Salzburg ist Meister!

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Salzburg sweept Capitals und krönt sich zum Meister

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Es ist vollbracht! Der EC Red Bull Salzburg wurde zum fünften Mal österreichischer Eishockey-Meister in der EBEL.

Die "Bullen" entschieden die best-of-seven Finalserie gegen die Vienna Capitals dank eines 4:3-Erfolgs in Spiel 4 in Wien mit 4:0 für sich.

Dabei führten die Wiener durch Treffer von Ferland (9./PP), Foucault (19.), Rotter (25./PP) bzw. Raffl (13./PP) bereits 3:1.

Welser (37.PP) verkürzte, ehe ein Doppelschlag von Beach (45./PP) und Sterling (48./PP) die Entscheidung brachte.

Vienna Capitals - RB Salzburg 3:4 (2:1,1:1,0:2)

Tore: Ferland (9./PP), Foucault (19.), Rotter (25./PP) bzw. Raffl (13./PP), Welser (37./PP), Beach (45./PP), Sterling (48./PP).

Wien, 7.022 Zuschauer (ausverkauft). Strafminuten: 19 plus Spieldauer Peter bzw. 14.

Salzburg gewinnt die Serie 4:0 und ist Meister.

Spiel 1: Salzburg-Capitals 6:1

Spiel 2: Capitals-Sazburg 4:5

Spiel 3: Salzburg-Capitals 5:1

Geschichte wiederholt sich:Am 14. April 2011 durften die Salzburger das letzte Mal den EBEL-Pokal in die Höhe stemmen. Der Gegner hieß KAC und der Spielort die Kärntner Landeshauptstadt Klagenfurt. In der Fremde scheinen die Salzburger besonders gerne zu feiern.

Rekord ausgebaut: Der 3:0-Erfolg am Sonntag war noch der zehnte Playoff-Sieg in Folge. Das war bereits ein neuer Rekord. Doch die Bullen ließen es sich nicht nehmen und verbesserten ihre eigene Rekordmarke: Elf Playoffsiege am Stück! Reife Leistung und wohl nur mehr ganz schwer zu überbieten.

Powerplay war Trumpf: Wie wichtig das Spiel der Special-Teams in den Playoffs war, zeigte vor allem dieses Match. Bis auf den Führungstreffer von Kris Foucault wurden sämtliche Tore in einer Powerplay-Situation erzielt. Gerade die Salzburger zeigten hier, dass man auf die Spezial-Einheiten immensen Wert gelegt hatte.

Brett Sterling: Brett Sterling hätte man nach der Schluss-Sirene zum "Man-of-the-Match" küren müssen. Im dritten Drittel wurde der Kanadier hart von Capitals-Verteidiger Patrick Peter gecheckt, der dafür 5 Minuten plus eine Spieldauer-Disziplinarstrafe bekam. Eine wohl viel zu hohe Strafe für den Crack im Wiener-Dress. In den fünf Minuten Überzahl erzielten die Bullen beide Treffer - den zweiten erzielte überdies der Gefoulte persönlich - Brett Sterling.
Luft war draußen: Als die Zeit beinahe abgelaufen schien, dachte man, dass sich die Caps noch einmal in der Offensive versuchen werden. Doch kam es nicht so weit. Zu matt und müde wirkten die Mannen von Jim Boni und konnten so nur auf einen Lucky-Punch hoffen - der nicht eintrat.

500. EBEL Spiel: Neben dem Meistertitel hatte Thomas Raffl einen weiteren Grund zum Feiern. Der 28-jährige Villacher absolvierte für die Bullen sein 500. EBEL-Match. Eine Partie, die dem Topstürmer wohl noch länger in Erinnerung bleiben wird. Gratulation.

 

STIMMEN ZUM MEISTERTITEL UND SPIEL:

Matthias Trattnig (Kapitän Salzburg): "Es war nach letztem Jahr mit der Finalniederlage sehr hart. Wir haben lange darauf hingearbeitet. Es war eine super Serie. Ich bin froh, dass es vorbei ist. Die Wiener sind immer stärker geworden."

Daniel Ratushny (Trainer Salzburg): "Die Spieler haben unglaubliche Konstanz gezeigt. Ich bin sehr zufrieden mit der Beständigkeit, mit der die Mannschaft gespielt hat."

