LAOLA1: Du hattest einen tollen Start in die Saison, hältst bei vier Punkten in vier Spielen. Wie kommt es, dass das Zusammenspiel schon so gut funktioniert?

Ulmer: Für mich ist der Puck ein paarmal gut gesprungen. Das hilft natürlich. Wichtiger ist, dass wir ein starkes Kollektiv und einen tiefen Kader haben. Wenn es bei einem Mitspieler mal nicht so gut läuft, ist ein anderer da, der das Tor macht. Perfekt läuft es aber natürlich noch nicht, dafür ist es auch noch zu früh. Wir sind ständig dabei, die Chemie innerhalb der Linien und vor allem im Powerplay zu verbessern, andernfalls würden wir in dieser Saison nicht viele Spiele gewinnen.

LAOLA1: Du sprichst das Powerplay an. Was läuft derzeit in Überzahl schief?

Ulmer: Das kann ich auch nicht sagen. Fakt ist, unser Powerplay ist verbesserungswürdig. Wir werden das aber schon schaffen. Wir hätten unsere bisherigen Siege einfacher haben können, wenn wir im Powerplay getroffen hätten. Wir haben uns sozusagen das Leben selbst schwer gemacht. Dank der Vorbereitung unseres Coaches werden wir aber sicher einen Weg finden, das Tor zu treffen.

LAOLA1: Der Trainer ist ein gutes Stichwort. Welchen Eindruck macht Rob Daum auf dich?

Ulmer: Ich bin sehr beeindruckt von ihm. Ich mag seinen Coaching-Stil. Er bereitet uns sehr gut vor und beweist dabei eine enorme Geduld. Er ist kein Trainer, der laut wird. Ich hatte in der Vergangenheit genug solche Trainer. Da hast du beinahe Angst, willst keinen Fehler machen und traust dir nichts zu. Er sorgt dafür, dass wir weder überheblich werden, wenn wir gewinnen, noch verzweifeln, wenn es mal nicht läuft. Natürlich weist er dich darauf hin, wenn du einen Fehler gemacht hast. Er macht das aber auf eine Art, dass man es gut versteht und den Fehler nicht noch einmal machen wird. Er würde dich nie anschreien und zum Sündenbock abstempeln.

LAOLA1: Letzte Woche hast du gegen deinen Bruder Jeff, der bei Olimpija Ljubljana unter Vertrag steht, gespielt. Ihr habt euch schon ein paar Mal in der DEL duelliert, ist es überhaupt noch etwas Besonderes, gegen ihn zu spielen?

Ulmer: Wenn man jedes Jahr mehrmals aufeinander trifft, verliert es natürlich etwas an Brisanz. Aber bei uns ist das nicht der Fall, wir waren nicht jede Saison in derselben Liga. Ich persönlich freue mich immer, gegen ihn zu spielen. Es macht einfach Spaß und gibt einer Partie noch einen gewissen zusätzlichen Kick. Man kann es ein bisschen damit vergleichen, wie es ist, gegen einen Ex-Verein aufzulaufen. Man hat einfach etwas mehr Adrenalin im Blut als sonst.

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