Steirer ihren allerersten Heimsieg und verdoppelten mit dem 4:3 gegen Fehervar ihr Punktekonto im Bunker. Zudem gelangen den Murstädtern erstmals in dieser Saison zwei Siege in Folge.

Schwaches Überzahlspiel: Ganz schlechtes Powerplay der 99ers, die insgesamt sechs Überzahlspiele ungenutzt ließen und dabei kaum Chancen kreieren konnten. Bezeichnenderweise ist der Siegtreffer dann auch kurz nach Ablauf der Strafe gefallen. In der Powerplay-Statistik sind die Grazer Vorletzte.

Offensive nimmt Fahrt auf: Die zwei schwächsten Offensivreihen der Liga zeigten teilweise schön anzusehendes Hockey mit vielen Toren. Für die 99ers war es gar das zweite Match in Serie mit vier Treffern. Weil aber auch Innsbruck und Ljubljana je dreimal trafen, blieben Graz und Fehervar die Teams mit den wenigsten Toren. Es war ohnehin nicht alles Gold, was glänzte: Die Steirer und die Ungarn vergaben zahlreiche Hochkaräter und hatten auch etwas Alu-Pech (2x 99ers, 1x Fehervar).

Dornbirner EC - Black Wings Linz 0:1 n.OT. (0:0, 0:0, 0:0, 0:1)

Tor: Kozek (66.).

Dornbirn, 2.300 Zuschauer. Strafminuten: 6 bzw. 8.


Zweifelhafte Ehre: Das erste 0:0 der laufenden Saison war perfekt. Die Bulldogs und die Black Wings ließen insgesamt 67 Torschüsse (48:20) und 7 Überzahl-Gelegenheiten (4:3) liegen, ehe Kozek den Bann nach 65 Minuten brach.

Alleine an der Spitze: Vor der Runde musste sich Andrew Kozek den Platz an der Spitze der Torschützenliste noch mit zwei anderen Spielern teilen, der Game Winner gegen Dornbirn hievte den Kanadier auf den alleinigen ersten Rang (9 Tore). In fünf der letzten sechs Spiele traf Kozek ins "Schwarze", nur beim 0:3 am 9. Oktober gegen Dornbirn ging er leer aus.

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