Thomas Raffl (Torschütze Salzburg): "Das ist das Schönste, was passieren kann. Ich kann es kaum erwarten, die nächsten drei Tage zu erleben, aber danach müssen wir uns schon wieder auf die WM vorbereiten."

Daniel Welser (Salzburg-Spieler): "Wir haben es wieder geschafft. Wir haben eine unglaubliche Saison gespielt. Wir haben das Aus in der Champions League weggesteckt. Wir hatten aber auch Tiefs, die wir überbrückt haben. Diese Saison war unglaublich, wir haben im Play-off nur einmal verloren."

Dominque Heinrich (Salzburg-Spieler): "Das ist wunderschön und unbeschreiblich. Wir haben so hart gekämpft, und ich denke, wir haben es uns verdient."

Jim Boni (Trainer Capitals): "Gratulation an Salzburg, sie waren die bessere Mannschaft. Uns ist es nicht gelugen, unseren Plan durchzuziehen. Sie waren heute einfach besser, das muss man einfach akzeptieren. Natürlich ist es bitter, aber so ist das Leben."

Rafael Rotter (Torschütze Capitals): "Ich denke, dass wir die letzten drei Monate super Eishockey gezeigt haben, es ist schade, dass wir nicht von Beginn an so gespielt haben. Durch Jim Boni ist Struktur in die Mannschaft gekommen, wir haben super Leistungen gezeigt. Hut ab vor Salzburg, sie waren das ganze Jahr die beste Mannschaft - mit Abstand. Kleine Fehler entscheiden, das hat man auch heute wieder gesehen."

SPIELBERICHT:

Die Salzburger durften in der mit 7.000 Zuschauern ausverkauften Halle der Capitals beide Pokale für den Meistertitel und die EBEL-Krone in die Höhe stemmen. Im Vorjahr hatten sie aufgrund des gegen Bozen verlorenen Endspiels noch mit einem vorliebnehmen müssen.

Die nach dem Trainerwechsel zu Jim Boni überraschend ins Endspiel gekommenen Capitals müssen hingegen weiter auf ihren zweiten Titel nach 2005 warten. Zu überlegen waren die auch schon im Halbfinale gegen den KAC 4:0 siegreichen "Bullen".

Führung als Weckruf

Im vierten Match war davon anfangs aber noch nichts zu merken, denn die Caps hatten den besseren Start. Kapitän Ferland staubte in der 9. Minute im Powerplay zur Führung ab. Das war der Weckruf für die Salzburger, die dreieinhalb Minuten später nach einer Drangperiode ebenfalls in Überzahl ausglichen. Raffl (12.) erzielte in seinem 500. Ligamatch aus der Drehung das 1:1.

Danach waren die Salzburger das etwas bessere Team, der nächste Treffer gelang aber den Wienern. Torjäger Foucault sorgte in der vorletzten Minute des ersten Abschnitts im Nachschuss für die neuerliche Führung.

Rotter kann auch treffen

Vier Minuten nach Wiederbeginn legten die Caps bei 4:3-Überlegenheit nach. Rotter verwertete ein Idealzuspiel von Sylvester mit einer Direktabnahme zum 3:1. Die Wiener hatten dann für einige Minuten Oberwasser, verabsäumten es aber, weiter davonzuziehen.

Das rächte sich drei Minuten vor Ende des Mitteldrittels, ein abgefälschter Fahey-Schuss brachte im Powerplay den Anschlusstreffer für die "Bullen".

Kurz nach der letzten Pause hatten die Gäste bei einem Stangenschuss von Duncan zunächst noch Pech. Bald danach nutzten die Mozartstädter eine Fünfminuten-Überzahl nach Strafe gegen Peter aber zur Wende. Beach (45.) traf aus kurzer Distanz zum 3:3 und ein abgelenkter Sterling-Schuss (48.) brachte Salzburg 4:3 voran.

Von diesem Rückschlag erholten sich die Wiener nicht mehr und so behielten die Salzburger im insgesamt zehnten Saisonduell mit den Caps zum neunten Mal die Oberhand. Der Sieg zum Meistertitel war ihr elfter Play-off-Erfolg en suite.

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