Die EBEL-Legionäre im Check

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Die neuen EBEL-Legionäre im Check

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Wie jedes Jahr haben die zwölf Klubs der Erste Bank Eishockey Liga ihre Kader auch diesen Sommer kräftig umgebaut. Vor allem zahlreiche Legionäre wurden abgegeben und neu verpflichtet.

>>>LAOLA1.tv zeigt heute, ab 18:45 Uhr, RB Salzburg gegen Vienna Capitals im LIVE-Stream<<<

LAOLA1-Scout Bernd Freimüller nahm jeden neuen ausländischen EBEL-Crack unter die Lupe und erstellte ein umfassendes Profil jedes einzelnen Spieler.

In zwei Teilen kannst du nachlesen, wo die Stärken und Schwächen der neu verpflichteten Kufenflitzer liegen.

Den Anfang machen die Cracks der Vienna Capitals, des VSV, RB Salzburg, HC Znojmo., Innsbruck und Fehervar.

 

Vienna Capitals 


Nathan Lawson (Torhüter, Kanada):

  • Sehr gute Größe und damit verbundene Torabdeckung
  • Guter Butterfly, schneidet Winkel gut ab und nimmt durch lange Schienen unteren Teil des Tores gut weg
  • Sicher mit dem Handschuh
  • Lateralbewegung nur durchschnittlich, kann daher aus Ausgangsposition gezogen werden und macht dabei Körper auf
  • Ausgezeichneter Stickhandler, agiert wie ein dritter Verteidiger
  • Guter, aber nicht überragender EBEL-Goalie
  • Aussage eines NHL-Scouts: „Ein besserer Torhüter als Teamkollege“


Matt Dzieduszycki (Center/Flügel, Kanada):

  • Bis vor zwei Jahren ein dominanter DEL-Crack
  • Verletzungen kosteten ihm dann Spiele und Teilnahme am Trainingsbetrieb
  • Wie groß ist der Abrieb an seinem Körper und kann er fit bleiben?
  • Bestreitet bei guter Verfassung jeden Shift, als ob es sein letzter wäre, dynamisch und aufsässig
  • Kommt über den Kampf zu seinen Punkten
  • Stets in Bewegung, daher schwer zu eliminieren
  • Wenn gesund, trotz fortgeschrittenen Alters immer noch ein Topmann für die EBEL


Simon Gamache (Center/Flügel, Kanada):

  • In der Schweiz jahrelang ein Punktegarant und Offensivbringer
  • Guter Passgeber und sehr genauer und harter Schuss
  • Aktionen vom Gegner, aber auch von den Mitspielern nicht immer leicht vorherzusehen
  • In den letzten beiden Saison aber mit Leistungsabfall
  • Produktivität wird von seinem Behauptungswillen im Zweikampf abhängen
  • “Boom-or-bust-player“ für die Caps


Kurtis McLean (Center, Kanada):

  • Sowohl in Finnland als auch in der Schweiz eine absolute Leaderpersönlichkeit
  • Verläßlich an beiden Enden des Eises
  • Konnte Schüsse blocken, Sekunden später Tore erzielen
  • Gute Übersicht und Hände
  • Kann längere torlose Phasen durchlaufen
  • Konnte in KHL aufgrund des für ihn zu hohen Speeds nicht mehr reüssieren
  • Hat er seine Beine bereits völlig verloren?


MacGregor Sharp (Center, Kanada):

  • Schlüsselspieler bei Bozens Meistertitel vor zwei Jahren
  • Zwei-Weg-Center, Verteilung Defensive-Offensive etwa 65:35
  • Sehr guter Motor, guter Kämpfer in allen Dritteln
  • Kann im Lineup rauf- und runterrutschen
  • Mann für letzte Minute bei einer Ein-Tore-Führung
  • In Wien eher für reine Defensivrolle vorgesehen


Derek Whitmore (Flügel, USA):

  • Sehr guter Eisläufer, sowohl schnell als auch agil
  • Verfügt über Torjägerqualitäten, findet freien Raum im Angriffsdrittel und schießt schnell und genau
  • Stärken eher in der Offensive als auch in der Defensive, hat gute Scoring History
  • In „tight-checking games“ weniger effektiv

VSV

 

Dustin Johner (Center, CAN):
  • Powerplay-Spezialist, vor allem aus dem Slot mit schnellem Schuss gefährlich
  • Eher Shooter als Passgeber, am besten mit einem Playmaking Winger…Gute Arbeitsmoral am ganzen Eis
  • Mangel an Größe kombiniert mit schwachen ersten Schritten bereitet ihm in 1-1-Duellen Probleme

RB Salzburg


Brian Connelly (Verteidiger, USA):

