Insana: "Hier fühle ich mich einfach wohler"

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Endlich wieder West-Derby in der Erste Bank Eishockey Liga!

Bereits am zweiten Spieltag stehen sich die beiden Neulinge HC Innsbruck und der Dornbirner Eishockey Club gegenüber (ServusTV überträgt das Spiel am Sonntag LIVE ab 17:25 Uhr).

Beide Mannschaften haben ihre Auftaktpartie verloren, während Dornbirn in ein 0:6-Heim-Debakel gegen den VSV lief, verloren die Tiroler zu Hause knapp 2:3 gegen die Graz99ers.

"Sie sind hart zu besiegen", zollte der steirische Coach Mario Richer Respekt. Für sein Pendant Daniel Naud war erfreulich, "dass wir läuferisch mithalten können. Die Erfahrung hat den Ausschlag gegeben."

Einer, der Erfahrung in der EBEL hat, ist Jon Insana.

Der Kanadier kam im Sommer von den Vienna Capitals und steht besonders im Fokus der Aufmerksamkeit.

Bereits in der Vorbereitung nahm ihn der Head Coach in die Pflicht. Er solle gemeinsam mit Aaron Fox die junge Mannschaft führen und der Defensive die benötigte Sicherheit geben.

LAOLA1 sprach im Vorfeld mit dem sympathischen Defender über seinen Eindruck von Innsbruck, seine persönlichen Stärken sowie eine mögliche Rückkehr nach Wien.

LAOLA1: Jon, du hast im letzten Jahr noch für die Vienna Capitals gespielt. Was ist der Unterschied zwischen dem Hauptstadt-Klub und deinem neuen Arbeitgeber Innsbruck?

Jon Insana: Im letzten Jahr hatten wir in Wien auf dem Papier eine richtig starke Truppe, aber wir haben als Team nicht zusammengepasst. In Innsbruck haben wir eine tolle Gruppe von Jungs und ich genieße die gute Atmosphäre und Stimmung in der Mannschaft.

LAOLA1: Im Vergleich zu Wien ist Innsbruck doch eher ländlich. Welche Stadt gefällt dir besser?

Insana: Die Lage Innsbrucks mit all den Bergen ist unglaublich. In Wien gibt es natürlich sehr viel zu sehen und man ist ständig unterwegs, um neue Ecken kennenzulernen. In Innsbruck fühle ich mich aber wohler und mehr zu Hause als in der Großstadt.

LAOLA1: Du hast als einer der wenigen bereits einige EBEL-Spiele in den Beinen. Welche Rolle wird dir in diesem Jahr innerhalb der Mannschaft zukommen?

Insana: Meine Priorität ist es, in der Defensive einen guten Job zu machen. Unser Torhütergespann ist sehr stark, die beiden haben sich in der Preseason gut präsentiert, was meinen Job als Verteidiger natürlich auch leichter macht. Neben meiner defensiven Ausrichtung habe ich auch in der Offensive einiges zu bieten und möchte meine Chancen von der blauen Linie auch nützen.

Jon Insana im Dress der Vienna Capitals

LAOLA1: Wieso hast du dich für Innsbruck entschieden?

Insana: Durch die Empfehlung von Rem Murray, der ein guter Freund von mir ist und hier gespielt hat, bin ich auf Innsbruck gestoßen. Ich habe mit ihm gesprochen und er hat mir den Klub ans Herz gelegt. Sportlich gesehen hat die Mannschaft als Meister der Nationalliga einen sehr positiven Spirit, mit dem sie in die Saison startet.

LAOLA1: Wie sehen die Ziele aus?

Insana: Natürlich ist es unser Wunsch, in die Playoffs zu kommen. Sollten wir das schaffen, können wir vielleicht gegen ein höher eingestuftes Team überraschen. Die Erwartungen mögen nicht die höchsten sein, aber jeder, der in der Umkleide sitzt, legt sich sehr viel Druck auf, um jedes einzelne Spiel zu gewinnen. Es von Spiel zu Spiel immer wieder sein Bestes zu geben. Am Ende werden wir sehen, was dabei rauskommt.

LAOLA1: Ihr habt noch viele Spieler, die aus der Nationalliga hochgezogen wurden. Glaubst du, dass sie das Niveau haben, um erstklassig zu spielen?

Insana: Absolut, da besteht kein Zweifel. Sie haben die Fähigkeiten, um auch in der EBEL konkurrenzfähig zu sein. Bereits im letzten Jahr in der Nationalliga haben sie bewiesen, was sie zu leisten im Stande sind.

LAOLA1: Freust du dich darauf, nach Wien zurückzukehren und eventuell aus der Albert-Schultz-Halle Punkte zu entführen?

Insana: Natürlich freue ich mich auf eine Rückkehr, denn es gibt keine negativen Gefühle gegenüber dem Verein. Ich habe den Klub nicht im Schlechten verlassen. Es bedeutet immer Spaß, zu einem Ex-Klub zurückzukehren, denn ich habe ja auch noch einige Freunde im Team der Capitals. Und dann will man natürlich auch gewinnen.

LAOLA1: Eishockey ist ein sehr körperbetonter Sport und es kann immer zu Handgemengen kommen. Nun hast du ein Jahr mit den Jungs aus Wien gespielt, sollte es eine Schlägerei geben, was wirst du machen?

Insana: So etwas wird man gewohnt, denn ich habe in meiner Karriere schon für viele verschiedene Vereine gespielt und teilweise gegen meine besten Freunde gespielt. Wenn der Puck auf dem Eis liegt, hast du im gegnerischen Team keine Freunde mehr. Sie sind der Feind und du kannst dich nicht zurückhalten. Die Innsbrucker Haie sind jetzt mein Team und ich werde mich für jeden meiner Kameraden voll einsetzen.

LAOLA1: Gibt es einen Spieler im Kader der Capitals, den du eventuell gerne mal ordentlich checken würdest?

Insana: Nein (lacht), wie gesagt ich habe keinerlei negative Gedanken den Caps gegenüber. Sie sind eine tolle Mannschaft und ich wünsche ihnen viel Erfolg, außer wenn sie gegen uns spielen.

Sebastian Rauch

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