Teil 3 - Daum und das "Tortier"

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Zwei Spiele, zwei Overtimes, zwei Auswärtssiege.

Die Viertelfinalserie zwischen den Black Wings Linz und den Vienna Capitals hat es in sich. Bereits am Donnerstag (19:15 Uhr Linz-Caps bei ServusTV; Salzburg-KAC LIVE bei LAOLA1.tv) geht es mit Spiel drei in Linz weiter.

Nach den beiden Auswärtssiegen beginnt alles wieder bei null – mit einem „Best of five“, wenn man so will.

Gelassen – nach außen hin

Für Spieler und Trainer bleibt kaum Zeit zum Verschnaufen. „Enger kann es nicht mehr zugehen“, pustet auch Rob Daum, der den Black Wings in dieser Saison Flügel verlieh, durch. Der Kanadier setzt deshalb zwischen den Spielen voll auf Regeneration. Dies gilt sowohl für den physischen als auch für den psychischen Bereich. Darum gilt auch beim Coachen: „Stay cool!“

„Ich versuche, so ruhig wie möglich zu bleiben“, verrät Daum auf der Homepage der Linzer. Leicht fällt ihm das aber nicht. „In mir sieht es selbstverständlich ganz anders aus.“ Der 54-Jährige erwartet von seiner Mannschaft Disziplin, was er ihnen versucht vorzuleben. „Für Emotionen ist nach der Serie noch genug Zeit.“

Gegner-Zermürbung in Unterzahl

Während Fans und Experten bereits rätseln, ob die Serie über die volle Distanz gehen könnte, blendet Daum solche Gedankenspiele aus. „Das ist schwer zu prognostizieren“, verweist er lediglich darauf, dass bisher stets Kleinigkeiten den Unterschied ausmachten.

Besonders wichtig ist für seine Truppe hingegen die Tatsache, nach drei Niederlagen am Stück endlich wieder ein Erfolgserlebnis eingefahren zu haben, auch wenn die Art und Weise für ihn noch nicht das Optimum darstellt. „Ich bin überzeugt, dass die Spiele besser werden. Wir finden langsam zu unserer Form.“

Dass es in Wien dennoch geklappt hat, lag vor allem am hervorragenden Penalty-Killing seines Teams. Nicht nur, dass die Wiener in knapp neun Minuten Überzahl-Spiel keinen Treffer fabrizierten, sie wirkten größtenteils harmlos.

Kein Wunder, dass sich Capitals-Trainer Tommy Samuelsson nach der Schlusssirene gegenüber der „Krone“ sogar in Galgenhumor übte: „Vielleicht sollten wir nur kein Powerplay mehr trainieren.“

Das Duell der Torjäger

Doch so sehr sich Daum über das Penalty-Killing auch freut, ein Capitals-Spieler bereitet ihm gehörig Kopfzerbrechen – und zwar Francois Fortier. Der Torschützen-König der vergangenen Saison kommt allmählich wieder so richtig ins Rollen und schenkte den Black Wings alleine in der Viertelfinalserie bereits drei Treffer ein.

Sein Doppelpack samt Hammertor zum 2:1 machten am Dienstag offensichtlich, dass die Linzer D-Line mit dem Franko-Kanadier ihre liebe Müh‘ und Not hat. „Fortier und Co. sind immer brandgefährlich“, bestätigt auch Martin Grabher Meier, der in Spiel zwei das „Game Winning Goal“ erzielte.

Auf der anderen Seite brauchen sich die Linzer in Sachen Torjäger keineswegs verstecken, hat man doch mit Gregor Baumgartner einen echten Caps-Schreck in den eigenen Reihen. Der Angreifer aus der ersten Reihe hat bislang in jedem Saisonmatch gegen die Hauptstädter getroffen. Kann der 32-Jährige diese Serie am Donnerstag prolongieren, wäre es sein bereits neunter Streich gegen die Wiener.

Reinhold Pühringer

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