Erstes Spiel ohne das Herzstück

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Die Lebensversicherung verlässt die "Drachen"

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Sie verabschiedeten ihren Helden mit stehenden Ovationen.

Nicht weniger als 9.000 Fans zollten Jan Mursak nach dem beeindruckenden 8:4-Sieg gegen Medvescak Zagreb ihren Respekt.

Es sollte das vorerst letzte Mal sein, dass der NHL-Import das Jersey Olimpija Ljubljanas überstreifte.

Lebensversicherung der „Drachen“

Der Slowene, der eigentlich bei den Detroit Red Wings unter Vertrag steht, wurde aufgrund der Beendigung des Lockouts zurück in die Autostadt berufen, um sich mit der Franchise aus Michigan auf die in Kürze beginnende NHL-Saison vorzubereiten.

Im letzten Spiel für Ljublajan gab der 24-jährige Right Wing nochmals eine Kostprobe seines spielerischen Könnens ab und veranschaulichte, warum er in der slowenischen Hauptstadt binnen 30 Spielen zum absoluten Fan-Liebling avancierte.

Mursak traf gegen die „Bären“ gleich doppelt und steuerte außerdem einen Assist beim Überraschungs-Erfolg im Freiluftspiel im Fußball-Stadion Bezigrad bei.

Insgesamt verbuchte der Slowene während seines Gastspiels in der Heimat in 30 Spielen 47 Punkte. 19 Tore und 28 Vorlagen machten ihn zur Nummer drei der EBEL-Punktewertung und zur Lebensversicherung der „Drachen“.

Tipp: Verfolge das Freiluft-Spektakel Olimpija Ljubljana gegen den KAC LIVE im LAOLA1-Ticker am Dienstag ab 19:15 Uhr.

Angreifen in Übersee

Lediglich sechs Spiele beendete Mursak in der Erste Bank Eishockey Liga ohne Punkt, 18 Mal sollte der in Maribor geborene Angreifer nach einer Partie zwei oder mehr Zähler auf dem Konto haben.

„Es war wirklich eine tolle Erfahrung. Ich habe mir mit Olimpija Ljubljana auch den richtigen Klub ausgesucht, bekam viel Eiszeit und konnte viel Selbstvertrauen tanken“, ist der Stürmer mit seinem Engagement zufrieden.

Nachdem es in der Heimat mit dem Toreschießen bereits bestens geklappt hat, soll nun auch der große Durchbruch in Nordamerika gelingen.

Bisher absolvierte Mursak, der seit der Saison 2010/11 in Detroit unter Vertrag steht, für die Red Wings lediglich 44 Spiele. Eine magere Ausbeute von zwei Toren und zwei Assists steht auf der Haben-Seite. Dies soll sich aber nach dem erfolgreichen Gastspiel bei den „Drachen“ ändern. Mursak ist bereit, den nächsten Schritt in seiner Karriere zu machen.

„In der letzten Saison habe ich mich im letzten Pre-Season-Spiel verletzt und kam erst Ende Jänner zurück. Danach war es für mich schwer, in der NHL Fuß zu fassen, jetzt will ich es heuer schaffen“, so die Kampfansage des Red Wings.

Top sechs machbar

Fuß fassen möchte auch Olimpija Ljubljana in den Top sechs. Fünf Runde vor Ende des Grunddurchgangs fehlen den Slowenen aber fünf Punkte auf einen Platz unter den besten sechs Mannschaften, der die direkte Playoff-Qualifizierung bedeuten würde.

„Mit dem Erreichen der Top sechs wird es schwer, aber die Playoffs sollten für das Team jedenfalls machbar sein“, traut Mursak seinen nunmehrigen Ex-Kollegen die Teilnahme an der Post-Season zu. Dazu müsste man die Qualifikationsrunde auf dem ersten oder zweiten Platz beenden.

Der Schlüssel zum Erfolg liegt laut dem scheidenden Angreifer aber nicht in der Offensive, sondern in der Verteidigung.  „Wenn die Mannschaft weiterhin gut defensiv spielt, kann Olimpija sicher noch einiges gewinnen.“

Verteidigung als Trumpf

Herausragender Mann ist für Mursak Torhüter Jerry Kuhn, der „derzeit echt richtig stark spielt.“

Doch auch wenn die Hintermannschaft ihren Job erfüllt, ein Mann, der 47 Punkte in 30 Spielen liefert, wird in der Offensive nicht zu ersetzen sein wird.

Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass mit Brock McBride (43 Punkte/36 Spiele) und Chris D’Alvise (39/38) zwei weitere Cracks im Kader stehen, die jederzeit für Tore gut sind.

Mursak hinterlässt in Ljubljana sportlich aber auch im Herzen der Fans eine Lücke, die so schnell nicht zu füllen sein wird. Darüber trösten auch die warmen Worte zum Abschied nur bedingt hinweg.

„Jetzt konzentriere ich mich Mal auf meine Karriere in Nordamerika. Aber in einigen Jahren kehre ich vielleicht zurück.“

Sebastian Rauch

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