"Ein weiterer Schritt in meiner Karriere"

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ÖEHV-Goalie Bernhard Starkbaum kehrt Villach nach sechs Jahren den Rücken und wechselt in die schwedische Eliteserien nach Örnsköldsvik zum Traditionsklub MODO Hockey.

Der 26-Jährige war in der abgelaufenen Saison mit einer Fangquote von 93,6%. der beste Torwart der EBEL, mit einem Wechsel konnte bereits spekuliert werden.

Dass es mit MODO allerdings gleich eine Top-Adresse in Schweden wird, kam doch etwas überraschend. „Eine Chance, die man nicht allzu oft bekommt“, weiß auch Starkbaum.

Talenteschmiede MODO

Unter anderem sammelten dort NHL-Größen wie Peter Forsberg. Markus Näslund und die Sedin-Zwillinge Henrik und Daniel erste Profi-Erfahrungen.

Für den Keeper ist es die erste Station im Ausland. Er hat vorerst für zwei Jahre unterschrieben.

MODO belegte in der abgelaufenen im Grunddurchgang Rang acht und scheiterte in der ersten Playoff-Runde am späteren Finalisten Skelleftea AIK. Die letzte Meisterschaft feierte man 2007.

LAOLA1 hat mit dem OEHV-Goalie über die Beweggründe für seinen Wechsel und seine Erwartungen an die schwedische Liga gesprochen:

LAOLA1: Du hast deinen Vertrag mit dem VSV gerade erst verlängert. Warum jetzt der Wechsel?

Starkbaum: Es hat sich ergeben, dass ich in der schwedischen Eliteserie bei einem Top-Team meine Chance bekomme. Dort kann ich mich weiterentwickeln. So eine Möglichkeit kriegt man nicht allzu oft.

LAOLA1: Kam der Wechsel kurzfristig zustande?

Starkbaum: Nein. Die Schweden haben einige Videos von mir gesehen und mich auch bei den WM-Vorbereitungsspielen in Feldkirch gegen die Schweiz beobachtet.

LAOLA1: Hattest du auch andere Angebote?

Starkbaum: Ja, es waren auch andere Angebote dabei, aber nicht auf diesem Niveau, sondern aus der zweiten Liga. Schweden hat eine der besten Ligen, wenn nicht überhaupt die Top-Liga in Europa. Man wäre selber schuld, wenn man das Angebot nicht annimmt.

Peter Forsberg ist der GM von MODO

LAOLA1: Was weißt du über deinen neuen Klub MODO?

Starkbaum: Ich habe bis jetzt zwar kein einziges Spiel gesehen, aber ich gehe davon aus, dass sie mit vier kompakten, ausgeglichenen Linien spielen, die alle Tore erzielen können. Nicht so wie in Österreich, wo das Hauptaugenmerk auf den ersten beiden Linien liegt. Sie haben auch sicher hohes Potential, was die nachrückenden Jugendspieler angeht. Auch das gesamte Betreuer-Team, sei es Trainer Ulf Samuelsson oder die General Manager Peter Forsberg und Markus Näslund. All diese Köpfe machen MODO zu einer Top-Adresse in Schweden. Ich bin zuversichtlich, dass ich dort viel lernen und eine weitere Stufe in der Karriereleiter erklimmen kann.

LAOLA1: War der Umbruch in Villach mit ein Grund für den Wechsel?

Starkbaum: Nein, überhaupt nicht. Ich habe mich immer sehr wohl in Villach gefühlt. Vom ersten Jahr weg, als ich gekommen bin, wurde ich sehr gut, sehr familiär aufgenommen. Ich bin immer unterstützt worden, egal ob von Fans, Trainerstab oder den Verantwortlichen. Für meinen Wechsel waren sicher nicht die Gegebenheiten in Villach ausschlaggebend, sondern die Möglichkeit in einer super Liga zu spielen.

LAOLA1: War es für dich immer schon das Ziel, einmal ins Ausland  zu wechseln?

Starkbaum: Natürlich träumt man als kleines Kind immer vom Ausland, von der NHL. Aber für mich war es in meiner bisherigen Karriere immer wichtig, alles Step-by-Step zu machen. Ich wollte erst in der EBEL Fuß fassen, was mir in den letzten beiden Jahren ganz gut gelungen ist. Ich habe viele Spiele gemacht, von denen ich profitieren konnte, und mich zum Einser-Torwart in Villach hochgearbeitet. Dann habe ich die Möglichkeit bekommen, Österreich bei der WM zu vertreten. Das nächste Ziel war das Ausland. Ich bin froh, dass ich diese Chance nun bekommen habe.

LAOLA1: Hast du dich schon bei Thomas Pöck (spielte letzte Saison bei MODO, Anm.) nach deinem neuen Arbeitgeber erkundigt?

Starkbaum: Nein. Ich habe mich in den letzten Tagen nur auf die WM und den Wiederaufstieg konzentriert.

LAOLA1: Was weißt du über die Stadt Örnsköldsvik?

Starkbaum: Ich weiß, dass es eine kleinere Stadt mit einer sehr großen Eishockeybegeisterung ist. Ich habe nur Positives gehört. In der nächsten Zeit werde ich natürlich weitere Erkundigungen einholen. Ich bin schon sehr gespannt auf das Abenteuer Ausland.

LAOLA1: Wie steht es um deine Konkurrenz? Hattest du bereits die Gelegenheit mit deinem neuen Trainer zu sprechen?

Starkbaum: Nein. Ich weiß, dass MODO einen jungen Torhüter aus der Eliteserie verpflichtet hat, der im letzten Jahr noch Backup war. Aber es zählt ohnehin nur die Leistung, die man auf dem Eis bringt. Es gibt dort keine fixe Nummer eins. Wir werden uns duellieren. Ich bin jedenfalls bereit, den Kampf aufzunehmen und freue mich darauf.

 

Das Gespräch führte Fabian Santner

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