Starke Caps, die Grenzen des HCI

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Scouting Report: Das tut sich in der EBEL

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Starke Caps, die Grenzen des HCI und Goalie-Probleme.

Wie jeden Montag nimmt LAOLA1-Scout Bernd Freimüller auch nach dem Nationalfeiertag die vergangenen Spiele der Erste Bank Eishockey Liga unter die Lupe und gibt seine Sicht der Dinge zum besten.

Im heutigen Scouting-Report erörtert er, warum die Vienna Capitals derzeit das Maß aller Dinge in der EBEL sind, was den überraschend gut gestarteten "Haien" aus Innsbruck noch fehlt und schätzt außerdem den neuen Salzburg-Goalie Niko Hovinen ein.

 

26.10.: Vienna Capitals - Black Wings Linz 3:2 n.P.

Wie gehabt – den Vienna Capitals reichen selbst gegen Spitzenclubs wie Linz drei Tore zum Sieg.

Tom Pokels Truppe tritt so organisiert und defensiv hingebungsvoll wie kein anderes Team der Liga auf, kein einziger Spieler schummelt im Backcheck.

Die Zeiten, in denen sich einzelne Spieler ungestraft 90-Sekunden-Shifts oder absolute sinnbefreite Forechecks gönnen durften, sind unter dem US-Amerikaner vorbei.

Schon im Playoff-Modus

Das Spiel der Caps sieht schon sehr nach Playoff-Modus aus, was in Spielen wie gegen Linz oder in der Champions League auch notwendig ist.

Fast der einzige Kritikpunkt: Neben der Paradelinie um den überragenden Kris Foucault und den Traum jedes Coaches, Matt Watkins, sowie die schussstarken Verteidiger, müssen die restlichen Angreifer ihrer Produktion steigern.

26.10.: Vienna Capitals - HC Innsbruck 6:1

Bei allen Fortschritten, die der HC Innsbruck heuer unter Christer Olsson gemacht hat, Spitzenteams wie die Capitals oder Salzburg (1:4) zeigen (natürlich) die Grenzen der Tiroler auf.

In der ausländerdominierten EBEL können neun Legionäre schon zu wenig sein.

Wenn etwa dann der läuferisch äußerst limitierte Andreas Hanschitz an der Seite von Valdix und Siddall agieren muss, macht das schon einen entscheidenden Unterschied.

Ein Center fehlt

Auch auf der Centerposition sind die Tiroler unterbesetzt.

Roland Kaspitz agiert sehr diskret, in Ermangelung eines Mittelstürmers für die vierte Linie kommen Flügel wie Hörtnagl, Huber oder Schramm nur zu vereinzelten Shifts.

Um an einen Playoff-Platz denken zu können, müssen die Innsbrucker fast völlig von Verletzungen verschont bleiben.

Hovinen ersetzt den verletzten Luka Gracnar

Aus der Liga:

Die Dornbirner Goaliesituation bleibt weiter verworren.

Mike Murphy agiert nur auf Abruf und das schwach, Nathan Lawson ist mit einer Hüftverletzung weiter out, trotzdem tauchte sein Name auf dem schwedischen Transfermarkt auf.

Wenigstens meldete sich David Madlener vor seinem Nationalteamdebüt wieder fit.

Ein Hüne für Salzburg

Apropos Torhüter, mit Niko Hovinen verpflichteten die Salzburger einen interessanten Mann. Der fast zwei Meter große Hüne war heuer noch ohne Verein, Hauptgrund dafür ist eine Leistenoperation, der er sich im Sommer unterziehen musste.

Der 2006 von Minnesota gedraftete Finne entspricht eigentlich dem Beuteschema der NHL der letzten Jahre, wo Größe auf der Goalieposition eine entscheidende Rolle spielt.

Er erhielt jedoch keinen Vertrag von den Wild, einzig als Free Agent der Edmonton Oilers (immer noch im Besitz seiner NHL-Rechte) reichte es für ein paar Spiele in den Minor Leagues und dort auch nur im gruseligen Trenton (ECHL).

Er galt in Finnland und der KHL als guter, jedoch nicht herausragender Goalie. Es wird interessant zu sehen, wie sehr er mit seiner Größe die EBEL-Stürmer beeindrucken kann

Die wichtigste Frage bleibt jedoch: Was macht Salzburg, wenn Luka Gracnar nach seiner Handverletzung wieder fit ist?

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