  • Mobiler Defender mit gutem ersten Pass
  • Offensive hat in den letzten Saisonen abgenommen
  • Hat Probleme mit körperlich starken Angreifern und versucht Zweikämpfe zu vermeiden
  • Beinarbeit macht ihn zu typischen Defender für ein Ratushny-Team


Benn Ferriero (Center/Flügel, USA):

  • Beweglicher Angreifer mit guten 1-1-Moves
  • Gute Arbeitsmoral und verläßliches Defensiv-Coverage
  • War immer ein Top-Speedster, Verletzungen in der letzten Saison haben ihm vielleicht etwas Antritt gekostet
  • Kann Center und Flügel spielen
  • Sollte wesentliche Verstärkung werden
  • Erinnert etwas an David Meckler

HC Znojmo


Marek Biro (Verteidiger, SVK):

  • Krakenhafter Verteidiger, verwendet seine Reichweite mehr als seine Kraft
  • Beine sind ok für seine Größe, Agilität und Mobilität ist adäquat
  • Bestenfalls durchschnittliche Puckskills, unter Druck mit Scheibe ab und zu überhastet
  • Könnte vorläufig große Powerplayrolle bekommen, aber darin eher nicht brillieren


Colton Yellow Horn (Flügel, Kanada):

  • Vor zwei Jahren bei Fehervar
  • Gute Hände, genauer Schuss, insgesamt gutes Offensivpotential
  • Stets übergewichtig, daher kombiniert er geringe Größe mit mangelnder Dynamik und bestenfalls durchschnittlichem Speed
  • ein frühzeitiger Abgang würde nicht überraschen

HC Innsbruck


Dave Liffiton (Verteidiger, Kanada):

  • Körperlich starker Verteidiger, der seine Stärken in den Zweikämpfen hat
  • Beine sind bestenfalls ok, wird aber keine Wettrennen gewinnen
  • “Venus-de-Milo-Hände“, mit der Scheibe sind keinerlei Beiträge zu erwarten
  • Fighter, könnte in EBEL in Strafenprobleme kommen


Nick Schaus (Verteidiger, USA):

  • Gute Mobilität und auch guter Speed mit Scheibe
  • Kann mit Puck umgehen, im Powerplay ok, aber kein absoluter Quarterback auf höherem Niveau
  • Ab und an rätselhafte Positionierung im eigenen Drittel
  • Körperlich nicht sehr stark
  • Im Gegensatz zu Liffiton wird sich sein Wert für das Team über die Punkteproduktion definieren


Derek Hahn (Center, Kanada):

  • Über Jahre ein ausgezeichneter DEL-Center
  • Sollte einer der Top Faceoff-Guys in unserer Liga werden
  • Sehr gute Übersicht, Ruhe am Puck vor allem im Powerplay
  • Smart und erfahren
  • Körperlich nicht der Stärkste, agiert in Defensivzweikämpfen aber smart
  • Beine haben über die Jahre nachgelassen

Fehervar AV19


Aaron Brocklehurst (Verteidiger, Kanada):

  • Mobiler Defender, kann Scheibe unter Druck aus Drittel führen
  • Zirkuliert Puck im Powerplay gut, aber wenig Bedrohung durch Schuss
  • Kaum physische Komponente
  • Offensivbeiträge gingen über Jahre zurück


Ryan Martinelli (Verteidiger, Kanada):

  • Großer Defender mit Reichweite…Eher „Umarmer“ als Hitter
  • Beine sind ok für die Größe
  • Limitiertes Spiel mit Scheibe, kein Mann fürs Powerplay


Judd Blackwater (Center/Flügel, Kanada):

  • Körperlich stark, kann talentierteren Spielern zur Seite stehen, aber keine Linie tragen
  • Speed im Vorwärtsgang ok, dreht sich aber nur mühsam
  • Könnte sich länger als bei seiner letzten EBEL-Station (Ljubljana) halten, wird aber eher kein Leistungsträger sein


Brendan Connolly (Center/Flügel, Kanada):

  • Nicht groß, aber körperlich stark
  • Versucht sich Raum zu verschaffen
  • Guter ECHL-Scorer, ob er das in EBEL wiederholen kann, ist fraglich
  • Könnte vorzeitigen Abgang machen


Chris Francis (Center/Flügel, USA):

  • Trotz Tryout mit Abstand der beste der neuen Fehervar-Legionäre
  • Klein, aber sehr beweglich und schnell
  • Nicht nur schnelle Beine, sondern auch schnelles Gehirn
  • Guter Passgeber und sehr harter und schneller One-Timer
  • Rückt im Powerplay an blaue Linie zurück
  • Könnte sehr guter EBEL-Crack werden

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